<< Themensammlung Basel III

Basel III

Bonitätsklassen

Jeder hat wahrscheinlich schon einmal Aussagen gehört wie „Das Unternehmen ist Triple-A geratet“. Hierbei handelt es sich um die international gültigen „Noten“ des (externen) Ratings. Ihre Spannbreite reicht von AAA (Triple-A) bis D.

AAA entspricht der höchsten Bonitätsklasse, C und D bedeuten dementsprechend eine sehr schlechte Bonität des Kreditnehmers. Die Abstufung von A nach D und z.B. innerhalb der A-Gruppe von AAA nach A resultiert aus der einfachen Logik, dass A „besser“ ist als D und drei mehr als eins.

Für Kreditnehmer, die mit AAA bis AA– geratet (also sehr bonitätsstark) sind, muss die Bank 20 % des mit dem Eigenkapitalunterlegungssatz multiplizierten Kredits hinterlegen (siehe Beispiel oben), während mit BB– und schlechter geratete Kredite mit 150 % zu unterlegen sind. Die dazwischenliegenden Bonitätsstufen werden mit 100 % bewertet.

Die verschiedenen „Bonitätsnoten“ bedeuten im Einzelnen:

Die A-Gruppe

  • AAA und AA
    AAA bedeutet die „Bestnote“. Die Fähigkeit eines Kreditnehmers, seinen Zins- und Tilgungsverpflichtungen nachzukommen, ist besonders hoch. Die erforderliche Eigenkapitalhinterlegung der Bank bewegt sich auf der niedrigsten Stufe und bedeutet für den Kreditnehmer optimale Konditionen. Das gilt auch noch für ein AA-Rating.
  • A
    Ein mit A geratetes Unternehmen gilt im Vergleich zu Unternehmen in den höheren Kategorien als anfälliger gegenüber Verschlechterungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dennoch gilt seine Fähigkeit zur Erfüllung der Fremdkapitalverpflichtungen als eher sicher, dementsprechend gut sind die Kreditkonditionen noch.

Die B-Gruppe

  • BBB
    Ein mit BBB geratetes Unternehmen hat zum Zeitpunkt des Ratings angemessene Vorkehrungen zum Gläubigerschutz getroffen. Es besteht aber die Gefahr, dass negative Entwicklungen der Umweltfaktoren (z.B. Wettbewerber, Gesetze etc.) die Schutzmaßnahmen mittel- bis langfristig gefährden und damit die Fähigkeit zur Erfüllung der Fremdkapitalverpflichtungen beeinträchtigt wird. Der Kreditnehmer hat bereits deutlich schlechtere Konditionen zu erwarten als mit A geratete Unternehmen.
  • BB und B
    Der Schuldner ist zunächst in der Lage, seinen Rückzahlungsverpflichtungen nachzukommen. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass eine Verschlechterung der Umweltbedingungen auch eine Verschlechterung der Zahlungsfähigkeit bedingt. Der Kreditnehmer gilt damit als so unsicher, dass die Bank erheblich mehr Eigenkapital hinterlegen muss. Die Kreditkonditionen sind dementsprechend hart.

Die C-Gruppe

  • CCC und CC
    Ein mit CCC oder CC geratetes Unternehmen ist bereits von Zahlungsunfähigkeit bedroht. Die pünktliche und vollständige Erfüllung der Fremdkapitalverpflichtungen hängt von positiven zukünftigen Entwicklungen ab.
  • C
    C-Rating bedeutet, dass ein Vergleich beantragt oder ähnliche Maßnahmen ergriffen wurden, Zins- und Tilgungsleistungen jedoch gegenwärtig noch erfolgen.

D-Rating

Das D-Rating ist im Gegensatz zu den übrigen Bonitätsstufen nicht mehr zukunftsgerichtet, sondern dokumentiert den Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder des Zahlungsverzugs.

Schlagworte zu diesem Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer