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picture-factory / Fotolia.com
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Bewerbung

Weniger Papier, mehr Xing und Facebook: Das waren laut Staufenbiel die Bewerbungstrends 2015. Doch gleichgültig, ob man sich über Social-Media-Kanäle oder ganz klassisch auf die Jobsuche begibt, bei der Bewerbung gibt es immer noch gewisse, altbekannte Formalien einzuhalten. 

Vom Finden einer Stellenanzeige auf einer Jobbörse über das korrekten Anschreiben, dem Bewerbungsfoto, den Refenzen und dem Motivationsschreiben für den Traumjob bis hin zur Gestaltung der Bewerbung: Damit man beim Jobwechsel möglichst schnell Erfolg hat, sollte man gewisse Dinge beachten. Wie es der Report „Job Trends 2015“ zeigt, ist das Vorhaben gar nicht so einfach: Nur 11 Prozent aller Bewerbungen führen zu einem Vorstellungsgespräch bzw. Bewerbungsgespräch. Und davon führen durchschnittlich 21 Prozent zu Arbeitsverträgen.

Es gibt also einige Hürden zu meistern. Welche das sind und worauf man bei seiner Bewerbung achten muss, erklären wir hier.

Bewerbungsunterlagen

Auch wenn Bewerbungen heutzutage zunehmend per E-Mail anstatt mit der Post verschickt werden, so gibt es immer noch einige Aspekte, die man bei seinen Bewerbungsunterlagen beachten sollte.

Eine klassische Bewerbungsmappe besteht im Optimalfall aus folgenden Inhalten:

  • Bewerbungsschreiben
  • Deckblatt
  • Bewerbungsfoto
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Motivationsschreiben / Dritte Seite
  • Zeugnisse
  • Bescheinigungen und Zertifikate

Bewerbungsschreiben

Das Anschreiben gehört zum wichtigsten Teil der Bewerbung, trotzdem wird es oft nach „Schema F“ - also mit oft gehörten, langweiligen Standard-Sätzen - formuliert. Deswegen gilt: Um sich erfolgreich zu bewerben, muss man mit einem interessanten Bewerbungsanschreiben punkten.

Der Bewerber sollte unter anderem ganz präzise beschreiben, warum er sich bei seiner Jobsuche genau auf diese Position bewirbt, und welche fachlichen Stärken er besitzt.

Kann man sich bei seinem Bewerbungsschreiben nicht auf eine ausgeschriebene Stelle oder Position beziehen (z.B. bei einer Initiativbewerbung), muss man mehr über das Unternehmen recherchieren und seine passenden Qualifikationen besonders hervorheben.

Deckblatt

Ein Deckblatt ist keine Pflicht bei einer Bewerbungsmappe. Doch es stellt ein perfektes Mittel dar, um auf den ersten Blick beim Personaler bzw. potentiellen neuen Arbeitgeber für Aufmerksamkeit zu sorgen. Für das Deckblatt gibt es keine Vorgaben, somit kann man hier mit seiner Kreativität spielen, um aus der Masse heraus zu stechen.

Zum Beispiel ist es möglich, beim Deckblatt seinen Namen und sein Bewerbungsfoto deutlich hervorzuheben oder durch farbige Flächen und Formen „Eyecatcher“ zu schaffen. Im Internet findet man zahlreiche kostenlose wie auch kostenpflichtige Vorlagen für das Deckblatt einer Bewerbung.

Bewerbungsfoto

Früher war das Bewerbungsfoto ein essentieller Bestandteil der Bewerbungsmappe, heutzutage kann es aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) weggelassen werden. Trotzdem ist es ratsam, eines beizufügen.

Um das Bewerbungsfoto ranken sich viele Mythen, beispielsweise ob man lächeln soll oder nicht. Wichtiger ist: Der Gesamteindruck muss stimmen. Das Bild sollte möglichst professionell wirken und aktuell sein. Somit ist es ratsam, vor der Bewerbung um den Traumjob einen Fotografen aufzusuchen, der sie im wahrsten Sinne ins beste Licht rückt.

Der Bewerber sollte nicht nur auf seine Mimik achten, sondern auch auf den Dresscode (passt er zum Unternehmen und der Branche?) und – besonders bei Frauen – auf die Art und Weise des Make-Ups.

Lebenslauf

Zu den wichtigsten Elementen einer Bewerbungsmappe, egal ob digital oder ausgedruckt, gehört der Lebenslauf. Besser gesagt: der tabellarische Lebenslauf. Wie es der Name besagt, sind hier alle relevanten Stationen des Lebens kurz und knapp festzuhalten.

Darauf kommt es beim Lebenslauf an: Die schulische Ausbildung, der berufliche Werdegang bzw. die Berufserfahrung wie auch besondere Kenntnisse gehören hier hinein. Ein Praktikum oder Auslandsaufenthalte zählen hier ebenso dazu.

Was bei der Personalabteilung gar nicht gut ankommt ist ein lückenhafter Lebenslauf. Viele Menschen neigen dazu, Phasen wie beispielsweise eine Arbeitslosigkeit unter den Tisch fallen zu lassen – das ist nicht empfehlenswert. Gab es Lebensabschnitte ohne Job oder „Auszeiten“, so sollte man diese im Lebenslauf aufführen.

Curriculum Vitae / CV

Bei manchen Firmen ist ein englischer Lebenslauf erforderlich. Das sogenannte CV („Curriculum Vitae“) fällt zwar etwas weniger formell aus, trotzdem müssen auch hier alle beruflichen Stationen und Tätigkeiten aufgelistet und genannt werden.

Motivationsschreiben / Dritte Seite

Das Motivationsschreiben, auch als Dritte Seite bekannt, ist kein Muss bei einer Bewerbungsmappe, doch man findet sie immer öfter. In wenigen Sätzen (man rät zu maximal 15 Zeilen) kann der Bewerber nochmals seine Stärken und Schwächen sowie seine Motivation beschreiben. Es ist allerdings davon abzuraten, die Informationen des Bewerbungsanschreibens zu wiederholen.

Zudem kann die Dritte Seite dazu genutzt werden, um Lücken im Lebenslauf zu erläutern. 

Zeugnisse, Bescheinigungen und Zertifikate

Damit der Personaler sich einen Eindruck über die Leistungen und Qualifikationen sowie der Berufserfahrung des Bewerbers machen kann, gehören zu einer ordentlichen Bewerbung auch Zeugnisse, Zertifikate und Dergleichen.

Wer bereits im Berufsleben tätig ist und einen Jobwechsel vollziehen will, der benötigt ein einfaches oder qualifiziertes Arbeitszeugnis oder ein Zwischenzeugnis seiner vorherigen Arbeitgeber. Zudem können Referenzen als Empfehlungsschreiben beigelegt werden.

Tipp: Obwohl es heißt, man solle bei Initiativbewerbungen kein Arbeitszeugnis mitschicken, so ist das trotzdem empfehlenswert. Denn auch bei einer Blindbewerbung werden Zeugnisse meist vom möglichen Arbeitgeber gelesen oder zumindest überflogen.

Tipps für die Bewerbung

Wie eingangs erwähnt, führen laut den Erhebungen von Staufenbiel die wenigsten Bewerbungsschreiben wirklich direkt zu einem Job. Um seine Chancen zu steigern, ist es ratsam, legale Tricks anzuwenden. Zum Beispiel: Gestalten Sie das Anschreiben und die Bewerbungsmappe, indem Sie hochwertiges Papier oder eine gut leserliche Schriftgröße verwenden.

Wer sich im fortgeschrittenen Alter einem Jobwechsel unterzieht und zum Beispiel zu den Bewerbern 50plus gehört, sollte unter anderem darauf achten, dass der Lebenslauf gegenchronologisch verfasst ist – also mit dem letzten Tätigkeit beginnend.

Was heutzutage in vielen Branchen zum guten Ton gehört: Legen Sie sich eine Bewerbungs-Homepage zu, um hier Arbeitsproben und mehr aufzuzeigen.

Apropos Internet: Im Web findet man zahlreiche Bewerbungsvorlagen und Bewerbungsmuster. Diese dienen zwar als gute Richtschnur und zur Inspiration, am Ende sollte man aber seine Bewerbung selbst formulieren. Ansonsten läuft man Gefahr, dass beispielsweise das Anschreiben wie ein typisches Muster für Bewerbungsschreiben klingt.

Online-Bewerbung

Immer mehr Unternehmen erwarten, dass die Bewerber ihnen die Unterlagen auf elektronischem Wege zukommen lassen – entweder per E-Mail oder mittels spezieller Online-Formulare. Hierbei gibt es verschiedene Aspekte zu beachten, damit Ihre Bewerbung wirklich ankommt. Das ist bildlich wie auch im direkten Sinne gemeint.

Zum Beispiel sollte der Betreff einer Mail so formuliert sein, dass er weder zu flapsig, noch zu unkonkret erscheint. Achten Sie bei einer Online-Bewerbung zudem darauf, dass Sie die korrekte Anredeform verwenden, sich auf die Stellenanzeige beziehen und dass es keine Rechtschreibfehler o.ä. gibt.

Damit Ihre Bewerbung wirklich ankommt, sollte man zudem einen Blick darauf haben, dass der Anhang nicht zu groß ausfällt und man eine seriöse Absender-Adresse verwendet.

Vorstellungsgespräch

Konnte man mit seinem Bewerbungsschreiben punkten, geht es meist mit dem Vorstellungsgespräch weiter. Um auch hier den potentiellen neuen Arbeitgeber überzeugen zu können, gilt es, ein paar Benimm-Tipps fürs Bewerbungsgespräch einzuhalten.

Pünktlichkeit, das Verhalten vor Ort, eine Prise Bescheidenheit und weitere Punkte gehören zu diesem „Knigge“ dazu. Unterm Strich geht es darum, dass Sie sich beim Vorstellungsgespräch möglichst gut präsentieren. Achten Sie unter anderem darauf, dass sie weder lügen, noch als Blender dastehen.

Damit sich ein Aufeinandertreffen von Bewerber und Unternehmen als möglichst reibungslos gestaltet, sollten auch die Personalverantwortlichen für ein angenehmes Bewerbungsgespräch auf Augenhöge sorgen. Zudem müssen sich die Personaler im Klaren sein, dass es bei Gesprächen zum Traumjob Kommunikations-Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt.

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