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Finanzziel: Kosten

Kostensenkung

Kosten

Kostenstruktur

Nicht nur der Umsatz ist relevant für die Größe Gewinn, sondern auch die Kosten spielen eine wichtige Rolle. Zu beachten ist dabei, welche Kosten man der Kalkulation zugrunde legt. Gehen die Fixkosten und Gemeinkosten mit ein? Sollte Ihr Kostenziel lauten „Die Kosten werden beibehalten (bzw. gesenkt)“, so ist die Betrachtung der folgenden möglichen Kennzahlen über einen längeren Zeitraum sinnvoll:

  • Materialaufwand in % des Umsatzes
  • relativer Materialaufwand
  • relativer Abschreibungsaufwand
  • Materialintensität
  • Abschreibungsintensität
  • Lageraufwand in % des Umsatzes
  • relativer Lageraufwand
  • Personalintensität
  • relativer Personalaufwand
  • Personalaufwand in % des Umsatzes
  • Finanzierungsaufwand in % des Umsatzes
  • relativer Zinsaufwand
  • Fremdkapitalkosten
  • Eigenkapitalkosten
  • durchschnittliche Kapitalkosten
  • Umwelt-/Sicherheits-/Gefahrenaufwand in % des Umsatzes
  • Anteil der variablen Kosten
  • Anteil der fixen Kosten
  • Anteil der abbaufähigen fixen Kosten

Natürlich werden nicht alle Kennzahlen für Sie von gleich großem Interesse sein. Es wird sich schnell herausstellen, wo für Sie Handlungsbedarf bzw. - Möglichkeiten bestehen, wo Sie besser oder schlechter als Vergleichsbetriebe sind oder wo sich in der Vergangenheit große Veränderungen ergeben haben.

Sammellieferungen

Bei Sammellieferungen und möglichen Kostensenkungen lassen sich die unten genannten Kennzahlen näher betrachten:

  • Anteil der Sammellieferungen an den Gesamtlieferungen
  • Entwicklung des Sammelliefervolumens
  • durchschnittliche Kostensenkung durch gemeinsame Lieferungen

Automatisierung/Standardisierung

Produktivität vs. Fixkosten

Auch Automatisierungen können zu Kostensenkungen führen. So ist hier der Mechanisierungsgrad zu betrachten und mit Unternehmen der gleichen Branche bzw. im Zeitablauf zu vergleichen. Eine weitere Maßgröße ist die Personalintensität, die ebenfalls innerhalb des Unternehmens im Zeitablauf und mit anderen Unternehmungen verglichen werden muss.

Unternehmenswert

Kennzahlen für Wertziele

Der dritte Aspekt der Finanzziele ist die Wertbetrachtung. Für die Wertziele gibt es eine Vielzahl von Kennzahlen:

  • Shareholder-Value (Economic Value Added (EVA))
  • Cashflow Return on Investment (CFROI)
  • Discounted Cashflow (DCF)
  • Bilanzkurs im Vergleich zum Börsenkurs einer Aktie
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
  • Ausschüttungsquote
  • Return on Investment (ROI)

Der Wert einer Unternehmung ist abhängig von der zukünftigen Entwicklung der Unternehmung und damit auch von dem Risiko. Wenn es dem Unternehmen gelingt, das Risiko z.B. zu streuen, dann kann der Wert des Unternehmens erhöht werden. (Mehr zu den Möglichkeiten, mit Risiko umzugehen, finden Sie im Kapitel “Risikomanagement”.)

Risikostreuung

Das Risiko ergibt sich aus unterschiedlichen Bereichen; so können das Risiko aus der Finanzierung, das Risiko aus der Leistungserstellung und das Risiko aus Prognosen voneinander abgegrenzt werden.

Finanzierungsstreuung

Anzahl der Kapitalgeber

Ist es das erklärte Ziel der Unternehmung, die Finanzierungsstreuung zu verbessern, so lassen sich folgende Maßgrößen nutzen:

  • Anteil langfristiges Kapital
  • Anteil mittelfristiges FK
  • Anteil kurzfristiges FK
  • Anteil Lieferantenkredite
  • Anteil Kundenkredite
  • Anteil Bankenkredite

Ertragsquellen

Anzahl der Ertragsquellen

Soll das Risiko gesenkt werden, das aus der Situation auf Absatzmärkten hervorgeht, dann können möglicherweise die Ertragsquellen diversifiziert werden. Je unterschiedlicher z.B. die Absatzmärkte, desto geringer das Risiko, dass auf allen zur gleichen Zeit der Absatz einbricht. Dazu können betrachtet werden:

  • Verhältnis Umsätze von neuen Produkten/Produktsegmenten zu Gesamtumsätzen
  • Verhältnis Umsätze von neuen Kunden/Kundensegmenten zu Gesamtumsätzen
  • Fremdkapitalkosten
  • Eigenkapitalkosten
  • durchschnittliche Kapitalkosten

Prognoseverlässlichkeit

Sicherheit der Planung

Ein großes Risiko beinhalten Prognosen. Wenn diese sich nicht bewahrheiten, dann entstehen z.T. Einnahmeausfälle, zusätzliche Kosten u.Ä. Je besser das Risiko hier antizipiert werden kann, desto höher der Unternehmenswert. Um das Risiko aus Prognosen zu reduzieren, werden z.B. Rückstellungen gebildet. Die Verlässlichkeit von Prognosen lässt sich beispielsweise mit dem Verhältnis von in Anspruch genommenen Rückstellungen zu gebildeten Rückstellungen ausdrücken. Eine weitere Maßgröße ist die Quote des Risikokapitals.

Nachrichten und Interviews zu Kosten

Häufige Fragen zu Kosten

Fragezeichen

Was sind kalkulatorische Kosten?

Kalkulatorische Kosten entstehen nicht direkt, müssen aber trotzdem vom Unternehmen erwirtschaftet werden. Dazu gehören unter anderem Abschreibungen (Werteverluste langlebiger Wirtschaftsgüter), die Kalkulatorische Miete (für die geschäftliche Nutzung privater Räumlichkeiten), der Unternehmerlohn und die Kalkulatorische Zinsen (wenn eine Gründung nur aus eigenen Mitteln finanziert wird, können kalkulatorische Zinsen in Höhe der Summe angesetzt werden, die durch eine anderweitige Geldanlage hätten erzielt werden können).

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