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27.02.13Kommentieren

Betriebliche Altersvorsorge

Der Win-Win-Effekt für den cleveren Unternehmer

Die betriebliche Altersvorsorge ist ein gute Instrument Mitarbeiter zu binden, auch in der Gründungsphase. Kleine, neue Unternehmen können so Sozialversicherungsbeiträge sparen und gute Mitarbeiter für sich gewinnnen.

Ein Beitrag von Rayk Hahne

Es kommt der Tag im Leben eines Gründers, an dem die anfängliche Euphorie über die
Freiheit und die tollen Projekte verfliegt; und er sich mit der harten Realität der deutschen
Bürokratie auseinander setzen muss. Begriffe wie: Steuern, Sozialversicherungsbeiträge
(SV-Beiträge) oder Rentenvorsorge werden zum Thema und stehlen wertvolle „Gründerzeit“.

 

Doch Nachlässigkeit in diesem Bereich wird hart bestraft. Die Weggefährten von einst
möchten an dem Erfolg des Unternehmens beteiligt werden. Aus dem projektbezogenen
Freiberufler werden Festangestellte. Damit einher gehen massive Veränderungen seitens
der Arbeitgeberpflichten. Die Abführung der Lohnsteuer, das Zahlen der Sozialabgaben
und

die Entwicklung einer Rentenvorsorge für die Mitarbeiter müssen

gewährleistet werden. Sonst kann es schnell dazu kommen, dass die

Mitarbeiter wieder in stabilere Strukturen wechseln, die bei größeren Arbeitgebern herrschen. Sicherlich ist dieser Umstand nicht erstrebenswert. Untermauert wird diese Aussage durch den

2012 im Spiegel erschienen Artikel.

Der Artikel veranschaulicht, dass

für Angestellte es sehr wichtig ist, dass „Unternehmen ein ernsthaftes

Interesse am Wohlbefinden der Mitarbeiter haben“.

Mitarbeiter

legen neben dem Gehalt und dem Arbeitsklima großen Wert auf

Absicherungdurch den Arbeitgeber. Daher stellt sich die Frage: Mit

welchem System kann der  Arbeitgeber einen Mehrwert für sich und seinen Mitarbeiter schaffen? Eine Lösung: die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Was sich zunächst sehr trocken und wenig spannend anhört, entpuppt sich schnell als wirksames Instrument um Mitarbeiter zu binden und Sozialversicherungsbeiträge zu sparen.


Doch was genau ist eine betriebliche Altersvorsorge?

Pro‘s und Con‘s der betrieblichen Altersvorsorge:

Pro:

  • jeder Arbeitnehmer hat einen rechtlichen Anspruch auf eine bAV 

  • Arbeitgeber muss eine bAV anbieten aber nicht zahlen

  • idR. geringe Kosten des Vertrages

  • hohe garaniterte Rendite und eine Zusatzrendite

  • die Entgeltumwandlung aus dem Brutto führt zu einer Ersparnis von SV-Beiträgen

  • die bAV ist Konkurs geschützt und vor Sozialämtern sicher

  • bAV ist unverfallbar und wird in jedem Fall ausgezahlt

  • bei Arbeitgeberwechsel kann die bAV weitergeführt werden und ist übertragbar

 Contra:

  • die Rente wird, wie die meisten anderen Renten auch im Alter besteuert

  • der Vertrag ist nicht verkauf- oder verpfändbar

  • regelmäßige Zahlung notwendig

  • Auszahlung erst ab dem 60. Lebensjahr

Am besten lässt sich das an einem kleinen Rechenbeispiel veranschaulichen.
(Hochrechnung für einen Arbeitnehmer)  In

diesem individuellen Exemplar wird der Unterschied mit einer

Gehaltsumwandlunggezeigt. Auf der linken Seite ohne eine Umwandlung und

auf der rechten Seite mit einer  Gehaltsumwandlung. In den einzelnen

Stufen wird gezeigt welche Beiträge sich wieverändern, und was das

Wichtigste ist: Welchen Nettoaufwand trägt sowohl der  Arbeitgeber und welchen der Arbeitnehmer?


Besonders interessant ist der letzte Abschnitt der Tabelle. Für nur 55,80€
Nettoaufwand  wird ein 147,50€  Sparplan erstellt. Dabei werden sogar noch Steuern und Sozialabgaben gespart. Der

Arbeitnehmer muss nur wenig Eigenmittel bereit stellen und kann ein

hohes Sparzielerreichen. Klar sollte jedoch sein, dass es sich bei

dieser Art der Altersvorsorge nur um einen Baustein handelt. Da dieser

auf Grund der schlechten Verfügbarkeit nur durch den Zuschuss des

Arbeitgebers so attraktiv wird.
Auf der Arbeitgeberseite wird für nur 47,50€  ein wirklicher Mehrwert für sein Angestellten
geschaffen. Welche

Anlagevariante jedoch die Richtige ist, und welche Form der

betrieblichen Altersvorsorge für dein Unternehmen geeignet ist, sollte

stets mit einem persönlichen Gespräch heraus gefunden werden.

Gerald Hoff und Rayk Hahne beraten Unternehmen und Privatpersonen rund um das Thema

Geld. Von der Finanzentscheidung bis hin zu steuerlichen und

betriebswirtschaftlichen Aspekten helfen Sie Start Ups und bestehenden

Unternehmen beiallem was nicht das Tagesgeschäft ausmacht.

Autor: Rayk Hahne

Unternehmens- und Finanzentwickler
Rayk Hahne

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