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Weniger Kosten und mehr Transparenz: Die zentrale Rolle des Behältermanagements für Unternehmen

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Noch immer wird die Rolle des Behältermanagements von vielen Unternehmen deutlich unterschätzt. Experten sagen häufig, Behälter gehörten in der Logistik zu den Dingen, die man erst vermisse, wenn sie weg seien.

Ein gezieltes Management sei von zentraler Bedeutung, denn es könne Kosten sparen und verhindern, dass die Produktion des eigenes Hauses unbeabsichtigt gehemmt werde. Elektronische Hilfsmittel sorgen für die nötige Effektivität. 

Warum Behältermanagement wichtig ist: Ein Fallbeispiel 

Besonders die Automobilbranche ist auf ein funktionierendes Behältermanagement angewiesen. Wann immer ein Konzern seine Produktion erhöhen möchte, hat dies zur Folge, dass die Zahl der sogenannten Halbfertigteile drastisch ansteigt. Das Unternehmen selbst schickt die Teile an die Produktionsstätten zur Weiterverarbeitung und benötigt deshalb eine große Zahl neuer Behälter. Zudem erhält es von den Zulieferern zahlreiche Halbfertigteile, die im schlimmsten Fall unterschiedlich verpackt sind. Dies hat zwei Konsequenzen: Zum einen entstehen Kosten für die Anschaffung neuer Behälter. Zum anderen verliert man die Übersicht darüber, welche Teile von den Zulieferern sich in welchen Transportverpackungen befinden. Die Produktion wird teurer als geplant und zugleich gehemmt. 


Effektives Behältermanagement löst das Problem 

Dieses Fallbeispiel aus der Automobilbranche lässt sich auf praktisch jedes fertigende Unternehmen übertragen. Um die auftretenden Schwierigkeiten zu meistern, empfiehlt sich die Einführung eines professionellen Behältermanagements. Die zentralen Bausteine von diesem sind: 

  • Behälter-Versorgungskonzept
  • Behälter-Standardisierung auch für die Zulieferer 
  • Behälter-Identifikation 
  • Behälter-Disposition
  • Behälter-Monitoring  

Behältermanagement ist ein IT-gestützter Kreislauf 

Die genannten Punkte helfen dabei, den Bedarf an Behältern zu ermitteln - und zwar sowohl intern (im eigenen Konzern) als auch extern (von Zulieferern) und diese zu standardisieren. Auf diese Weise wird eine einfache Identifikation möglich. Als Tipp hierbei: Modernes Behältermanagement versieht zudem jeden Behälter mit einem Strichcode oder noch besser mit einem Mikrochip. Beide geben sofort Auskunft über den Inhalt, außerdem ermöglichen sie die sofortige Identifizierung des Behälters. Die Verteilung der Behälter wird über einen Kreislauf durchgeführt, denn so wird gewährleistet, dass die Behälter mehrfach verwendet werden können. 


Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen einem internen und externen Teil des Kreislaufs:

Aus Gründen der Einfachheit werden die Behälter auch die Zulieferer weitergereicht, die diese verwenden sollen. Zudem trennt man nach Vollgut sowie Leergut: Vollgut meint, dass die Behälter derzeit gefüllt sind und deshalb nicht verwendet werden können. Leergut sind folglich unbefüllte Behälter, die sich auf dem Rückweg befinden und erneut eingesetzt werden können. Wo sich welcher Behälter befindet, lässt sich mit dem passenden IT-System sehr leicht nachvollziehen.


Kriterien für erfolgreiches Behälter-Management: Geringere Durchlaufzeiten & weniger Schwund

Zwei Kriterien zeigen dabei an, wie effektiv das Behälter-Management funktioniert. Zum einen sollten die Durchlaufzeiten deutlich gesenkt werden. Darunter sind die Zeiten zu verstehen, in denen die Behälter unbenutzt im Lager oder beim Zulieferer stehen. Zum anderen sollte der Behälter-Schwund deutlich zurückgehen. 


Behälter-Monitoring wird elektronisch 

Die wichtigsten Neuheiten im Bereich des Behälter-Managements dienen dazu, die beiden Ziele zu erreichen und betreffen das Monitoring. Hier wird vermehrt mit elektronischen Hilfsmitteln gearbeitet. In den Behälter integrierte Chips zeigen beispielsweise an, wann er wieder beladen wird und geben so Auskunft über die Durchlaufzeiten. Zudem können die Ladearbeiter auch Informationen vermerken, die beispielsweise anzeigen, dass der Behälter bald repariert werden muss. So ist es möglich, ihn geplant aus dem Kreislauf zu entfernen. 

Fazit: Behältermanagement ist wichtig - und braucht elektronische Unterstützung

Über ein gezieltes Behältermanagement können Unternehmen Kosten sparen und Transparenz schaffen. Auf diese Weise werden ungewollte Produktionshemmnisse vermieden. Damit das Management effektiv gelingt, ist elektronische Unterstützung unverzichtbar: Über ein passendes IT-System wird beispielsweise der Kreislauf der Behälter gesteuert und kontrolliert. Mikrochips in den Behältern geben Auskunft über deren Inhalt und Zustand sowie ihren Aufenthaltsort.

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