Absicherung bei Berufsunfähigkeit und Unfällen

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die finanzielle Absicherung der Arbeitskraft ist ein absolutes Muss. Dafür bestehen unterschiedliche Möglichkeiten. Viele Existenzgründer haben bereits als Arbeitnehmer eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen.


Wer allerdings bisher noch nicht privat abgesichert ist, sollte sich darum bemühen. Als Gründer sind Sie zu Beginn noch über die gesetzliche Rentenversicherung abgesichert, wenn Sie vor der Selbstständigkeit als Angestellter versichert waren. Auch als pflichtversicherter Selbstständiger genießen Sie den gesetzlichen Basisschutz.

In der Regel reichen die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht aus, um den Lebensstandard zu halten. Vergewissern Sie sich zunächst also, dass Sie im Notfall Leistungen aus der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente erhalten. Entscheiden Sie sich dann in aller Ruhe für Ihr weiteres Vorgehen.

Erwerbsunfähigkeits- oder Erwerbsminderungsversicherung

Für gewisse Berufe ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund des Risikos nicht finanzierbar. Dazu gehören künstlerische Berufe oder sehr gefährliche Tätigkeiten. Dann heißt die Alternative private Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder Erwerbsminderungsversicherung. Damit kann der gesetzliche Schutz ergänzt bzw. ersetzt werden. Allerdings bieten bislang nicht alle Versicherer entsprechende Produkte an.

Selbstständige mit eigenem Betrieb können Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung erwägen, denn eine Kanzlei, eine Praxis bzw. ein anderer eigener Betrieb lässt sich meist so gestalten, dass der Versicherte auch bei gesundheitlichen Problemen weiter berufstätig sein kann. In diesem Fall wird keine Berufsunfähigkeit attestiert. Auch Künstler können in der Regel keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, ebenso wie Journalisten.

Unfallversicherung

Unfallversicherungen werden oft als preisgünstige Alternative zu einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung angeboten. Zwar sind die Beiträge für eine Unfallversicherung durchaus geringer als die für eine Berufs- oder
Erwerbsunfähigkeitsversicherung, doch sie decken auch nur einen kleinen Teil des Risikos ab.

Der Unterschied: Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird die Auswirkung unabhängig von der Ursache abgesichert. Bei der Unfallversicherung wird dagegen die Ursache selbst, also der Unfall, abgesichert. Die Auswirkungen hingegen sind nicht versichert.

Eine Unfallversicherung für Solo-Selbstständige kann als Ergänzung zu einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung dennoch sinnvoll sein. Denn Selbstständige sind nicht wie Angestellte bei Arbeitsunfällen oder auf dem Weg zur Arbeit abgesichert. Eine gute Beratung ist unumgänglich. Dabei darf die Beitragshöhe nicht den Ausschlag geben. Es ist wichtig, was von dem Versicherer als "Unfall" betrachtet wird und was vom Schutz ausgeschlossen ist.

Schlagworte zu diesem Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer