Was ist ein Businessplan?

Der Businessplan oder auch Geschäftsplan genannt ist das Arbeitspapier, das alle Ziele und Strategien eines Unternehmens mit den grundsätzlichen Voraussetzungen, Vorhaben und Maßnahmen für einen bestimmten Zeitrahmen beinhaltet.

Wie helfen wir Ihnen den perfekten Businessplan zu erstellen?

Businessplan erstellen, Aufbau und Grundlagen Quelle: Fotolia.com © CHW

Mit dieser Fragestellung haben wir uns in unserer Akademie beschäftigt und ein Online-Workshop Programm für Gründer, KMU Unternehmern und Startups erstellt. Damit Zeit für Ihre Fragestellungen bleibt haben wir die Anzahl der Teilnehmer auf max. 12 eingeschränkt. Alle Workshops die wir im digitalen Klassenzimmer anbieten dauern in der Regel 90-120 Minuten und helfen neu erlerntes Wissen direkt in Anwendung zu bringen. Für schlanke 99 Euro (zzgl. MwSt.) erfahren unsere Teilnehmer, wie Sie den Textteil Ihres Businessplans aufbauen, welche Inhalte zwingend nötig sind und in welchem Umfang und mit welcher Detailtiefe Sie Ihre Planung aufbauen sollten.

Der Sinn und Zweck eines Businessplans

Dabei kommen dem Businessplan mehrere Aufgaben zu. Zum einen dient er unternehmensextern dazu, potentielle Geldgeber zu überzeugen. Zum anderen kommt ihm auch unternehmensintern eine bedeutende Funktion zu: Er bildet im Unternehmen die Grundlage für weitere Strategie- und Planungskonzepte.

Wobei hilft einen die Planung und struktierte Darstellung im Geschäftsablauf?

Der Businessplan übernimmt nicht nur bei der Gründung eines Unternehmens eine wichtige Aufgabe. Vielmehr begleitet ein guter Geschäftsplan das Unternehmen, denn er wird fortlaufend ergänzt und aktuell an die sich wandelnden Umstände angepasst. Der klassische Businessplan wird damit zu einem ständigen Begleiter bei Fragen zur Positionierung der Geschäftsstrategie, der Analyse der Konkurrenzsituation und bei der Weiterentwicklung des Unternehmens.


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Der Businessplan besteht dabei aus zwei Teilen.

  • dem Textteil, der zur detaillierten Beschreibung der Geschäftsidee beziehungsweise der Unternehmung dient,
  • einem Zahlenteil (den Finanzplan), der Aussagen über die Finanzierung der Geschäftsidee/der Unternehmung betrachtet. Hier haben wir eine Beschreibung für die Finanzplanung. In einem Smartbusinessplan Paket bieten wir das Werkzeug für Unternehmer die Ihre Planung selbst in die Hand nehmen wollen.

Ein Businessplan dient als zentrales Führungselement und erfüllt wichtige interne Aufgaben.

  • Er gibt eine klare Leitlinie vor, an der sich die Arbeit des Managements und der Mitarbeiter ausrichten kann.
  • Zudem bietet er sich dabei als Orientierungshilfe an.
  • Außerdem definiert man mit dem Geschäftsplan die Ziele und Strategien der Unternehmung.
  • Hilft eine Bilanz zu ziehen, wie sich das Unternehmen entwickelt hat.
  • Ermöglicht es Engpässe im Bereich Personal oder Kapital frühzeitig zu erkennen.
  • Soll-Ist Vergleiche durchzuführen.
  • Eigene Ideen zu durchdenken und zu hinterfragen.


Wichtige externe Aufgaben vom Businessplan

Nicht nur für das innere Gefüge eines Unternehmens ist ein Businessplan von Bedeutung. Auch für die externe Wahrnehmung stellt ein guter Businessplan eine wichtige Basis dar, denn er ist die Visitenkarte des Unternehmens.

Zunächst dient er dazu, potentielle Kapitalgeber von der Unternehmung überzeugen, um die Finanzierung zu sichern. Dies kann bei der Gründung eines Unternehmens notwendig sein, aber auch im späteren Verlauf bei der Akquise neuer Investitionsmittel für das Marketing oder für die Entwicklung neuer Produkte.

Zum anderen kann der Businessplan auch bei Verhandlungsgesprächen mit potentiellen Partnern oder Ämtern zum Einsatz kommen. So kann er zur Sicherung bestehender und geplanter Geschäftsbeziehungen mit Kunden, Lieferanten, etc. dienen.

Einem Businessplan kommen also unternehmensextern folgende Aufgaben zu: 

Wann wird ein Businessplan benötigt?

Bei einer Gründung eines Unternehmens ist es sinnvoll, einen Businessplan zu schreiben. Er hilft dabei, Kapitalgeber zu finden und Business Angels, Investoren oder Banken von der Geschäftsidee zu überzeugen.

Zudem zwingt ein Businessplan die Existenzgründer dazu, sich umfassend mit der Geschäftsidee und deren Realisierung sowie den möglichen Schwächen der Idee mittels SWOT Analyse auseinanderzusetzen. Aber auch ein bereits bestehendes Unternehmen kann von einem Businessplan profitieren. Viele Firmen werden immer noch nach "Gefühl" geleitet, daher fehlen oft eine klar erkennbare Strategie oder Vorgaben, an denen sich der Erfolg messen lassen kann.

Zudem führt ein Businessplan zu mehr Transparenz bei unternehmerischen Entscheidungen. Auch bei der Beschaffung von Fremdkapital und Investoren ist ein Geschäftsplan für eine bereits bestehende Unternehmung notwendig, da immer mehr Investoren und Kapitalgeber die Vorlage eines solchen verlangen.

Weitere Informationen zu Businessplan

Wie lange dauert die Erstellung eines Businessplans?

Zur detaillierten Ausarbeitung werden viele Informationen benötigt, die zunächst zusammengetragen werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel die Daten, die für die Marktanalyse benötigt werden, oder eine Aufstellung der zu erwartenden Kosten. Daher ist es sinnvoll, einen großzügigen Zeitrahmen zum Erstellen des Businessplans festzusetzen. Dieser sollte die einzelnen Schritte bis zur Fertigstellung des Plans enthalten.

