<< Themensammlung managen

Von der Produktionstheorie über die Produktionswirtschaft bis hin zu den Produktionsfaktoren und der Faktorkombination: In der Betriebswirtschaftslehre wie auch in der Volkswirtschaftslehre wird der Begriff „Produktion“ genau beleuchtet.

Im Management und der Organisation stellt die Herstellung von Gütern eine komplexe Herausforderung dar. In der heutigen, globalisierten Welt lagern ganze Industrien ihre Dienstleistungen sowie die Beschaffung von Rohstoffen und die Montage in ferne Länder wie beispielsweise China aus.

Definition: Produktion

Die Herstellung von Sachgütern nennt man Produktion. Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen „producere“ für „hervorbringen“ ab und ist im Englischen als „production“ bekannt.

Bei der Produktion von Gegenständen redet man auch von der Fabrikation oder Fertigung. Hierbei werden Werkstoffe mit Produktionsmitteln und Energie durch menschliche Arbeit  in Wirtschaftsgüter umgewandelt. Dies geschieht zum Beispiel in der Landwirtschaft, im Handwerk und in der Metallbearbeitenden Industrie.

Die Produktion gehört zum Geschäftsprozess. Jedoch scheint nicht ganz abgegrenzt zu sein, ob zu der Herstellung auch Dienstleistungen dazu gehören oder nicht. Deswegen wird auch von Leistungserstellung geredet, womit die Herstellung der Sachgüter und die Dienstleistungen gemeint sind.

Da der Begriff Produktion unterschiedlich definiert wird, gibt es hierfür verschiedene Sichtweisen. Während man einerseits von der Faktorkombination redet, sieht man andererseits die Produktion auch als Wertschöpfung und als Phase im Betrieb an.

Güter, die nicht lagerbar sind (bspw. Strom oder Dampf für Fernheizungen), werden per Definition nicht produziert, sondern bereitgestellt. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man aber auch hier von der Produktion.

Die Lehre von der Produktionswirtschaft

Wer sich mit der Fertigung bzw. Herstellung von Waren beschäftigt, der muss sich in der Produktionswirtschaft mit der Produktionstheorie, den Produktionstypen und Produktionsfaktoren, der Produktionsplanung sowie mit den Aspekten Produktionssteuerung, Produktionssysteme, Produktionstechnik und Kuppelproduktion beschäftigen.

Ein bekannter deutscher Professor zu diesen Themengebieten ist Dr. habil. Hans Corsten. An der Universität Kaiserslautern hält er den Lehrstuhl für Produktionswirtschaft bzw. Produktionswirtschaftslehre (PWL) inne. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Gebiete Produktionsplanung, Produktionssteuerung und Dienstleistungsproduktion. Zudem ist Dr. habil. Hans Corsten unter anderem der Mitherausgeber der Reihe „Information – Organisation – Produktion“.

Weltweite Produktion

Aufgrund der Globalisierung werden Güter mittlerweile weltweit über Lohnhersteller hergestellt. Das sorgt dafür, dass Unternehmen Produkte immer öfter in Hochlohnländern entwickeln, aber in Niedriglohnländern produzieren. Die Kette aus Beschaffung – Logistik – Montage – Export wird in der modernen Produktion von diversen Unternehmen koordiniert und abgewickelt.

Ein Beispiel hierfür ist das iPhone: Das Smartphone wird in den USA designt, die Werkstoffe und die Einzelteile stammen aus verschiedenen Ländern und die Massenfertigung erfolgt in China.

Faktoren für die globale Fabrikation sind unter anderen die Nähe zu den Märkten und Arbeitskosten. Zudem gibt es weitere Aspekte, die in der Kostenkontrolle bei der Produktion bedacht werden müssen.

Weitere Faktoren in der Produktion

Bei der Fertigung ist es wichtig, die Produktivität zu erhöhen. Doch eine Optimierung führt evtl. auch am Markt vorbeig. Damit das nicht geschieht, kann zum Beispiel die „Theory of Constraint“ bzw. das Constraint Management in der Produktion zur Flexibilität angewendet werden.

Auch das Total Quality Management (TQM) hat sich seit ein paar Jahrzehnten etabliert. Hierbei geht es um einen gesamtheitlichen Ansatz, der die Qualität im gesamten Unternehmen verbessern soll – auch im Produktionsprozess.

Ein weiteres Schlagwort, das man Im Bezug auf die Herstellung von Gütern immer wieder hört, ist die sogenannte Just-in-Time-Produktion: Wenn die Fertigung erst nach einem Auftrag erfolgt, lassen sich somit Lagerhaltungskosten verringern und Ladenhüter vermeiden.

Schlagworte zu diesem Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer