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Arbeitsvertrag

Allgemeines zum Thema Arbeitsvertrag

Grundsätzlich müssen Arbeitsverträge nicht schriftlich geschlossen werden. Sollte es jedoch zu einer Auseinandersetzung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer kommen, bietet die schriftliche Fixierung der Vereinbarungen eine bessere Ausgangslage. Zudem können so mögliche Missverständnisse schon im Voraus geklärt werden.

Die inhaltliche Gestaltung des Arbeitsvertrages ist an keine Vorgaben gebunden. Die vom Gesetzgeber festgelegten Mindeststandards dürfen jedoch nicht unterschritten werden. So müssen folgende Punkte unbedingt im Arbeitsvertrag  auftauchen:

  • Beginn des Arbeitsverhältnis
  • Arbeitsort (ggf. Hinweis darauf, dass der Mitarbeiter an mehreren Orten eingesetzt werden kann)
  • Arbeitsaufgaben
  • Vergütung
  • Arbeitszeit
  • Urlaubsanspruch
  • Kündigungsfristen

Regelung Urlaubsanspruch im Arbeitsvertrag

Nach deutschem Recht stehen jedem Arbeitnehmer jährlich 24 Werktage bezahlter Urlaub zu. In den meisten Arbeits- oder Tarifverträgen sind aber mehr freie Arbeitstage vereinbart. Diese sollen laut Gesetzgeber in Blöcken gewährt werden und mindestens einmal jährlich 12 aufeinander folgende Werktage umfassen. Dies bedeutet, dass Arbeitnehmer einmal im Jahr Anspruch auf mindestens zwei Wochen Erholung am Stück haben (Samstage werden mitgerechnet).

Wann die Urlaubstage in Anspruch genommen werden, können die Mitarbeiter selbst entscheiden. Selbstverständlich muss erstmal eine Absprache mit dem Arbeitgeber erfolgen, damit es nicht zu Überschneidungen kommt. Sollten sich mehrer Mitarbeiter gleichzeitig beurlauben wollen, muss der Arbeitgeber nach sozialen Gesichtspunkten entscheiden, wer den Vorrang verdient hat. So müssen kinderlose Arbeitnehmer in der Ferienzeit zurückstecken und Mitarbeitern mit Kindern den Vortritt lassen.

Die allgemeine Vorstellung, dass der Urlaub bis zum 31. März des Folgejahres mitgenommen werden darf, ist allerdings falsch. Wenn dieser Umstand nicht ausdrücklich im Arbeitsvertrag verankert ist, verfällt der Urlaubsanspruch am Jahresende. Nur Arbeitnehmer, die aufgrund längerer Krankheit oder betrieblicher Gründe ihren Urlaub nicht nehmen können, behalten ihren Anspruch bis Ende März.

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