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07.10.13Kommentieren

Die effiziente Entscheidungsfindung: Klare Ziele helfen zu entscheiden

Entscheidungen bedeuten oftmals auch Kompromisse. Daher fallen sie uns oft so schwer - denn wir wollen ungern verzichten. Doch wer sein Ziel klar vor Augen hat, ist eher bereit, auch die unangenehmen Seiten einer Entscheidung zu tragen.

viZZZual.com bei flickr.com (CC BY 2.0)Kürzlich habe ich über Entscheidungsvermeidung geschrieben. Meiner Meinung nach ist es der schwierigste Teil an einer Entscheidung überhaupt, klar zu definieren bzw. sich klar einzugestehen was man eigentlich selbst will – frei von fremden Einflüssen oder vorgeschobenen Motiven. Wie wichtig das ist, hat mir z.B. auch mein Gespräch mit der Sales-Direktorin von Google Ireland, Fionnuala Meehan, gezeigt. Heute möchte ich nun über einen Faktor schreiben, der zur Entscheidungsfindung dringend notwendig ist: Zielsetzung und Zielfindung. 

Jeder muss seine Ziele selbst definieren

Dazu habe ich kürzlich einen schönen Blogpost auf pinkchocolatebreak entdeckt. Die Autorin Jocelina Paixo Fortes, die ich kürzlich in Irland auch persönlich kennenlernen durfte, hat dort das Thema Erfolg und Erfolgsziele aufs Korn genommen. Und stellt fest:

«In our society we tend to define success by external, material things but what good is all this if you’re not happy with it? You can be the most ‘successful’ person in terms of material belongings but if you’re nowhere near having a sense of peace, in my opinion you failed big time. So if you would think of success as a certain feeling you want to achieve, what is your definition of success?»

Im weiteren Verlauf nennt Jocelina in ihrem Blogpost auch ihre persönlichen Ziele – etwa die Freiheit zu haben, den Job auszuüben, der ihr Spaß macht und sie erfüllt. Ziele, wie sie viele andere Freelancer gerade in der Bloggerszene auch haben dürften. Die uns aber vielleicht stark von den Zielen anderer unterscheiden dürften.

Genau hier liegt doch eines der Grundprobleme, wenn es darum geht, Entscheidungen für das eigene Leben zu treffen: Ziele sind sehr individuell. Aus diesem Grund sind auch unsere Entscheidungen oft sehr unterschiedlich, individuell und für andere schwer nachvollziehbar. Im schlimmsten Fall lassen wir uns dann von unserer Entscheidung abbringen. Oder aber wir lassen uns die Ziele von anderen aufpfropfen und sind dann am Ende – wen wundert's – gar nicht so glücklich mit dem Ergebnis unserer Entscheidungsfindung.

Entscheidungen fällen ist ein komplexer Vorgang

Bei bisherigen Beiträgen auf imgriff.com zum Thema «Entscheidungen fällen» ging es vor allem darum, wie man in Notsituationen einen klaren Kopf bekommt und so zur Entscheidung gelangt. Mit dieser Perspektive packen wir das Übel jedoch noch nicht an der Wurzel: Wer auch in schwierigen Situationen richtig und schnell entscheiden will – eine Fähigkeit, die in den meisten Führungspositionen verlangt wird – tut gut daran, sich im Voraus über seine persönlichen Motive klar zu werden. Je klarer man das eigene Ziel vor Augen hat, desto leichter fällt es, auch in stressigen Situationen eine schwierige Entscheidung zu fällen.

Klingt einfach; doch persönliche Ziele zu bestimmen, kann manchmal ganz schön schwer sein. Eine Methode, die imgriff-Autor Ivan Blatter genannt hat, ist etwa die SMART-Methode. SMART steht dabei für spezifisch, messbar, erreichbar (attainable), realistisch, mit einem bestimmten Zeitrahmen verbunden (timely). Mir persönlich ist das jedoch zu abstrakt – mir hat ein Tipp, den Ivan Blatter in einem anderen Artikel nannte, besser gefallen, auch wenn es für den einen oder anderen etwas makaber anmutet: Nämlich sich seine eigene Beerdigung vorzustellen und zu visualisieren.

«Was möchtest Du dort in den Reden über Dich hören? Vielleicht: 'Er war ein fürsorglicher Vater.' Oder: 'Ihre Leidenschaft für die Arbeit kannte keine Grenzen.' Daraus lässt sich dann ein Leitbild formulieren.»

Egal welche Methode man wählt: Wer die eigenen Ziele klar vor Augen hat, dem wird es am Ende leichter fallen, selbst schwierige Entscheidungen zu fällen und gegebenenfalls die notwendigen Kompromisse dafür einzugehen. Einfach deshalb, weil man ganz genau weiß, in welche Richtung es eigentlich gehen soll und es einem dann leichter fällt, auf anderes zu verzichten und auch unangenehme Konsequenzen seiner Entscheidung zu akzeptieren.

 

Bild: viZZZual.com bei flickr.com (CC BY 2.0)

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