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Gründerregionen in Deutschland

Wer ein Startup gründet, der träumt meist vom Silicon Valley. Dieser Hotspot strahlt dank vieler namhafter Firmen wie Apple, Google, Google, HP, eBay oder Facebook einen magischen Reiz aus. Doch auch außerhalb der kalifornischen Region findet man viele technologieorientierte Firmen - zum Beispiel in Deutschland.

Wie es die folgende Karte des DSM (Deutscher Start-Up Monitor) zeigt, verteilen sich die Hotspots für Existenzgründer ungleichmäßig über Deutschland: Während Berlin mit Abstand die meisten Firmen-Hauptsitze von Startups besitzt, sind in den umliegenden Bundesländern wie Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern fast keine junge Unternehmen zu finden.

Nicht nur in Berlin bzw. Brandenburg, sondern auch in anderen Regionen kommt es zu einer Ballung von Gründern und Gründerinnen. Die Jungunternehmer suchen sich ihren Startup-Standort auch gerne in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg. Zudem gehören Bayern, hier speziell die Landeshauptstadt München, und die Hansestadt Hamburg zu den Favoriten.
Gründerregionen in Deutschland

Die Gründe, warum Unternehmen in manchen Regionen lieber gegründet werden als in anderen, fallen vielfältig aus

Ein Faktor stellt die Förderung von Existenzgründern durch die Stadt bzw. das Bundesland dar. Beispielsweise gibt es in der Gründerregion München viele Initiativen, Gründungsberater und Netzwerke, die von offiziellen Stellen wie der IHK oder dem Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt unterstützt werden.

Ein weiterer Grund für die häufige Ansiedlung von Start-Ups stellt die Verfügbarkeit von Kapital dar. Dazu zählen einerseits Fördermittel. Anderseits kommen Business Angels und Venture Capital als Geldquellen in Frage, welche einen Standort attraktiv machen.

Für die Wahl einer Stadt oder Gründerregion sprechen noch weitere Entscheidungskriterien. Dazu gehören persönliche Gründe, die Infrastruktur, die Lebensqualität oder das Marktumfeld.

Diese Faceten machen Gründerregionen attraktiv

Infografik: Standortwahl bei Gründern oft aus persönlichen Gründen | Statista

Unterstützung für angehende Gründer

Gründerregionen sollen unter anderem diesem Umstand Abhilfe schaffen. In einer Gründerregion engagieren sich im Idealfall die Industrie- und Handwerkskammern, Kreditinstitute, Hochschulen, die Wirtschaftsförderungsinstitutionen sowie ansässige Gründerzentren gemeinsam für angehende Gründer und erleichtern so den Schritt in die Selbstständigkeit maßgeblich.

Trotzdem nützt dieses  Engagement nicht nur einseitig: Bieten Regionen gute Bedingungen für Gründer in spe, so ist die Chance natürlich höher, dass sich vielversprechende Jung-Unternehmen vor Ort ansiedeln und nicht etwa das Weite suchen. Somit haben also beide Seiten etwas davon.

Förderung von Startups ist wichtig

Hat sich eine Region als Wirtschaftsraum für Existenzgründer etabliert, entsteht hier oft eine eigene Dynamik, die weitere Gründer und Gründerinnen anzieht. Das wissen die Gemeinden und Kommunen, deswegen versuchen sie oft zusammen mit der örtlichen IHK durch Fördermittel junge Unternehmen beim Schaffen neuer Arbeitsplätze zu unterstützen.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass auch eher unbekannte Gründerregionen mit Förderprogrammen die Gewerbeanmeldungen nach oben treiben wollen. Beispielsweise pusht das Startercenter NRW den Wirtschaftsraum Aachen, Euskirchen, Düren und Heinsberg; Durch Technologie- und Gründerzentren soll das Ällgau als Gründerregion attraktiv werden und auch die Stadt Offenbach will sich im Schatten von Frankfurt unter anderem für technologieorientierte Gründer hervortun; Bremen bietet eine Initiative namens „B.E.G.IN“, unter www.muenster-gruendet.de unterstützt die „Tatort“-Stadt die Existenzgründung und „ThEX“ steht für das Thüringer Zentrum für Existenzgründung und Unternehmertum.

Die Liste mit Beispielen und Initiativen ist lang. Zusammenfassend kann man sagen: Fast überall in Deutschland versucht man durch Förderung die Gründung von Unternehmen attraktiv zu machen und Startups anzulocken, damit weitere Gründerregionen und damit neue Arbeitsplätze entstehen.

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