Arbeitslosengeld - Anspruchsdauer, Höhe, Sozialverischerungsbeiträge

Anspruchsdauer

Die Dauer des Arbeitslosengeldanspruchs richtet sich nach der Dauer des versicherungspflichtigen Verhältnisses in den letzten drei Jahren (Rahmenfrist plus ein Jahr) sowie dem Lebensalter.



Höhe des Arbeitslosengeldes

Arbeitslose mit mindestens einem Kind/ Pflegekind, bzw. Arbeitslose, deren Partner ein Kind hat, erhalten 67 Prozent ihres pauschalierten Nettoentgeltes als Arbeitslosengeld ausbezahlt (erhöhter Leistungssatz). Alle anderen Arbeitslosen erhalten 60 Prozent ihres pauschalierten Nettoentgeltes (allgemeiner Leistungssatz).

Das pauschalierte Nettoentgelt ergibt sich, unter Berücksichtigung der Lohnsteuerklasse des Arbeitslosen, aus dem Bruttoentgelt, das der Arbeitslose im Bemessungszeitraum verdient hat.

Der Bemessungszeitraum ist das Jahr, das dem Leistungsbezug vorausgeht, sofern der Arbeitslose in diesem Jahr mindestens 150 Tage versicherungspflichtig beschäftigt war. Ist dieser Fall nicht gegeben, erweitert sich der Bemessungszeitraum um ein weiteres Jahr. Wenn auch für diesen Zeitraum keine 150 Tage versicherungspflichtige Beschäftigung vorliegen, wird der Arbeitslosengeldberechnung ein fiktives Arbeitsentgelt zugrunde gelegt, das anhand einer Einstufung des Arbeitslosen in ein von vier Entgeltstufen festgelegt wird. Die Einordnung erfolgt nach der Qualifikation des Arbeitslosen.

Wurde für den Bemessungszeitraum das Bruttoarbeitsentgelt bestimmt, werden davon pauschal 21 Prozent für die gesetzliche Sozialversicherung, die Lohnsteuer sowie der Solidaritätszuschlag abgezogen. Dadurch erhält man dann das pauschalierte Nettoentgelt.

Das pauschalierte Nettoentgelt weicht meist vom tatsächlichen Nettoentgelt ab, das der Arbeitslose bei seiner letzten Tätigkeit tatsächlich bezogen hat.

Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung

Während des Arbeitslosengeldbezuges ist der Arbeitslose grundsätzlich in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung pflichtversichert. Die Beiträge übernimmt die Bundesagentur für Arbeit. Es besteht aber die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Diese Möglichkeit besteht dann, wenn der Arbeitslose in den letzten fünf Jahren vor Bezug des Arbeitslosengeldes nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert war.

Arbeitslosengeldempfänger sind auch in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert, vorausgesetzt sie waren ein Jahr vor Bezug des Arbeitslosengeldes zuletzt pflichtversichert. Ansonsten besteht die Möglichkeit,  einen Antrag auf Pflichtversicherung zu stellen. Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung übernimmt die Bundesagentur für Arbeit.

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