Wie lange man zum Schreiben eines Businessplans benötigt, lässt sich somit nicht pauschal beantworten. Zum einen besitzt jede Unternehmung unterschiedliche Faktoren, die bedacht werden müssen. So ist es beispielsweise einfacher, valide Marktdaten für einen Geschäftsbereich zu finden, den es schon seit vielen Jahrzehnten gibt, als die Recherche für ein Start-up mit einer neuartigen Idee zu betreiben.

Zum anderen wurde nicht jedem Gründer das Schreiben, Ausformulieren und Vereinfachen von komplexen Vorgängen in die Wiege gelegt. Deswegen kann es ratsam sein, sich an einen erfahrenen Berater in der Nähe zu wenden oder seine Businessplan-Erstellung komplett an Profis abzugeben.

Wie teuer ist ein Businessplan?

Schreiben Sie selbst Ihren Geschäftsplan, so kostet er Sie Zeit - und die ist ja auch irgendwie Geld. Wie viel Ihre Arbeitsstunden bzw. Ihre verlorene Freizeit wert sind, wissen Sie selbst am besten.

Holen Sie sich Unterstützung fürs Schreiben eines Businessplans, so ist diese meist nicht kostenlos. Hierfür rechnen externe Berater über Stunden oder über ein Fixum ab. Das gleiche gilt, wenn Sie Ihren kompletten Gerschäftsplan von Externen schreiben lassen. Faktoren, welche die Kosten eines Businessplans beeinflussen, sind unter anderem die Komplexität und die Branche, in der Sie arbeiten möchten. Genaue Preise können Sie bei entsprechenden Experten erfragen.

Wie bereitet man den Businessplan auf?

Formale Vorgaben für einen Businessplan gibt es kaum. An diese Richtlinien sollte man sich aber halten:

  • Der Seitenumfang liegt in der Regel zwischen 20 und 40 Seiten.
  • Die Gliederung muss klar strukturiert sein und alle wesentlichen Informationen über die Unternehmung enthalten.

Businessplan: So viele Seiten sind sinnvoll

Beim Umfang eines Businessplans ist zu berücksichtigen, für welchen Zweck er geschrieben wird. Ein Geschäftsplan für ein Kleinunternehmen, der zur Vorlage beim Arbeitsamt zur Gewährung des Gründungszuschusses oder des Einstiegsgeldes geschrieben wird, muss keinen Umfang von 20 bis 40 Seiten haben. Hier genügen fünf bis maximal zehn Seiten.

Start-ups, die mit ihrer Idee neues Terrain betreten möchten und auf Unterstützung von Business Angels oder Venture Capital angewiesen sind, sollten ihrem Businessplan mehr Platz gönnen. Doch auch hier ist es ratsam, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Mehr als 30-40 Seiten sollten es nicht sein, da ansonsten wichtige Informationen in der Fülle an Daten untergehen könnten.

Was man noch beachten sollte

Um eine klare Darstellung zu gewährleisten, sollte - wenn möglich - auf zu viele technische Details bei der Beschreibung der wirtschaftlichen Chancen, der Marktsituation sowie der zukünftigen Unternehmensaufgaben verzichtet werden.

Ein Businessplan soll durch einen strukturierten Aufbau, ein einheitliches Layout und durch einen gut verständlichen Inhalt überzeugen. Dabei muss eine sachliche, seriöse und realistische Darstellung gewählt werden.

Aus welchen Bausteinen besteht ein Businessplan?

Da es kaum formale Vorgaben für einen Businessplan gibt, ist man auch bei der Gliederung recht frei. Die Gliederungspunkte können je nach Ausrichtung und Struktur der Unternehmung variieren. Die folgenden Inhalte können daher nur als Bausteine dienen und sind an die individuellen Gegebenheiten anzupassen.

1. Executive Summary / Zusammenfassung

Die Executive Summary ist nicht mit einer Einleitung zu verwechseln, sondern stellt vielmehr eine Zusammenfassung des Businessplans dar. Es macht daher Sinn, die Executive Summary im Laufe der Ausarbeitung des Businessplans immer wieder zu überarbeiten, um sie an den Businessplan anzupassen oder sie sogar erst nach Beendigung des gesamten Businessplans zu verfassen.

Der Executive Summary ist insofern bei der Ausarbeitung eine besondere Bedeutung beizumessen, da sie einen ersten Eindruck vermittelt. Hier entscheidet der Leser, ob ihm das Unternehmenskonzept gefällt und ob es sich für ihn lohnt, weiter zu lesen. Die Zusammenfassung sollte daher unabhängig vom übrigen Businessplan gelesen und verstanden werden können. Sie soll einen Einblick in das Unternehmen geben und die Zielsetzung des Businessplans darlegen.

Auf nicht mehr als zwei Seiten sollte in der Executive Summary eine kurze Beschreibung folgender Themen gegeben werden: 

  • Geschäftsidee
  • Leistungsangebot
  • Unternehmensstrategie  

In diesem Zusammenhang sollen knapp die Produkte und Dienstleistungen erläutert werden, die das Unternehmen anbieten möchte. Dabei muss deutlich werden, mit welchen Mitteln die relevanten Märkte erobert werden können und wie groß das Marktpotential für die Unternehmung ist. Desweiteren sollte eine Darstellung der Wettbewerbsvorteile des Unternehmens und des Kundennutzens sowie der geplanten Kommunikationsmaßnahmen vorhanden sein.

2.Unternehmenskonzept / Geschäftsidee und Strategie

Dieser Abschnitt dient dazu, einen Überblick über das Unternehmenskonzept zu geben. Dieses veranschaulicht dabei sowohl die Geschäftsidee als auch die Mittel und Wege, wie diese Idee erfolgreich umgesetzt werden kann. Eine Darstellung des zeitlichen Ablaufs der Umsetzung des Unternehmenskonzepts kann hier sinnvoll sein. 

Sofern vorhanden, sollten in diesem Gliederungspunkt auch Angaben bezüglich der Unternehmung ausgeführt werden. Hierzu gehören zum Beispiel Angaben zum geplanten Firmennamen, dem Ort des Hauptsitzes und die Wahl der Rechtsform.

3. Zielmarkt

Eine Analyse des Zielmarktes ist in jedem Fall notwendig. Gerade bei Neugründungen stellt eine unzureichende Marktanalyse oftmals der Grund für ein Scheitern des Vorhabens dar. Um Kapitalgeber zu überzeugen und realistisch planen zu können, sollte eine Analyse von Branche und Markt durchgeführt werden. Damit kann das Potential, das der Zielmarkt bietet, herausgearbeitet werden.

In der Analyse dürfen das Marktvolumen, das vorhandene Marktpotential, die Wachstumsmöglichkeiten des Marktes, die Eintrittsbarrieren und die Marktbeschränkungen nicht fehlen. Zudem sollte auf die Stellung der Lieferanten auf dem Markt eingegangen werden. Wenn nötig, müssen Gesetze und Bestimmungen erläutert werden, die den Markt beeinflussen.

Desweiteren sollten auch die Wettbewerber berücksichtigt werden: Hier gilt es, sich vor allem mit den Stärken und Schwächen der Mitbewerber und deren Leistungs- und Produktangebot zu befassen. Nicht zuletzt muss auf die potentielle Kundschaft eingegangen werden.

Es ist sinnvoll, den Markt selbst zu erforschen und auf eine kostspielige Marktstudie zu verzichten oder sie nur ergänzend heranzuziehen. Dies hat den Vorteil, dass man das Marktsegment besser kennenlernen sowie wichtige Kontakte knüpfen kann.

4. Produkte und Dienstleistungen

In diesem Teil des Businessplans werden die der Unternehmung zugrunde liegenden Leistungen und Produkte erläutert. Diese haben nur dann gute Chancen am Markt, wenn sie sich von den Wettbewerbern hinsichtlich Kundennutzen und Wettbewerbsvorteilen differenzieren. Kapitalgeber erwarten hierbei oft eindeutige Alleinstellungsmerkmale. In der Fachsprache wird dies Unique Selling Proposition (USP) genannt.

Bei der Beschreibung des USP ist darzulegen, ob es sich um eine technische Innovation oder um eine Verbesserung eines bereits vorhandenen Produktes handelt. In letzterem Fall muss ausgeführt werden, inwiefern sich das Angebot der Unternehmung von den bereits bestehenden Angeboten unterscheidet. Wichtig ist dann zu erläutern, wie man sich von der Konkurrenz abhebt, falls Wettbewerber vorhanden sind. Zudem ist es notwendig darzustellen, welchen Nutzen der Kunde aus dem Produkt oder der Dienstleistung ziehen kann.

Bei der Beschreibung des Produkt- und/ oder Leistungsspektrums sollte eine zu technische Erläuterung vermieden werden, da der Leser nicht zwangsläufig über das nötige Hintergrundwissen verfügt. Falls nötig, sollten bestehende Patent- oder Schutzrechte Erwähnung finden.

5. Marketing und Vertriebsplanung

In diesem Kapitel steht im Vordergrund, wie die Leistung / das Produkt vermarktet werden soll. Dazu ist zunächst die Beschreibung der geplanten Aktivitäten im Bereich Marketing bzw. die Marketingstrategie notwendig. Daneben sollte ein Zeitplan aufgestellt werden. Hierin sollten auch Maßnahmen miteinbezogen werden, die zur Vorbereitung des Markteintritts durchgeführt werden müssen. 

Weiter sind hier die Ziele darzustellen, die für das Unternehmen im Bezug auf Marktführerschaft, Marktanteil, Ertrag und Bekanntheit gesetzt werden. Dabei geht man auch auf Erfolgsfaktoren und mögliche Trends ein.

Bei der Darstellung des Marketingkonzepts sollten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden: 

  • Vertriebspolitik
  • Preispolitik
  • Kommunikationspolitik und Werbung 

Vertriebspolitik

Hierbei gilt es darzustellen, welche Mittel und Wege gewählt werden, um das Produkt bzw. die Dienstleistung zu verkaufen. Es kann an dieser Stelle sinnvoll sein, auf zukünftige Entwicklungen einzugehen. Dabei ist zu berücksichtigen, wie die Vertriebsstrategien an veränderte Produkte und Kundenbedürfnisse, wenn nötig, angepasst werden können.

Preispolitik

Hier soll das Zustandekommen der Preise erläutert werden. Dabei gilt es darzulegen, auf welcher Basis die Preise kalkuliert wurden, wobei es gilt, die zugrunde liegende Preisstrategie zu begründen. 

Kommunikationspolitik und Werbung 

Die Kommunikationspolitik trägt wesentlich zum Verkauf eines Produktes bei. Aus diesem Grund sollte dargelegt werden, welche Strategie gewählt wird und mit welchen Mitteln sie umgesetzt werden soll. Dabei ergibt sich die Möglichkeit, auf die Mittel der Werbung einzugehen. In diesem Zusammenhang sollte abgewogen werden, in welchem Kosten-Nutzen-Verhältnis die Werbemaßnahmen stehen.

6. Management, Personal und Organisation

In diesem Gliederungspunkt des Geschäftsplans sollen zum einen die vorhandenen Fähigkeiten und Qualifikationen des Managements dargelegt werden. Zum anderen stellt man die Mitarbeiter, die wichtige Positionen in der Unternehmung übernehmen, vor.

Dabei sollten jene Aspekte besonders hervorgehoben werden, die für die Umsetzung der Geschäftsidee oder für das Unternehmen von Bedeutung sind. Dazu gehören zum Beispiel Branchenkenntnisse, bisherige Erfolge, soziale Kompetenzen und berufliche Erfahrung.

Beachtung findet auch das Thema Personalplanung. Bei komplexen Strukturen kann eine anschauliche Grafik (zum Beispiel ein Organigramm mit Funktionsbereichen) dabei helfen, den quantitativen und qualitativen Personalbedarf zu ermitteln. Hierbei muss auch die Personalentwicklung berücksichtigt werden. Zuletzt sollte in diesem Abschnitt noch das gewählte Entlohnungssystem erläutert werden.

Beim Punkt Organisation wird dargestellt, wie das Unternehmen organisiert werden soll oder bereits organisiert ist. Dabei ist es sinnvoll, auf die Bereiche Beschaffung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb sowie auf die Verwaltung einzugehen. Auch hier bietet es sich an, ein Organigramm zur grafischen Darstellung einzufügen.

7. Chancen und Risiken

Eine Erläuterung der Chancen und Risiken stellt ein Unternehmen keinesfalls negativ dar. Vielmehr zeigt dies, dass die Verfasser sich eingehend und kritisch mit dem Konzept auseinandergesetzt hat. 

Bei den Chancen ist es sinnvoll zu erläutern, welches Potential in der Geschäftsidee steckt und unter welchen Bedingungen dieses Potential ausgeschöpft werden kann. 

Bei der Darstellung der Risiken besteht die Möglichkeit, denkbare Szenarien durchzuspielen, also eine Chancen-Risiken-Analyse durchzuführen. Dabei kann man eine Unterteilung in drei verschiedene Szenarien wählen:

  • Der günstigste Fall
  • Der wahrscheinlichste Fall
  • Der schlechteste Fall 

Anhand dieser Szenarien erläutert man die möglichen Risiken. Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit, entsprechende Maßnahmen und Entscheidungen aufzuzeigen. Es ist in jedem Fall sinnvoll, sowohl die Chancen als auch die Risiken ausgewogen darzustellen, um den Eindruck der Beschönigung zu vermeiden.

8. Finanzplanung

Ein wichtiges Element des Businessplans ist eine ausführliche und gut recherchierte Darstellung der Finanzierung der Unternehmung bzw. der Geschäftsidee. In diesem Abschnitt müssen alle vorher angeführten Analysen und Vorhaben in konkrete Zahlen umgewandelt werden. 

Die Finanzplanung besteht aus folgenden Elementen: 

  • Der Erfolgsplanung
  • Der (Plan-) Bilanz
  • Dem Liquiditätsplan 

Die Erfolgsplanung besteht aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Bilanz gibt einen Überblick über die Vermögenslage des geplanten Unternehms. Dabei wird die Vermögenslage jeweils nach Herkunft und Verwendung der Mittel dargelegt. In der Liquiditätsplanung stehen die Ausgaben den jeweils verfügbaren Geldmitteln gegenüber.

Die Finanzplanung sollte für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren dargelegt werden. Dabei sollten für die ersten zwei bis drei Jahre monatsgenau Zahlen erstellt werden, während für die weiteren Jahre Quartalszahlen genügen. Dies ist sinnvoll, da der spätere Planungsverlauf mit mehr Unsicherheit behaftet ist und daher ungenauere Ergebnisse aufweist als die Planung in der nahen Zukunft. 

Hinweis: Wie auch für den übrigen Businessplan gibt es auch hier keine eindeutigen Vorgaben, was die Darstellung der Finanzplanung angeht. Wichtig ist, dass die angeführten Zahlen nachvollziehbar und natürlich gut recherchiert sind. Jedoch sollte man, wie in den vorangegangenen Abschnitten auch, den Leser nicht mit allzu technischen Details überlasten.

9. Anhang

Den Abschluss des Geschäftsplans stellt der Anhang dar. An dieser Stelle sind alle notwendigen Unterlagen zu finden, wie zum Beispiel Lebensläufe, Gewerbeanmeldung, etc. Zudem können hier Tabellen oder Grafiken eingefügt werden, für die in den vorherigen Abschnitten kein Platz war. Allerdings gilt auch hier, dass auf Unnötiges verzichtet werden sollte.

Im Einzelnen können sich folgende Unterlagen im Anhang wiederfinden: 

  • Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Gesellschaftervertrag, Rechtsform
  • Lebensläufe, Zeugnisse, Qualifikationen
  • Teile der Finanzplanung, wie Tabellenkalkulationen o.ä.
  • Patente, Betriebserlaubnisse, Lizenzen
  • Broschüren oder Prospekte
  • Schaubilder, Graphiken oder Organigramme

Typische Fehler bei einem Businessplan

Wie in jedem Teilbereich der Existenzgründung oder Unternehmensführung werden auch im Zuge der Erstellung eines Businessplans oftmals Fehler begangen. Diese Fehler können sich je nach Unternehmen, Branche, Mitarbeiter und Ihren Führungsqualitäten mehr oder weniger negativ auf den Geschäftserfolg auswirken.

Sie müssen sich folgende Tatsache vor Augen halten: Ihr Businessplan ist das zentrale Dokument in Ihrem Unternehmen bezüglich Ausrichtung, Kommunikation, Finanzen, Produkt- und Zukunftsplanung. Das heißt, Ihr Businessplan ist die Grundlage für zukünftige Entscheidungen.

Gerade deshalb ist es umso wichtiger, diese Entscheidungen auf realistischen, sorgfältig recherchierten und durchdachten Daten zu treffen. Erstellen Sie Ihren Businessplan nicht, weil Ihre potentiellen Geldgeber dieses Dokument von Ihnen verlangen. Sie selbst sind es, dem ein ordentlicher Businessplan Profit einbringen wird!

Setzen Sie deshalb alles daran, Ihren Businessplan professionell aufzusetzen. Folgende Tipps sollen Ihnen dabei helfen, jene Fehler zu vermeiden, die anderen Existenzgründern vor Ihnen teilweise schon zum Verhängnis wurden:

Unzureichende Qualifikation

Ein Businessplan vereint Ziele, Strategien, Daten, Vorgehensweisen und vieles mehr aus allen Unternehmensbereichen in einem zentralen Dokument. Leider ist es vor allem bei Kleinunternehmen immer wieder der Fall, dass dieses umfassende unternehmerische Wissen nicht vorhanden ist. Zwar steht meist exzellentes, branchenbezogenes Know-How (zum Beispiel die Produktion oder Buchhaltung betreffend) zur Verfügung, die anderen Bereiche werden allerdings oft vernachlässigt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass viele Existenzgründer scheitern, denn die Kerninhalte resultieren aus den Themenbereichen Finanzen und konzeptionellem Marketing.

Sorgen Sie deshalb dafür, dass das entsprechende Wissen in Ihrem Unternehmen bereitsteht. Wenn Sie selbst nicht die Qualifikationen mitbringen, müssen Sie beziehungsweise Ihre Partner sich das Know-How aneignen oder externe Unterstützung engagieren.

Schlechte Strukturierung

Göeochgültig, ob der Businessplan vorrangig dazu dient, Ihre Geldgeber davon zu überzeugen, in Ihr Unternehmen zu investieren oder der Plan ausschließlich zur unternehmensinternen Verwendung vorgesehen ist: Die Struktur kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Ein durchschnittlicher Businessplan umfasst zirka 20 bis 40 Seiten im Format A4, deshalb sind ein strukturierter Aufbau und eine gute Lesbarkeit Pflicht. Denken Sie daran, dass Sie Ihren eigenen Geschäftsplan später im unternehmerischen Alltag verwenden werden. Deswegen ist es ratsam, dass die wichtigsten Punkte sofort ins Auge fallen und jederzeit einfach nachgelesen werden können.

Auch für Verhandlungen mit Ihren Geldgebern sind ein übersichtlicher Aufbau und die Konzentration auf die wesentlichen Aspekte unumgänglich. Durch Ihren Businessplan müssen Sie Ihre Geschäftsidee regelrecht verkaufen. Mit komplexen und schwer lesbaren Dokumenten werden Sie die finanzielle Unterstützung nur selten bekommen. 

Konzeptionelles Marketing

Ein hochwertiges, zuverlässiges, nützliches oder innovatives Produkt zu kreieren reicht alleine nicht aus, um damit auch wirklich erfolgreich zu sein. In der heutigen Zeit sind Sie meist nicht der einzige Anbieter am Markt.

Auch wenn Ihr Produkt einzigartig sein sollte, gibt es sicher Konkurrenten, die zwar andere Produkte herstellen, aber den Kunden denselben Nutzen bieten. Zum Beispiel: Straßenkarten und Navigationsgeräte – beide Produkte unterscheiden sich gravierend, dienen aber demselben Zweck.Unter all den Theorien, Strategien, und Gesetzen des konzeptionellen Marketings gibt es einige gravierende Fehler, die Gründer oft begehen.

Folgende Punkte werden oftmals weder im Businessplan noch in der Unternehmensführung ausreichend beachtet und können schwere Folgen mit sich bringen:

Keine ausreichende Differenzierung

Differenzierung Ihres Unternehmens und Ihrer Produkte ist vor allem dann notwendig, wenn in Ihrem Zielmarkt Konkurrenten existieren. In diesem Fall muss Ihr Produkt von den potentiellen Kunden sofort als "das Bessere" erkannt werden können.

Das heißt, Sie müssen durch besondere Alleinstellungsmerkmale (USP) die Aufmerksamkeit auf sich lenken und hervorstechen. Die Merkmale können dabei produktbezogen (bspw. Qualität und Handhabung), unternehmensbezogen (Service, Freundlichkeit) oder anderwärtig (nur in der Werbung vorhanden) sein. 

Unwissenheit oder Missachtung von Risken

Oft scheitern Existenzgründer, weil sie die Risken der Selbstständigkeit nicht einschätzen konnten. Eine Unternehmensgründung und die Einführung von Produkten bergen natürlich gewisse Risken in sich – doch diese gilt es abzuschätzen. Darum ist es notwendig, die Gefahren zu kennen, die Ihnen am Markt auflauern. Die wohl häufigsten Fehler, die in diesem Zusammenhang begangen werden, bestehen darin, die eigene Konkurrenz zu unterschätzen beziehungsweise die potentiellen Kunden falsch einzuschätzen.

An dieser Stelle raten wir Ihnen zur gewissenhaften Durchführung von Marktanalyse und SWOT-Analyse. Erst dadurch wird es möglich, Ihre Zielgruppe und deren Bedarf, Ihre Konkurrenz und natürlich die damit verbundenen Chancen und Risken zu verstehen und zu nutzen. 


Die SWOT-Analyse betrachtet Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken (Bild: Fotolia.com)

Schlechte oder unausreichende Planung Ihres Geschäftssystems

Ihr Geschäftssystem oder Wertschöpfungskette umfasst von der Herstellung bis zur Vermarktung alle Schritte, die mit einem Produkt oder eine Dienstleistung in Zusammenhang stehen. Das Definieren eines Geschäftssystems dient dabei der Koordination aller einzelnen notwendigen Schritte und somit auch der Arbeitsaufteilung, Personalplanung und Verantwortlichkeitsklärung.

Wenn hier die Planung zu ungenau erfolgt, können eventuell versteckte Kosten übersehen werden oder die Arbeitsschritte sind nicht aufeinander abgestimmt. 

Fehlendes Wissen in Bezug auf Finanzen

Was im Grunde jedem klar ist und woran niemand zweifelt: Ohne Geld ist eine Existenzgründung nicht durchführbar. Das trotzdem leider vielen Unternehmensgründern zum Verhängnis. Natürlich steckt in den individuellen Fällen der Teufel im Detail.

Das heißt, oft wird das benötigte Kapital aus diversen Gründen einfach unterschätzt oder es treten scheinbar unvorhersehbare Ereignisse auf. Eine Insolvenz oder der Konkurs können die Folge sein. Der Hauptgrund für das Scheitern von vielen Existenzgründern ist dabei ein ungenauer oder fehlender Finanzplan als Teil des Businessplans.

Der Finanzplan eines Unternehmens ist die Grundlage für Controlling, Vorhersagen und Finanzpolitik. Er berücksichtigt die Auszahlungen und die dafür benötigte Zahlungskraft. Unter Auszahlung sind Kosten zu verstehen, die das Unternehmen während der im Finanzplan berücksichtigten Zeitspanne zu tragen hat. Dies umfasst anstehende Investitionen zum Beispiel für neue Gerätschaften oder Immobilien genauso wie Personalausgaben, Kosten des Wareneinkaufs, Kreditrückzahlungen, Gewinnausschüttungen und so weiter.

Businessplan-Beratung

Nutzen Sie die Möglichkeit, sich von Experten beraten zu lassen. Nehmen Sie Kontakt zu Beratern in Ihrer Nähe oder zu einem Gründerzentrum auf.

Hier werden Sie bei kompetent der Ausarbeitung ihres Unternehmenskonzepts unterstützt.

Nachrichten und Interviews zu Businessplan

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Häufige Fragen zum Businessplan:

  • Gibt es formale Vorgaben für einen Businessplan?

    Es gibt so gut wie keine Vorgaben. Die Anzahl der Seiten sollte den Rahmen von 20-40 Seiten nicht sprengen. Wird der Businessplan dagegen für die Beantragung von Überbrückungsgeld oder Existenzgründerzuschusses benötigt, genügen meist maximal zehn Seiten. Hier ist eine Rücksprache mit der Arbeitsagentur sinnvoll.

     

    Insgesamt sollte ein Businessplan durch einen strukturierten Aufbau, ein einheitliches Layout und durch einen gut verständlichen Inhalt überzeugen. Dabei sollte eine sachliche, seriöse und realistische Darstellung gewählt werden.

