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20.06.16Kommentieren

Webseiten-Optimierung

Das kleine SEO-Einmaleins für Gründer

Dass sich über eine gute Positionierung in den Suchmaschinen sehr günstig neue Kunden finden lassen, ist schon länger kein Geheimnis mehr. In Deutschland dominiert die Suchmaschine Google den Markt und wessen Internetauftritt hier in den Suchergebnissen prominent vertreten ist, der darf sich über reichlich kostenlose Anfragen von Partnern, Journalisten und natürlich vor allem auch von (potenziellen) Kunden freuen.

Wie aber muss eine Webseite beschaffen sein, um zu einem bestimmten Suchbegriff oder einer Suchbegriffskombination ganz vorne zu stehen? Die Betreiber der Suchmaschinen machen daraus allesamt ein großes Geheimnis. Sie verweisen meist darauf, dass sich eine prominente Platzierung über oder neben den eigentlichen Suchergebnissen käuflich erwerben ließe. Dies natürlich zu happigen Preisen, die dann für jeden einzelnen Klick auf so eine Textanzeige gezahlt werden müssen und das Budget der meisten Gründer und jungen Unternehmen deutlich übersteigen.

Geheimniskrämer gibt es schließlich auch unter den sogenannten Suchmaschinenoptimierern reichlich. Diese Zeitgenossen - auch SEOs genannt- optimieren natürlich nicht die Suchmaschinen selbst, wie die Bezeichnung irrtümlich vermuten lassen würde, sondern vielmehr Webseiten. Optimiert werden die Seiten dann unter dem Aspekt einer besseren Auffindbarkeit bei Google & Co. zu bestimmten, für den Betreiber der Webseite relevanten, Suchbegriffen.

Natürlich bedarf es schon eines in langen Jahren aufgebauten Expertenwissens, um auch bei den ganz stark umkämpften Suchbegriffen überall vorne mit dabei zu sein. Und solche Experten verkaufen ihr Wissen meist zu astronomisch hohen Tagessätzen weiter.

Für viele kleinere Unternehmen lässt sich aber die gute Auffindbarkeit in den Suchmaschinen zu den für sie relevanten Begrifflichkeiten auch ohne dicke Brieftasche realisieren. Mit Fleiß und Hartnäckigkeit.

Nachfolgend werden einige grundlegende Regeln der Suchmaschinenoptimierung aufgeführt, sozusagen das kleine Einmaleins der Suchmaschinenoptimierung. Selbstverständlich wird das Befolgen dieser Regeln nicht in jedem Fall automatisch für beste Platzierungen in den Suchmaschinen sorgen, doch durch das Vermeiden der gröbsten Fehler ist man den meisten Wettbewerbern in Sachen Suchmaschinenoptimierung bereits einige Schritte voraus.

On-Page und Off-Page Optimierung

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Bereiche bei der Suchmaschinenoptimierung: Die "On-Page-Optimierung" und die "Off-Page-Optimierung". Erstgenannte umfasst alle Maßnahmen, die unmittelbar an der eigenen Homepage durchgeführt werden, also beispielsweise Änderungen im Quelltext. Letztgenannte meint alle Maßnahmen außerhalb der eigenen Webseite. Hiermit ist vor allem die Verlinkung durch Seiten von Dritten (sog. Linkbuilding) gemeint.

Beide Bereiche haben ihre Berechtigung und um sich erfolgreich bei Google zu platzieren müssen auch beide konsequent bearbeitet werden. Am wichtigsten für die Suchmaschine ist der Inhalt von Webseiten. Da sich die meisten Suchmaschinen noch sehr schwer damit tun, Inhalte aus verschiedenen Scriptsprachen, Bildern, Videos usw. richtig zu verstehen, liegt hier der Schwerpunkt auf Texten.

Häufig werden Internetseiten mit einem gefälligen Design für den Besucher ausgestattet, bieten jedoch für die Suchmaschine – welche die hübschen Bilder inhaltlich nicht verstehen kann – kaum irgendwelche Anhaltspunkte, worum es inhaltlich auf dieser Seite überhaupt geht. Entsprechend schlecht ist daher das Ranking.

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Texte sind für SEO extrem wichtig

Auch wenn es nicht selten einen Zielkonflikt mit dem bisherigen Webdesign gibt, ist es unbedingt erforderlich, auf Start- und Unterseiten wenigstens ein paar Sätze Textinhalte in für Suchmaschinen lesbarer Form unterzubringen. In diesen Texten sollten alle Schlüsselbegriffe klar genannt und nicht nur umschrieben werden. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die Suchmaschine auch "versteht", worum es hier geht und weshalb diese Seite es verdient haben könnte, zu dem jeweiligen Begriff ganz oben in den Trefferlisten aufzutauchen.

Neben den Textinhalten sollte auch ein aussagekräftiger Seitentitel, ein passender Seitenname für die URL und eine nach klassischem HTML-Tag-Schema (H1 bis H6) formatierte Überschrift nicht fehlen. Gibt es auf der Seite Bilder oder andere multimediale Inhalte, so ist bei diesen in den entsprechenden Attributen ein Alternativtext zu hinterlegen, damit die Suchmaschine einen Anhaltspunkt dafür bekommt, was auf den Bildern gezeigt wird. Auch die Dateinamen der Bilder können hier gezielt gewählt werden, also lieber "Goldkette.jpg" als "Bild1.jpg" verwenden.

Die meisten Content-Management-Systeme produzieren heutzutage bereits statische URLs. Sollte dies nicht der Fall sein, ist es meist eine lohnende Investition, die URL-Struktur so anpassen zu lassen, dass statt wilder Ketten von Parametern lieber die wichtigsten Suchbegriffe auftauchen. Natürlich immer nur ein bis zwei pro URL und nicht jeder Begriff überall.

