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Rechtsform: Einzelunternehmen

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Das Einzelunternehmen im Überblick

Das Einzelunternehmen - Ausführliche Informationen

Wird ein Gewerbetreibender allein ohne Beteiligung anderer Personen (als Gesellschafter) tätig und gründet er für seine Tätigkeit auch keine Kapitalgesellschaft wie z.B. eine "Ein-Mann-GmbH", so ist er ein Einzelunternehmer. Er wird dann als Kaufmann gemäß § 1 Abs. 1 oder § 2 Handelsgesetzbuch oder als so genannter Kleingewerbetreibender gemäß § 1 Absatz 2 Handelsgesetzbuch tätig und haftet persönlich mit seinem gesamten, d.h. auch dem privaten Vermögen. Um ein Einzelunternehmen zu gründen, genügt der Eintrag im Handelsregister, die Anmeldung beim Gewerbeamt oder aber auch einfach nur die Beantragung einer Steuernummer beim Finanzamt. Wichtig ist, dass es sich beim Unternehmen um nur eine Person handelt, welche als Unternehmer uneingeschränkt haftbar ist, also mit ihrem gesamten Geschäfts- und Privatvermögen haftet. Ebenso übernimmt der Kaufmann die Geschäftsführung selber.

Haftung

Der Einzelunternehmer haftet grundsätzlich mit seinem gesamten Vermögen für sämtliche Schulden seines Unternehmens. Das Risiko kann nur durch Klauseln in seinen Verträgen eingeschränkt werden, wobei das Gesetz jedoch enge Grenzen setzt.

Rechnungslegung

Für alle der am Geschäftsverkehr teilnehmenden Personen (Kaufleuten, Freiberufler, Gewerbetreibende) besteht die Pflicht zur ordnungsgemäßen Buchführung (§§ 140 – 148 AO). Dies umfasst die Pflicht, sämtliche Geschäfte des Unternehmens so zu dokumentieren, dass sich hieraus Art und Umfang des Geschäfts sowie die allgemeine Vermögens- und Erfolgslage des Unternehmens ergeben. Die diesen Geschäften zuzuordnende Korrespondenz sowie sämtliche Zahlungsbelege (Eingang und Ausgang) sind aufzubewahren. Zu Beginn der Geschäftstätigkeit und zum Ende jedes Geschäftsjahres ist ein Jahresabschluss zu erstellen, der gleichfalls zu den aufzubewahrenden Geschäftsunterlagen gehört.

Während der Kaufmann neben der Handelsbilanzierung (§238 HGB) auch zur Steuerbilanzierung (§5 EStG) verpflichtet ist, brauchen kleine Gewerbetreibende und Freiberufler nur in eingeschränktem Maße zu bilanzieren. Eine einfache Überschussrechnung genügt (Einnahmen abzüglich Ausgaben gem. § 4 Abs. 3 EStG).

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • kein Mindestkapital
  • keine Teilung der Gewinne
  • größtmöglicher Gestaltungsspielraum
  • man kann als so genannter Kleingewerbetreibender beginnen
  • minimale Gründungskosten, da notarielle Vorschriften entfallen, keine Gründungsvorschriften
  • schnellere Anpassung an sich verändernde Marktbedingungen

Nachteile

  • erhebliche Arbeitsbelastung, da gesamte Verantwortung für Geschicke der Firma auf Ihnen lastet
  • unbeschränkte Haftung mit dem gesamten Vermögen (privat und geschäftlich)
  • Erweiterung der Kapitalbasis richtet sich nur nach dem eigenen Vermögen

Nachrichten und Interviews zu Einzelunternehmen

Häufige Fragen zu Einzelunternehmen

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Muss ein Einzelunternehmer Gewerbesteuern zahlen?

Sobald ein Einzelunternehmer eine Tätigkeit im Sinne des Gewerbesteuergesetzes ausübt (also alles bis auf die freien Berufe), unterliegt er der Gewerbesteuer.

Allerdings wird die zu zahlende Gewerbesteuer teilweise auf seine Einkommenssteuer angerechnet. Zusätzlich wird bei der Ermittlung des Gewerbeertrags ein Freibetrag von 24.500 Euro abgezogen.   
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Was ist ein Einzelunternehmen?

Einzelunternehmen bestehen in der Regel aus einer Person und benötigen keine finanziellen Rücklagen, um ein Unternehmen zu gründen. Den Betreiber eines Einzelunternehmens bezeichnet man als Inhaber.
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Was sind die Vorteile eines Einzelunternehmens?

Ein entscheidender Vorteil ist die volle Entscheidungsfreiheit und Verfügungsgewalt über das Betriebsvermögen und die Geschäftspolitik. Zusätzlich ist kein Mindestkapital nötig. Die Gründung erfolgt formlos, unkompliziert und günstig. Außerdem steht der Gewinn allein dem Geschäftsinhaber zu.
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Was sind die Nachteile eines Einzelunternehmens?

Zunächst liegt das Geschäftsrisiko allein beim Inhaber des Einzelunternehmens, der mit seinem gesamten Privatvermögen haftet. Zudem ist die Kapitalbeschaffung ist schwieriger als etwa bei einer Aktiengesellschaft. Aufgrund des geringeren Kapitals hat der Einzelunternehmer schlechtere Verhandlungspositionen gegenüber Banken und Gläubigern.
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Wie erfolgt die Gründung eines Einzelunternehmens?

Die Gründung eines Einzelunternehmens ist durch nur einen Gesellschafter möglich. Sie ist formlos, wobei ggf., je nach Art des Unternehmens, bestimmte Meldepflichten und Auflagen zu beachten sind. Bei einem kaufmännischen Betrieb muss die Firma im Handelsregister angemeldet werden. Sie erhält dann den Zusatz "eingetragener Kaufmann" oder "e.K.".
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Benötigt eine GmbH einen Aufsichtsrat?

Eine GmbH benötigt dann einen Aufsichtsrat, wenn sie mehr als 500 ständige Arbeitnehmer beschäftigt.

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