     

    Wichtig ist eine klar verständliche Sprache. Gerade Gründungen, die auf einer technologischen Entwicklung basieren, werden oft mit Hilfe von Fachvokabular beschrieben. In der Regel ist der Leser, zum Beispiel ein Kapitalgeber, aber kein ausgewiesener Experte in der von Ihnen beschriebenen Technologie oder Branche. Vielmehr kommt es darauf an, einem „Dritten“ den Kundennutzen, das Umsatzpotential und die Qualifikation des Gründerteams prägnant zu vermitteln.

  • Inwiefern lohnt sich die Teilnahme an einem Businessplan-Wettbewerb?

    Durch die Teilnahme an einem Businessplan-Wettbewerb bekommen Sie ein kritisches und konstruktives Feedback zu Ihrem Businessplan. Dadurch können Sie etwaige Schwachstellen erkennen und Ihr Konzept verbessern, aktualisieren und präzisieren. Zudem sehen Sie, wo Sie im Vergleich zu den Mitbewerbern stehen und können Ihr eigenes Potenzial besser einschätzen. Dadurch, dass die meisten Wettbewerbe mehrstufig angelegt sind, kann der Businessplan Stück für Stück mit der Unterstützung von Spezialisten entwickelt werden.

  • Ist das Verfassen eines Businessplans eine einmalige Angelegenheit?

    Nein. Ein guter Businessplan begleitet das Unternehmen. Er wird fortlaufend ergänzt und aktuell an die sich wandelnden Umstände angepasst. Er wird damit zu einem ständigen Begleiter bei Fragen zur Positionierung der Geschäftsstrategie, Analyse der Umwelt und Weiterentwicklung des Unternehmens.

  • Unterschiedliche Darstellung eines neuen oder bestehenden Unternehmens im BP?

    Ja, diese Unterscheidung ist für den Aufbau des Businessplans sogar von großer Bedeutung.

    Existiert das Unternehmen bereits etwas länger, so sollte die Geschichte des Unternehmens ebenfalls im Businessplan Erwähnung finden. Auf diese Weise kommuniziert das Unternehmen sowohl Stabilität als auch Kontinuität und signalisiert, dass sich ein erfahrenes Team zielgerichtet der Weiterentwicklung des Unternehmens widmet.

    Ist das Unternehmen hingegen erst ganz frisch gegründet, kann das Team logischerweise keine vergleichbaren Erfahrungswerte aufweisen. Somit muss eine Neugründung den Schwerpunkt des Businessplans grundlegend anders wählen. Vielmehr sollten sich die Verfasser hier vor allem auf das Können der einzelnen Mitstreiter konzentrieren.

  • Wann sollte ein Businessplan erstellt werden?

    Zunächst einmal ist es natürlich im Zuge einer Unternehmensgründung sinnvoll, einen Businessplan zu schreiben. Zum einen wird er eingesetzt, um Investoren oder Banken von der Geschäftsidee zu überzeugen. Zum anderen bringt er aber auch den Gründern erheblichen Nutzen, da diese durch das Erstellen des Businessplans gezwungen sind, sich eingehend mit ihrer Geschäftsidee und deren Umsetzung auseinanderzusetzen. Auch die Schwachstellen des Konzepts treten hierbei deutlicher hervor.

    Allerdings bringt ein Businessplan auch für bereits bestehende Unternehmen Vorteile. Viele Betriebe verfolgen keine bestimmte Strategie oder haben bestimmte Vorgaben festgelegt, an denen sich der Erfolg messen lassen kann. Darüber hinaus bringt ein Businessplan mehr Transparenz und erleichtert so unternehmerische Entscheidungen. Da auch nach einer erfolgreichen Gründung immer wieder Kapital benötigt wird, ist auch für bereits bestehende Unternehmen ein Businessplan erforderlich, wenn sie sich auf die Suche nach Investoren begeben.

  • Was ist ein Businessplan?

    Der Businessplan dient als Steuerungsinstrument für die Gründung sowie die spätere Unternehmensführung.

     

    Ein Businessplan ist ein Arbeitspapier, das alle Ziele und Strategien eines Unternehmens enthält. In ihm werden die grundsätzlichen Voraussetzungen der Unternehmung sowie zukünftige Vorhaben und Maßnahmen für einen bestimmten Zeitrahmen beschrieben.

  • Was ist ein Executive Summary?

    Das Executive Summary ist keinesfalls dasselbe wie eine Einleitung. Stattdessen handelt es sich dabei um eine Zusammenfassung des Businessplans. Um das Summary an den Businessplan anzupassen, sollte das Summary entweder im Laufe der Ausgestaltung des Businessplans immer wieder überarbeitet werden oder es sollte erst nach allen anderen Bausteinen des Businessplans verfasst werden.

    Das Executive Summary ist ein besonders wichtiges Element des Businessplans, da es für den ersten Eindruck des Businessplans entscheidend ist. Zum einen sollte es den Leser neugierig auf das restliche Dokument machen und zum anderen sollte es auch unabhängig vom restlichen Teil verständlich sein. Das Summary sollte auf maximal zwei Seiten einen Einblick in das Unternehmen geben und die Zielsetzung des Businessplans erläutern. Wichtig sind dabei die Darstellung der Geschäftsidee, des Leistungsangebots und der Unternehmensstrategie.

    Im Einzelnen sollten folgende Aspekte kurz angesprochen werden:

    • die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens
    • die Mittel der Markterschließung 
    • das Marktpotential 
    • die Wettbewerbsvorteile
    • der Kundennutzen
    • die Kommunikationsmaßnahmen
    • das Führungsteam (Kompetenzen und Erfahrungen)
    • die Finanzdaten
    • die finanziellen Anforderungen an das Unternehmen

    Wichtig ist dabei, dass sich alles, was im Executive Summary erwähnt wird, im übrigen Businessplan wiederfindet.

  • Was ist im Vorfeld der Erstellung eines Businessplans zu beachten?

    Bevor Sie mit dem tatsächlichen Verfassen des Businessplans beginnen, ist zunächst eine eingehende Planungsphase wichtig. Um den Businessplan in sämtlichen Einzelheiten auszuarbeiten,  müssen erst alle relevanten Daten und Informationen gesammelt werden. Dies betrifft beispielsweise die für die Marktanalyse benötigten Daten oder eine detaillierte Aufstellung der zu erwartenden Kosten.

