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Arbeitslosenversicherung/ Arbeitslosengeld (ALG)

Worum handelt es sich beim Arbeitslosengeld?

Das Arbeitslosengeld (ALG) ist eine Entgeltersatzleistung, die es den Arbeitnehmern bei eintretender Arbeitslosigkeit ermöglichen soll, ihren Lebensstandard über einen gewissen Zeitraum zu halten.

Das Arbeitslosengeld finanziert sich aus den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung in der sowohl Arbeitnehmer als auch Auszubildende pflichtversichert sind. Ausgenommen von dieser Pflichtversicherung sind geringfügig Beschäftigte.


Der Beitragssatz beträgt seit dem 1. Januar 2011 3,0 Prozent des beitragspflichtigen Bruttoentgelts zur Arbeitslosenversicherung und wird hälftig von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Die Beitragsbemessungsgrenze zur Berechnung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung entspricht der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung und liegt in Westdeutschland bei einem Jahreseinkommen von 67.200 Euro (5.600 Euro/Monat) und in Ostdeutschland bei 57.600 Euro (4.800 Euro/ Monat) (Stand:2012).

Seit Februar 2006 besteht auch die Möglichkeit zur freiwilligen Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung. Diese Möglichkeit bietet sich Personen, die Angehörige pflegen (mind. 14 Std./wtl.), die selbstständig tätig sind mit einer Mindestwochenarbeitszeit von 15 Stunden, sowie im Ausland Beschäftigten, die außerhalb der EU oder assoziierten Staaten beschäftigt sind.

Anspruchsvoraussetzungen


Ein Arbeitnehmer hat Anspruch auf Arbeitslosengeld I, wenn er arbeitslos ist oder aber an einer beruflichen Weiterbildung teilnimmt. Arbeitnehmer, die das für die Regelaltersrente erforderliche Lebensjahr vollendet haben, haben keinen Arbeitslosengeldanspruch mehr.

Tritt die Arbeitslosigkeit ein, hat der Arbeitnehmer folgende Voraussetzungen zu erfüllen, um einen Anspruch auf Arbeitslosengeld anmelden zu können:

  • er muss tatsächlich arbeitslos sein.
  • er muss sich bei der Agentur für Arbeit persönlich arbeitslos gemeldet haben.
  • er muss die Anwartschaftszeit erfüllen.

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld kann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn seit seiner Entstehung mehr als vier Jahre vergangen sind.

Anwartschaftszeit
Eine Erfüllung der Anwartschaftszeit ist dann gegeben, wenn der Arbeitnehmer in der sog. Rahmenfrist (zwei Jahre) mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden hat. Erlischt der Anspruch auf Arbeitslosengeld aufgrund einer Sperrfrist, werden versicherungspflichtige Verhältnisse, die vor Eintritt dieser Sperrfrist existierten, nicht auf die Anwartschaftszeit angerechnet.

Die Rahmenfrist beträgt zwei Jahre. Sie beginnt mit dem Tag vor Erfüllung aller weiteren Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die Rahmenfrist überschneidet sich aber nicht mit einer bereits vorangegangenen Rahmenfrist, in der der Arbeitslose eine Anwartschaftszeit erfüllt hatte.

(Stand: 2012)

Nach versicherungspflichtigen Verhältnissen mit einer Dauer von mindestens ... Monaten Und nach der Vollendung des ... Lebensjahres Erhält man ... Monate Arbeitslosengeld.
12   6
16   8
20   10
24   12
30 50 15
36 55 18
48 58 24
Quelle: SGB III/ Stand: 2012

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