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Mismatch erhöht die Arbeitslosigkeit

Ein Teil der Arbeitslosigkeit in Deutschland ist zurückzuführen, dass Arbeitsuchende und offene Stellen nicht zusammenpassen. Die Ursachen für diesen „Mismatch“ sind vielfältig Zumeist sind es berufliche, sektorale oder regionale Problemen. Geeignete Maßnahmen müssen sowohl von den Unternehmen, als auch von den Arbeitssuchenden unternommen werden, um die Mismatch-Arbeitslosigkeit weiter abzubauen.

Von Mismatch-Arbeitslosigkeit spricht man, wenn ein anderes Profil der Arbeitslosen dazu führen würde, dass die Arbeitslosigkeit sinkt. Mismatch-Arbeitslosigkeit entsteht zum einen, wenn Firmen für ihre offenen Stellen Qualifikationsprofile erwarten, denen zu wenige Bewerber im Pool der Arbeitslosen entsprechen. Zum anderen können viele Arbeitslose ein Qualifikationsprofil aufweisen, das nur wenig nachgefragt wird. Die Anpassung des Qualifikationsprofils der Arbeitslosen und die Anforderungen der Arbeitgeber können dazu führen, dass diese Mismatch-Arbeitslosigkeit gesenkt wird.


Wie kann Mismatch Arbeitslosigkeit verringert werden?

  • Förderung von Qualifikation oder Umschulung
  • Förderung der regionalen Mobilität
  • Förderung von Existenzgründern aus Arbeitslosigkeit
  • Abschlussorientierte Weiterbildung
  • Intensive Betreuung in der Arbeitsmarktpolitik

Außerdem ist es sehr wichtig, dass Jobs dort entstehen, wo die Arbeitskräfte vorhanden sind. Dafür müssen sich neue Arbeitsplätze in diesen Segmenten aus betrieblicher Sicht rechnen, was durch entsprechende Lohndifferenziale unterstützt werden kann.

Wie wird Mismatch Arbeitslosigkeit gemessen?

Das Niveau der Arbeitslosigkeit hängt generell davon ab, wie viele Personen arbeitslos werden und wie lange diese Personen im Durchschnitt arbeitslos bleiben. Die Messung von Mismatch-Arbeitslosigkeit setzt bei den Personen an, die bereits arbeitslos geworden sind. Sie konzentriert sich also auf die Dauer der Arbeitslosigkeit.

Zunächst betrachten wir die durchschnittliche Länge der Arbeitslosigkeit in verschiedenen Bereichen des Arbeitsmarktes. Angenommen wird, dass in Bereichen, in denen Suchdauern unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liegen, Arbeitsuchende relativ knapp sind. Wenn in einem Arbeitsmarktbereich die Dauer der Arbeitslosigkeit der durchschnittlichen Dauer entspricht, gibt es dort per Definition keine Mismatch-Arbeitslosigkeit. Wenn dagegen in einem Bereich Personen überdurchschnittlich lange arbeitslos sind, liegt dort Mismatch-Arbeitslosigkeit vor.

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