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Basel III

Externes Rating

Ein externes Rating ist freiwillig. In Anlehnung an die Anforderungen eines bankeninternen Ratings wird es von einer unabhängigen Ratingagentur durchgeführt. Ziel ist letztlich die Vorbereitung auf das interne Rating, um besser beurteilt zu werden und damit bessere Kreditkonditionen zu erhalten. Die wenigsten Unternehmen wissen nämlich, was sie bei einem Rating erwartet. Sich extern raten zu lassen bedeutet, mögliche Schwachstellen bereits im Vorfeld zu erkennen und abzustellen. Das gilt umso mehr, als Basel III hinsichtlich der Wertigkeit nicht zwischen externen und internen Ratings unterscheidet, sprich: Wer sich freiwillig durch eine Agentur hat raten lassen und aus den Ergebnissen die notwendigen Anpassungsmaßnahmen (sofern möglich) abgeleitet hat, erlebt weniger unangenehme Überraschungen im Gespräch mit der Bank und darf auf bessere Kreditkonditionen hoffen.

Ein extern durchgeführtes Rating bedeutet allerdings nicht nur bessere Kreditkonditionen, sondern auch eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber anderen Geschäftspartnern wie Lieferanten, Versicherungen etc. Denn das Rating macht ein Unternehmen zu einem eher sicheren Geschäftskontakt. Es ist eine Art Gütesiegel, das sich positiv auf das Unternehmensimage insgesamt auswirkt.

Natürlich kann auch ein externes Rating negativ ausfallen und zieht nicht die oben genannten Effekte nach sich. Aber selbst dann bedeutet es zumindest, die eigenen Schwachstellen selbst aufgespürt zu haben, die so weit wie möglich abgestellt werden können – mit den angeführten positiven Folgen.

Entscheidend für die Kosten eines externen Ratings ist die Größe des Unternehmens. Hinzu kommen Aufwendungen während des Ratingverfahrens, denn eine bloße Prüfung relevanter Unterlagen genügt nicht. In der Regel sind unter anderem auch Gespräche zumindest mit dem Top- und dem mittleren Management erforderlich. Bisherige Erfahrungswerte zeigen, dass sich die tatsächlichen Kosten eines externen (Erst-)Ratings zumeist auf 5.000 bis 50.000 € belaufen.

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