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21.09.16

Möbeln und Bürobedarf

So holen sich Unternehmen staatliche Unterstützung für Büromaterial

Quelle: Fotolia.com © Rawpixel.com

Der Staat unterstützt Unternehmen in Deutschland mit einer ganzen Reihe von Förderprogrammen, eine kleine Auswahl von Fördermitteln ist hier zu finden. Tatsächlich sind über 3.500 verschiedene Programme in der frei zugänglichen Datenbank vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter Foerderdatenbank.de verzeichnet, Tendenz steigend. Per Stichwortsuche oder Dropdownmenü filtern interessierte User die Flut der Förderprogramme. Welche Programme unter anderen die Anschaffung von Büroausstattung inklusive Büromaterial bereitstellen, ist Inhalt des folgenden Beitrags.

Gefördert wird nur, wenn der Antrag rechtzeitig gestellt wird

Vorweg sei gesagt, dass die Antragstellung immer geschehen muss, bevor die Anschaffung getätigt wird. Wer zuerst kauft, und nachträglich an Antrag stellt, wird keine Zusage erhalten. Außerdem müssen Anträge in der Regel eine Aufstellung der geplanten Investitionen und Ausgaben beinhalten.

Aus diesem Grund müssen Antragsteller vorher wissen, was Büroausstattung und Büromaterial kosten. Wichtig: Der spätere Verwendungsnachweis, den eine Förderbehörde anfordert, muss mit Rechnungen abgesichert werden. Das heißt, Antragsteller sollten sich im Vorfeld einen konkreten Anbieter suchen und zur eigenen Sicherheit eine Auflistung der Materialien und Produkte anfertigen. Am schnellsten geht das bei Online-Shops, die die Artikel sinnvoll gegliedert anbieten und die Preise brutto/netto anzeigen.

Bei Engelbert-Strauss.de sind die Büroartikel übersichtlich zusammengestellt. Sortiert nach Kategorien finden User schnell alles, was sie benötigen. Die Preisangaben sind praktischerweise mit und ohne Mehrwertsteuer angegeben.

Praxistipp: Die Förderbehörden arbeiten in der Regel mit Nettopreisen. Zu buchhalterischen Zwecken empfiehlt es sich, die Preise aufgesplittet nach Netto, Mehrwertsteuer und Brutto darzustellen.

Gründungs- und Wachstumsfinanzierung für Unternehmen

Egal, wie alt ein Unternehmen ist, es gibt für jedes Betriebsalter das passende Programm, auch für frisch gegründete. Wenn es um die Förderung für die Anschaffung von Bürobedarf geht, müssen Unternehmer umdenken. Das Vokabular, mit dem öffentliche Fördermittel arbeiten, ist an das Steuerfach angelehnt. Förderbehörden sprechen von Betriebsmitteln, wenn Verbrauchsgüter (=Betriebsmittel) gemeint sind. Der Begriff Investitionsgüter hingegen meint Anschaffungen von teureren Gegenstände wie zum Beispiel Schreibtische, Computer und Schränke. Die Unterscheidung ist in der Praxis nicht ganz so ausschlaggebend, denn die relevanten Förderprogramme unterstützen die Anschaffung von Investitionsgütern und von Betriebsmitteln in fast allen Fällen in Kombination.

Merke: Die Richtlinien der Förderprogramm immer vollständig und sorgfältig lesen. Bei Unklarheiten einfach zum Telefonhörer greifen und die Förderstelle um Unterstützung bitten.


Fristen und Termine spielen bei Fördergeldern eine große Rolle.
Sie müssen genau eingehalten werden.

Unter den Begriff Betriebsmittel fällt auch Büromaterial

Wenn in Förderprogrammen von Betriebsmitteln die Rede ist, dann gehören aus dem Bereich des Bürobedarfs zum Beispiel die folgenden Dinge dazu:

 
  • Papier
  • Mappen
  • Stifte
  • Blöcke
  • Ablagekörbe
  • Locher
  • Hefter
  • Aktenordner
 
 
  • Register
  • Rückenschilder
  • Laminiergeräte
  • Druckerpatronen
  • Putzmittel
  • Hygieneartikel
  • Kaffee
  • Getränke

Auch alles andere, was an Verbrauchsgütern in Büro, Büroküche, Werkstatt oder Lager anfällt, lässt sich unter dem Begriff „Betriebsmittel“ subsumieren. Der Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung lässt sich unter anderem über Förderprogramme finanzieren, die den Punkt „Investitionsgüter“ inkludieren. Dazu gehören zum Beispiel diese Gegenstände:

 
  • Schreibtische
  • Schreibtischstühle
  • PCs
  • Monitore
  • Drucker
  • Kaffeeautomaten
 
 
  • Empfangstheke
  • Telefonanlage
  • Besprechungstisch inklusive Bestuhlung
  • fest verklebte Teppichböden/Bodenbeläge
  • Hochwertige Beleuchtung
  • Klimaanlage

Die obenstehenden Auflistungen stellen Beispiele dar und sind keinesfalls vollständig. Bei besonderen Anschaffungsgütern, sei es im Bereich Betriebsmittel oder Investitionsgüter, sollten potenzielle Förderempfänger vorab bei der Förderstelle nachfragen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Im schlimmsten Fall versagen die Behörden die Förderung und übernehmen die Kosten nicht.

Klein- und Kleinstgründungen: Diese Förderprogramme sind interessant

Besondere Förderangebote für Gründungen bis maximal 100.000 € Kapitalbedarf sind

  • ERP-Gründerkredit (Startgeld), siehe auch Kfw.de
  • Gründungszuschuss für die Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus

Beispiel: Im ERP-Gründerkredit können faktisch bis zu 30.000 € für Betriebsmittel ausgegeben werden, eine hilfreiche Unterstützung für Existenzgründer.

Förderprogramme für bestehende Unternehmen

Je nach Programm müssen antragstellende Unternehmen mindestens 3, manchmal auch 5 Jahre alt sein. Es gibt aber auch Programme im Rahmen einer Wachstumsfinanzierung, die Unternehmen akzeptieren, die erst einem Tag alt sind. Hier ist (wie immer!) ganz wichtig, die Förderrichtlinien genau zu studieren.

  • Investitionszuschüsse nach der Gemeinschaftsaufgabe GRW
  • KfW-Unternehmerkredit

Im zuerst genannten Programm profitieren Unternehmen sogar von nicht rückzahlbaren Zuschüssen, im zweiten Programm handelt es sich um ein Darlehen.

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