Offpage-Optimierung: Die Macht der Links

In Sachen Off-Page-Optimierung bzw. Linkbuilding ist vorweg zu schicken, dass es auch bei Links ganz unterschiedlich nützliche Exemplare gibt. Ein Link ist also nicht gleich einem Link. Es kommt vielmehr darauf an, von welcher Seite der Link stammt.

Als Grundregel lässt sich festhalten, dass solche Domains besonders gut in den Suchmaschinen zu finden sind, die von vielen anderen Domains aus verlinkt werden. Dabei ist vor allem die Vielzahl unterschiedlicher Domains als Linkgeber entscheidend. Verlinkt also ein Geschäftspartner bereits auf meine Webseite, so bringt es nicht viel, wenn er jetzt noch einen zweiten Link von derselben Seite zu meiner Domain setzt. Viel wichtiger wäre bspw. welchen Linktext er verwendet, also welches Wort als Link anklickbar ist.

Ein Linktext mit meinem Firmennamen wird primär dafür sorgen, dass meine Domain mit selbigem gut in den Suchmaschinen zu finden ist. Dies ist häufig aber ohnehin schon der Fall und so wäre ein Linktext in der Form "Mein wichtigster Suchbegriff" sehr viel nützlicher.

Linkbuilding mit Verstand: Qualität statt Quantität

Domains, die selbst sehr stark von Dritten verlinkt werden und die selbst gut bei Google positioniert sind, bringen als Linkgeber sehr viel mehr als brach liegende Domains, auf die niemand verweist, die kaum Inhalte haben und die für die Suchmaschinen daher auch keine Rolle spielen. Ein Link von einer "starken" Domain kann durchaus so wertvoll sein wie ein Dutzend oder mehr "schwache" Links.

Verlinkt ein Webseitenbetreiber auf einer Seite einhundert verschiedene Adressen, so bringt ein Link aus dieser Liste weniger, als wenn er nur eine handvoll Links aufgestellt hätte. Die Suchmaschine erkennt nämlich, dass eine Empfehlung mehr wiegt, wenn sie exklusiv ausgesprochen wird und nicht nur als eine unter sehr vielen anzusehen ist.

Da die Betreiber von Suchmaschinen es nicht gern sehen, wenn jemand aggressiv Links einkauft oder mietet, um dann besser gefunden zu werden, haben sie verschiedene Filter entwickelt, die solche Links erkennen und entwerten sollen.

Vor allem Links, die überhaupt nicht zum Thema oder der Sprache einer Webseite passen, fallen hier schnell auf. Es ist daher nicht anzuraten, unkoordiniert mit dem Scheckbuch Links herbeiführen oder mittels spam-artigem Mailversand an tausende Webmaster Links erzwingen zu wollen.

Soll das Beschaffen von Links über ein natürlich aussehendes Maß hinaus intensiviert werden, so birgt dies stets das Risiko, bereits erreichte Positionierungen in den Suchmaschinen auch schlagartig wieder zu verlieren.

Die Auswahl der richtigen Suchbegriffe ist das A und O einer Suchmaschinenoptimierung

Neben den beiden Bereichen der On- und Off-Page-Optimierung entscheidet über Erfolg und Misserfolg in den Suchmaschinen vor allem das Setzen der richtigen Ziele. So sollte man sich vorab genau überlegen, mit welchen Suchbegriffen man später die guten Positionen erreichen möchte.

Müssen es immer die allgemeinen Begriffe sein, zu denen jeder in der Branche gefunden werden will? Oder gibt es vielleicht eine Vielzahl an Begriffen und insbesondere auch an Phrasen und Begriffskombinationen, auf die kaum ein Wettbewerber optimiert, die aber von den potenziellen Kunden dennoch viel gesucht werden?

Hier ließe sich mit recht wenig Aufwand vermutlich ein Spitzenplatz in den Suchmaschinen erreichen, während das Optimieren auf hart umkämpfte Allerweltsbegriffe häufig erst nach Monaten den gewünschten Erfolg bringt – wenn überhaupt – und sich dann herausstellt, dass zwar viele Internetnutzer danach suchen, die eigentlich spannenden Personen aber andere Begriffe verwenden.

Eine gute Keywordrecherche im Vorfeld lohnt sich immer und verhindert, dass Ressourcen an der falschen Stelle verschwendet werden. Hier kann es sich - trotz der eingangs sehr kritisch gewürdigten Preise bei gekauften Textanzeigen auf den Suchergebnisseiten – durchaus bezahlt machen, Suchbegriffe für ein paar Tage kostenpflichtig auszuprobieren. Diejenigen, bei denen die Textanzeigen den gewünschten Erfolg gebracht haben – auch wenn dieser auf Dauer zu teuer erkauft wäre – lassen sich dann ganz gezielt für die SEO-Strategie einsetzen.

Häufig bringt auch der gänzlich kostenlose Realitäts-Check von Suchbegriffen schon etwas. Fragen Sie Ihre Kunden sowie potenzielle Kunden oder Partner, wonach diese bei Google suchen würden, um ein Produkt oder eine Leistung zu finden, welche Sie anbieten. Wird ein Suchbegriff auf Ihrer Liste nun gar nicht genannt, lohnt es auch kaum, wertvolle Ressourcen für seine Suchmaschinenoptimierung zu verschwenden.

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Autor: Jochen Maaß

Gründer und Vorstand
Website des Autors
Jochen Maaß

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