Gehe zu: News | FAQs

Finanzziel: Gewinn

© M. Schuppich - Fotolia.com

Gewinn

Gewinn = Umsatz ./. Kosten

Neben der Liquidität ist die Betrachtung des Unternehmensgewinns eine der drei Komponenten der Finanzziele. Welche Ziele sich für Ihr Unternehmen im Bereich „Gewinn“ ergeben, das hängt von Ihrem Unternehmen ab, von Ihren Handlungsmöglichkeiten und Optimierungspotenzialen. Der Gewinn kann zum einen als Gesamtes betrachtet werden, und ein Gewinnziel könnte heißen: 

„Der Gewinn wird gesteigert bzw. beibehalten."

Die Erfüllung dieses Ziels lässt sich z.B. an den folgenden Kennzahlen kontrollieren bzw. steuern:

Achtung!

Neben dem Gewinn als Gesamtes ist auch eine Betrachtung und bewusste Steuerung seiner Komponenten möglich. Der Gewinn ergibt sich aus der Differenz von Umsatz minus Kosten. Demnach können Sie auch gezielt am Umsatz und den Kosten ansetzen. Dies wird in den folgenden Abschnitten dargestellt.

Umsatz

Der Gesamtumsatz setzt sich aus den Umsätzen der verschiedenen Bereiche zusammen. Eine Untergliederung des Umsatzes kann nach verschiedenen Gesichtspunkten erfolgen:

Mehr Umsatz

  • bestehende Produkte/Leistungen
  • neue Produkte/Leistungen
  • bestehende Kundensegmente und Absatzmärkte
  • neue Kundensegmente und Absatzmärkte

Weiterhin lassen sich Umsätze aus Kooperationen abtrennen und die Produktivität des Unternehmens betrachten. Soll der Umsatz als Ziel betrachtet werden, dann können folgende Maßgrößen als Beispiele dienen: 

  • Umsatz zu Gesamtleistung
  • Umsatzrentabilität
  • Umsatzerlöse
  • Kapitalumschlagshäufigkeit

Der Umsatz wiederum setzt sich aus zwei weiteren Komponenten zusammen. So kann der Umsatz variiert werden, wenn entweder die Preise verändert werden oder sich die Absatzzahlen (Marktanteil) verändern. Folgende Überlegung soll als Beispiel dienen: Ziel ist es, den Umsatz mit den bestehenden Produkten zu erhöhen. Um dieses Ziel zu verfolgen und messbar zu machen, können folgende Maßgrößen verwendet werden:

  • Umsatz aus bestehenden Produkten zu Gesamtumsatz
  • Umsatzrentabilität der bestehenden Produkte

Preisstruktur

Um dieses Ziel zu erreichen, können aber auch die Preise der bestehenden Produkte zum Ziel werden. Soll der Preis der Produkte erhöht werden, so lässt sich dies mit folgenden Kennzahlen steuern:

1. Deckungsbeitrag oder
2. DPP (Direkter Produkt-Profit)

Einflüsse auf den Umsatz

Neben der Preisgestaltung hat auch der Marktanteil Einfluss auf den Umsatz. Dieser lässt sich mithilfe des direkten oder relativen Marktanteils messen. Ähnliche Überlegungen lassen sich für neue Produkte, bestehende und neue Kundensegmente, für Umsätze aus Kooperationen und neue Geschäftssparten anstellen.

Produktivität

Der Umsatz aus den verschiedenen Bereichen lässt sich jedoch auch auf den Einsatz von Personal und Material beziehen. Damit erhält man Produktivitätskennzahlen. Auch diese könnten für Ihr Unternehmen interessant sein.

Kennzahlen

Lautet Ihr Ziel „Umsatzerhöhung“, so können diese Maßgrößen eine Betrachtung wert sein:

  • Absatz pro Mitarbeiter
  • Ertrag pro Mitarbeiter
  • Umsatz zu gesamten Personalkosten
  • Umsatz zu Anzahl der Beschäftigten
  • Absatz pro Materialeinsatz in Menge

Nachrichten und Interviews zu Gewinn

Häufige Fragen zu Gewinn

Fragezeichen

Wo bekomme ich Informationen zur Umsatzermittlung?

Da eine plausible Umsatzplanung mit einigen Schwierigkeiten behaftet ist, gibt es für viele Branchen Betriebsvergleichszahlen, die Sie ihren Planungen zu Grunde legen können. Vergleichsdaten und wichtige Informationen erhalten sie bei: - Industrie- und Handelskammern - Fachkammern (z.B. Ärztekammer) - Institut für Handelsforschung in Köln - Börsenverein des Deutschen Buchhandels - Betriebsberatung Einzelhandel - Handwerkskammern (für alle Gewerbe) - Fachverbänden
Fragezeichen

Wie ermittle ich meinen Gewinn?

Den voraussichtlichen Gewinn können Sie errechnen, indem Sie die von Ihnen entwickelten Einzelpläne (Kostenplan, Umsatzplan) zusammenfassen. Von Ihrem Planumsatz müssen Sie die folgenden Kosten abziehen: - Die variablen Kosten (zum Beispiel Material- und Wareneinsatz) - Die laufenden, fixen Kosten (zum Beispiel Miete) - Privatentnahmen, Tilgungsraten für Ihre Kredite, Ausgaben für Ersatzinvestitionen Da es sich bei den Abschreibungsraten um kalkulatorische Kosten handelt, müssen diese dann addiert werden. Haben Sie all diese Faktoren in Ihre Rechnung mit einbezogen, sehen Sie, ob Ihr Unternehmen Gewinn macht.

Schlagworte zu diesem Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer