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Controlling - viel mehr als Kontrolle

Was ist eigentlich Controlling?

Ein Vorgang ist zu steuern, zu lenken oder zu beherrschen – ein Amerikaner würde dazu "to control" sagen. Daran wird deutlich: "Controlling" bedeutet weit mehr, als wichtige Kennzahlen in einem Unternehmen zu kontrollieren. Ein Controller nimmt Einfluss auf den Kurs eines Unternehmens, seine Arbeit erschöpft sich nicht im Sammeln von Zahlen.

Darum geht's

Der Diplom-Betriebswirt Jürgen H. Schindler unterscheidet vier Funktionen des Controllings: Planung, Information, Analyse/Kontrolle und Steuerung. Dabei stehen diese Teilbereiche in einem Unternehmen in einem ständigen Austausch, es kommt zu vielfältigen Wechselwirkungen. Störungen in einer Funktion können das gesamte Controlling durcheinander bringen.

Planung: Ohne Ziel kann ein Unternehmen nicht auf Kurs bleiben. Controlling funktioniert nur, wenn alle Beteiligten die Marschrichtung kennen. So lassen sich Einzelentscheidungen mit übergeordneten Zielen in Einklang bringen. Controlling beginnt also mit der strategischen Ausrichtung eines Unternehmens, wobei die Ziele realitätsnah zu formulieren sind. Das spornt alle Beteiligten an, sich für das Unternehmen zu engagieren.

Information: Die Planung liefert die Soll-Werte, zum Beispiel einen anvisierten Jahresumsatz. Diese Soll-Werte dürfen nicht im luftleeren Raum hängen bleiben, sie sind mit den tatsächlichen Ist-Werten zu vergleichen. Dabei handelt es sich um das zentrale Element in jedem Controlling-System: Alle wichtigen Unternehmensdaten müssen zur Verfügung stehen, um Abweichungen von der geplanten Entwicklung zu erfassen. Der Controller sollte diese Zahlen zeitnah ermitteln, sie verdichtet aufbereiten – und so dem Management die Möglichkeit geben, durch Kurskorrekturen die gesetzten Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Analyse/Kontrolle: Kontrollen können verfahrens- oder ergebnisorientiert sein. Der Controller wirft einen kritischen Blick auf alle Prozesse im Unternehmen, zum Beispiel bei der Formulierung der Pläne. Oder er vergleicht Soll- und Ist-Werte in einem bestimmten Zeitabschnitt, um das Ergebnis einzelner Aktivitäten zu kontrollieren. Bei der Analyse versucht er zu klären, welche Ursachen zu Abweichungen von der Planung geführt haben. Außerdem beschäftigt er sich mit der Frage, wie solche Abweichungen vermieden werden können. Dabei hat der Controller auch zu beobachten, wie ergriffene Maßnahmen wirken.

Steuerung: Alle bisher genannten Elemente des Controllings gehören zu einem Regelkreis, den die Funktion Steuerung ergänzt. Planung, Information und Analyse/Kontrolle geben ein "Feed-back", ob das Unternehmen seinen geplanten Kurs eingehalten hat. Den Bereich Steuerung nutzt nun der Controller, um für die Zukunft mögliche Schritte vorzubereiten – eine regulierende Funktion, die auch "Feed-forward" genannt wird.

Was verbirgt sich also hinter dem Begriff "Controlling"? Eine bereichsübergreifende Funktion im Unternehmen, die das Management unterstützt. Durch vernünftig aufbereitetes Zahlenmaterial hilft der Controller, die Ziele eines Unternehmens zu erreichen – der Soll-Ist-Vergleich ist dabei ein wichtiges Instrument.

 

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Das Fazit

Controlling ist mehr als Kontrolle: Controller koordinieren in einem Unternehmen, wie Planung, Kontrolle und die Gewinnung von Informationen zusammenspielen. Dabei gestalten sie einen Regelkreis, der es ermöglicht, Abweichungen von den Zielen eines Unternehmens rechtzeitig zu erkennen. Ein gutes Controlling hilft, ein Unternehmen besser zu steuern, zu lenken und zu beherrschen. Das alles steckt in dem englischen Verb "to control".

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Ein Beitrag von Ingo Leipner

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