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Startkapital

Wo bekomme ich die passende finanzielle Unterstützung für meine Idee?

Die wenigsten Start-ups schaffen es, sich von Anfang an selbst zu tragen. Zum Glück gibt es zahlreiche Möglichkeiten an Startkapital für die eigene Gründung, ein Wachstumsvorhaben oder ein anderes Projekt zu kommen. Hier finden Sie einen Überblick über klassische und alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

Kredite

Die Idee steht, der Businessplan ist geschrieben, nun braucht es nur noch das nötige Startkapital und es kann losgehen! Tja, aber wie bekommt man das eigene Projekt finanziert? Den Weg zur Bank beschreiten nur noch die wenigsten und davon die meisten ohne Erfolg. Wer einen Kredit aufnehmen möchte, geht am besten gleich zur KfW Bankengruppe die mittelständische Unternehmen, Gründer und Freiberufler mit klassischen und langfristigen Krediten fördert. Das Angebot reicht von Startfonds, die bis zu 5 Millionen Beteiligungskapital umfassen können, bis zu speziellen Krediten für kleinere und größere Gründungen.

Doch nicht nur für "klassische" Gründungen, auch für andere Vorhaben stellt die KfW Fördergelder bereit: Ob es um die Modernisierung oder den Neubau von Immobilien geht, um Studium oder Weiterbildung, eine Energieeffizienzberatung für Ihr Unternehmen oder auch um die Finanzierung eines Filmprojekts – bei der KfW werden Sie fündig.

Venture Capital

Start-ups mit großem Wachstumspotential, z. B. aus dem Technologiebereich, beziehen in der Entwicklungsphase häufig Venture Capital. Das Kapital wird zeitlich begrenzt bereitgestellt, meist zwischen drei und zehn Jahren, gegen eine Beteiligung am Unternehmen, die in der Regel zwischen 20 bis 35 Prozent ausfällt. Neben der finanziellen Unterstützung ist häufig auch ein Beratungsangebot enthalten. Gründer müssen sich jedoch im Klaren sein, dass der Kapitalgeber sich nicht nur finanziell beteiligt, sondern auch Kontroll- und Mitspracherechte einfordert. Wer für sich herausfinden möchte, ob Venture Capital für ihn eine geeignete Finanzierungsmöglichkeit darstellt, kann online den Venture Capital-Check machen.

Business Angels

Wem die Beratungskomponente am Herzen liegt, sollte sich auch nach Business Angels umsehen. Als solche werden vermögende Privatpersonen bezeichnet, die ihr Kapital besonders in der Frühphase gegen Geschäftsanteile in ein Unternehmen investieren. In der Regel verfügen Sie über umfassende unternehmerische Kenntnisse und ein großes Netzwerk. Das Forum des Business Angels Netzwerk Deutschland soll Investoren und Gründer zusammenführen.

Gründerwettbewerbe

Wer auf der Suche nach Venture Capital oder Business Angels ist, sollte so viele Gründerwettbewerbe wie möglich besuchen. Häufig stehen Businessplan-Wettbewerbe auf dem Programm, bei denen Sie Ihre Geschäftsidee einem Publikum voller Investoren vorstellen können. Außerdem winken Preisgelder und zahlreiche Möglichkeiten zu netzwerken. förderland hält Sie über die anstehenden Wettbewerbe auf dem Laufenden.

Gründungszuschuss

Der Gründungszuschuss richtet sich an arbeitslose Gründer und soll ihnen den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern. Er ist aufgeteilt in zwei Phasen, in denen der Existenzgründer in der ersten Phase sechs Monate lang sein individuelles Arbeitslosengeld zuzüglich einer Pauschale von 300 Euro erhält. In der zweiten Phase der Förderung bekommt der Gründer für weitere neun Monate nur noch die Pauschale von 300 Euro. Nach maximal 15 Monaten endet die Förderung. Seit einem neuen Gesetz Ende 2011 liegt es leider im Ermessen der Berater der Arbeitsagenturen, ob der Gründungszuschuss bewilligt wird. Eine Übersicht über die Änderungen im Gründungszuschuss finden Sie hier.

Exist-Gründerstipendium

Exist-Gründerstipendium Studenten mit Gründungsabsichten, wie auch Absolventen und Wissenschaftler können sich jederzeit um das Exist-Gründerstipendium, ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, bewerben. Bei den Gründungen sollte es sich um technologieorientierte oder auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierte Geschäftskonzepte handeln. Die Förderung beinhaltet die Sicherung des persönlichen Lebensunterhalts (800 bis 2500 Euro), bis zu 17.000 Euro für Sachausgaben sowie 5000 Euro für Coachingausgaben. Dabei beträgt die maximale Förderdauer ein Jahr.

Crowdfunding

Wer eine Alternative zu den klassischen Finanzierungsmöglichkeiten sucht, sollte Crowdfunding ausprobieren: Hier entscheidet die Masse durch viele kleine Beträge, ob ein Projekt realisiert wird. Seedmatch (https://www.seedmatch.de/) ist z.B. eine solche Plattform, die sich speziell an Start-ups richtet. Die Präsentation der Idee sowie die Geldtransaktion werden online abgewickelt. Jeder der investiert wird am Gewinn wie auch emotional beteiligt und kann den Verlauf des Projekts mitverfolgen.

Bootstrapping

Wer auf externe Geldquellen verzichten möchte, sollte sich dem Thema Bootstrapping widmen. Diese Form der Gründungsfinanzierung basiert auf der Strategie, das Unternehmen aus eigener Kraft aufzubauen. Die Ausgangslage bildet ein Geschäftsmodell, dass sich nach kurzer Zeit selbst trägt, so dass die Ausgaben gering gehalten werden, die Einnahmen aber so früh wie möglich maximiert werden. Ein ausreichendes privates Startkapital ist jedoch Voraussetzung. Zudem eignet sich diese Form der Finanzierung vor allem für Gründungen, die nicht auf schnelles Wachstum abzielen. Lesen Sie hier einen Erfahrungsbericht. Hier finden Sie außerdem einen Zusammenstellung einiger Gratis- und Fast-Gratis-Lösungen, die Ihrem Start-up ein wenig Schub geben.

Mehr zum Thema "Startkapital"

Einen ausführlicheren Überblick über die zahlreichen Finanzierungsmöglichkeiten finden Sie außerdem in unserem Wissensbereich. Orientierung zum Thema "Startkapital" bieten außerdem die geprüften Berater in der förderland-Beraterdatenbank. Lesen Sie hier, was Sie bei der Auswahl eines Beraters beachten sollten. Hier geht’s zur Berater-Suche.

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