    In jedem Fall empfiehlt es sich, einen großzügigen Zeitplan für das Erstellen des Businessplans festzulegen. Dieser sollte die einzelnen Schritte bis zur Fertigstellung des Plans enthalten und eingehalten werden.

  • Welche Funktionen hat ein Businessplan?

    Einem Businessplan kommen neben unternehmensexternen auch unternehmensinterne Aufgaben zu. Unternehmensextern dient er dazu, potentielle Geldgeber und Geschäftspartner vom Potential und den Erfolgsaussichten der Geschäftsidee zu überzeugen. Unternehmensintern bildet er die Grundlage für weitere Strategie- und Planungskonzepte.

  • Welche Themen sollen in einem Businessplan im Einzelnen abgehandelt werden?

    Generell gibt es keine festen Vorgaben, wie ein Businessplan zu gliedern ist. Je nachdem, wer der Adressat des Businessplans ist und wie Ausrichtung und Struktur der Unternehmung beschaffen sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die folgenden Gliederungspunkte sind daher nur als Bausteine zu verstehen, die situativ angepasst werden müssen.

    A: Executive Summary/ Zusammenfassung
    Beim Executive Summary handelt es sich um eine Zusammenfassung des Businessplans. Es ist ein besonders wichtiges Element des Businessplans, da es für den ersten Eindruck des Lesers entscheidend ist. Zum einen sollte es den Leser neugierig auf das restliche Dokument machen und zum anderen sollte es auch unabhängig vom restlichen Teil verständlich sein. Das Summary sollte auf maximal zwei Seiten einen Einblick in das Unternehmen geben und die Zielsetzung des Businessplans erläutern. Wichtig sind dabei die Darstellung der Geschäftsidee, des Leistungsangebots und der Unternehmensstrategie.

    B: Unternehmenskonzept/ Geschäftsidee und Strategie
    In diesem Abschnitt geht es darum, einen Überblick über das Unternehmenskonzept zu liefern. Dabei soll zunächst das Unternehmenskonzept illustriert werden. Dies geschieht, indem sowohl die Geschäftsidee als auch die Mittel und Wege, die zur erfolgreichen Umsetzung der Idee dienen, veranschaulicht werden.  Hier kann auch eine Darstellung des zeitlichen Ablaufs der Umsetzung des Unternehmenskonzepts sinnvoll sein.

    An dieser Stelle lassen sich außerdem Angaben zu Firmennamen, Ort des Hauptsitzes und Ähnliches sowie die Rechtsformwahl der Unternehmung unterbringen.

    C: Zielmarkt
    Im Businessplan darf eine Analyse des Zielmarktes um keinen Preis fehlen. Vor allem im Fall von Neugründungen ist eine unzureichende Marktanalyse häufig die Ursache, wenn das Vorhaben scheitert. Um das Potential des Zielmarktes zu erschließen, bilden die Analyse von Branche und Markt die notwendige Grundlage.

    Bei der Analyse sollten folgende Faktoren miteinbezogen werden:

    • das Marktvolumen
    • das vorhandene Marktpotential
    • die Wachstumsmöglichkeiten des Marktes
    • Eintrittsbarrieren und Marktbeschränkungen
    • die Stellung der Lieferanten auf dem Markt
    • evtl. marktbeeinflussende Gesetze und Bestimmungen
    • die Konkurrenz mit ihren Stärken und Schwächen, ihrem Leistungs- und Produktspektrum
    • die potentielle Kundschaft 

    D: Produkte und Dienstleistungen
    Dieser Abschnitt widmet sich einer ausführlichen Darstellung der Leistungen oder Produkte des Vorhabens. Entscheidend ist dabei vor allem, dass deutlich wird, wie sich die Produkte und Leistungen von denen der Konkurrenz unterscheiden. Im Idealfall beschreiben Sie hier Ihr Alleinstellungsmerkmal.

    Diese Aspekte sollten Sie bei den Ausführungen zu Ihren Produkten und Leistungen in jedem Fall berücksichtigen:

    • Alleinstellungsmerkmal
    • Kundennutzen
    • Wettbewerbsvorteile
    • Handelt es sich um eine technische Innovation oder eine Optimierung eines bereits vorhandenen Produktes? Worin unterscheidet sich das Produkt vom bestehenden?
    • etwaige Patent- oder Schutzrechte

    E: Marketing und Vertriebsplanung
    Hier wird fokussiert, welche Pläne für die Vermarktung der Leistung/ des Produktes bestehen. Im Einzelnen sind hier die Beschreibung der Marketingstrategie, ein Zeitplan für die geplanten Aktionen sowie die Maßnahmen zur Vorbereitung des Markteintritts zu nennen. Außerdem ist darzulegen, wie die Ziele des Unternehmens hinsichtlich Marktführerschaft, Marktanteil, Ertrag und Bekanntheit aussehen.

    Wichtig bei der Darstellung des Marketingkonzepts sind zudem die Aspekte Vertriebspolitik, Preispolitik sowie Kommunikationspolitik und Werbung.

    Bei der Vertriebspolitik geht es darum aufzuzeigen, mit welchen Mitteln das Produkt/ die Dienstleistung an dem Mann gebracht werden soll. Zukünftige Entwicklungen und die damit verbundenen Anpassungsmaßnahmen in Bezug auf Produkte und Kundenbedürfnisse sollten auch berücksichtigt werden.

    Im Falle der Preispolitik soll das Zustandekommen der Preise erläutert werden. Dabei muss die Kalkulationsgrundlage der Preise dargelegt werden. Nicht zu vergessen ist hier außerdem die Begründung der zugrunde liegenden Preisstrategie.

    Kommunikationspolitik und Werbung sind die wesentlichen Instrumente, die zum Verkauf eines Produktes beitragen. Im Businessplan muss erklärt werden, welche Strategie mit welchen Werbemitteln zum Einsatz kommen soll.

    F: Management, Personal und Organisation
    Zunächst sollten einerseits die Fähigkeiten und Qualifikationen, die das Management auszeichnen, erläutert werden. Andererseits sollten auch Mitarbeiter in führenden Positionen vorgestellt werden. Insbesondere sind dabei Branchenkenntnisse, soziale Kompetenzen, frühere Erfolge und Berufserfahrung zu erwähnen. Zudem können an dieser Stelle noch die Personalentwicklung (eventuell mithilfe einer Grafik) sowie das gewählte Entlohnungssystem zur Sprache kommen.

    Danach sollte der Aspekt der Organisation im Fokus stehen. Es geht also darum, wie das Unternehmen organisiert ist, namentlich in den Bereichen Beschaffung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb sowie in der Verwaltung, möglicherweise auch mithilfe einer Grafik.

    G: Chancen und Risiken
    Wichtig dabei ist, dass beide Punkte in die Darstellung Eingang finden. Unter ‚Chancen‘ sollte das Potential der Geschäftsidee aufgezeigt werden sowie die Bedingungen, unter denen dieses Potential ausgeschöpft werden kann.

    Auch eine Darstellung der Risiken gehört in einen Businessplan. Somit signalisieren die Verfasser, dass sie sich eingehend und kritisch mit der Unternehmung auseinandergesetzt haben. Hier liegt es z. B. nahe, denkbare Szenarien durchzuspielen, durch die die Risiken veranschaulicht und mögliche Lösungswege aufgezeigt werden.

    H: Finanzplanung
    Als elementar wichtig ist bei einem Businessplan eine eingehende und fundierte Darstellung der Finanzierung des Vorhabens. Das bedeutet, dass an dieser Stelle alle vorher angeführten Analysen und Pläne in konkrete Zahlen umgewandelt werden müssen.

    Dabei setzt sich der Abschnitt ‚Finanzplanung‘ aus folgenden Elementen zusammen: Erfolgsplanung, Bilanz und Liquiditätsplan.

    In der Finanzplanung findet die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ihren Platz. Die Bilanz liefert eine Übersicht über die Vermögenslage der Unternehmung, wobei die Vermögenslage jeweils nach Herkunft und Verwendung der Mittel dargelegt wird. In der Liquiditätsplanung werden dann die Ausgaben den jeweils verfügbaren Geldmitteln gegenübergestellt.

    I: Anhang
    Der letzte Teil des Businessplans ist der Anhang. Hier finden sich sämtliche notwendigen Unterlagen, wie etwa Lebensläufe, Gewerbeanmeldung usw. Darüber hinaus ist hier der richtige Ort für Tabellen oder Grafiken, die in den vorangegangenen Passagen nicht untergebracht werden konnten. Trotzdem sollte man sich auch hier auf das Nötigste beschränken.

    Im Einzelnen können sich folgende Unterlagen im Anhang wiederfinden:

    • Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Gesellschaftervertrag, Rechtsform
    • Lebensläufe, Zeugnisse etc.
    • Teile der Finanzplanung, wie Tabellenkalkulationen o.ä.
    • Patente, Betriebserlaubnisse, Lizenzen etc. 
    •  Broschüren oder Prospekte
    • Schaubilder, Graphiken oder Organigramme
  • Wer bietet Hilfe beim Verfassen eines Businessplans?

    Verschiedene Institutionen unterstützen Gründer bei der Planung einer Unternehmung, wozu auch das Erstellen des Businessplans gehört. Zu nennen sind hier die IHK wie die KfW-Mittelstandsbank, die auf ihren Seiten wertvolle Informationen zum Thema liefern. Im Rahmen des Gründercoachings erhalten die teilnehmenden Unternehmen neben finanzieller Unterstützung auch fachliche Beratung. Darüber hinaus werden ebenso für mittelständische Betriebe verschiedene Förderprogramme angeboten, in deren Rahmen Teilaspekte eines Businessplans gefördert werden können.

    Auch die Teilnahme an speziellen Businessplan-Wettbewerben lohnt sich, da die Teilnehmer im Rahmen des Wettbewerbs die Möglichkeit bekommen, mit kompetenter Unterstützung einen soliden Businessplan zu entwickeln. Oft werden Coaching-Seminare und Workshops zu gründungsrelevanten Themen angeboten.

    Ebenso kann eine professionelle Businessplan-Software die Erstellung eines Businessplans vereinfachen. 

  • Wie ist ein Businessplan aufgebaut?

    Grundsätzlich besteht ein Businessplan aus zwei unterschiedlichen Teilen: einem Textteil und einem Zahlenteil. Der Textteil dient der detaillierten Beschreibung des Geschäftskonzepts beziehungsweise der Unternehmung. Der Zahlenteil beinhaltet Angaben über die Finanzierung des Konzeptes/ der Unternehmung.

  • Wie viel Zeit beansprucht das Erstellen eines Businessplans?

    Zur Erstellung eines Businessplans sollte ein längerer Zeitraum eingeplant werden. Die Dauer hängt auch von der Komplexität des Konzeptes sowie den benötigten Informationen ab.

     

    Dem Schreiben eines Businessplans geht zunächst eine Phase der Planung voraus, in der die notwendigen Informationen für den Businessplan gesammelt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Daten, die für die Marktanalyse benötigt werden oder eine Aufstellung der zu erwartenden Kosten.

     

    Auch das Schreiben eines Businessplans kostet Zeit. Hier müssen Korrekturphasen, das Erstellen des Layouts etc. berücksichtigt werden.

    Es ist sinnvoll, einen Zeitplan zum Erstellen des Businessplans anzufertigen, der die einzelnen Schritte bis zur Fertigstellung des Plans enthält.

  • Worauf richten Banken und Risikokapitalgeber bei einem Businessplan ihr Augenmerk?

    Für Bankenseite ist vor allem entscheidend, dass der Businessplan von höchster Genauigkeit in Bezug auf Planung und Prognose der Unternehmensentwicklung gekennzeichnet ist. Weiterhin müssen die Verfasser des Dokuments die Banken davon überzeugen, dass sie für die fälligen Summen nachhaltig aufkommen können. Dies setzt wiederum eine überzeugende Darstellung der Tragfähigkeit des Konzepts voraus.

    Risikokapitalgeber achten insbesondere darauf, dass die Planung des Unternehmens strukturiert und fundiert ist, da dies für die Risikobewertung des Vorhabens eine maßgebende Rolle spielt. Für Risikokapitalgeber sind in der Regel neue, phantasievolle Geschäftsideen mit großen Wachstumschancen interessant. Trotzdem müssen den Prognosen natürlich auch realistische Annahmen zugrunde liegen. 

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