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15.02.10Kommentieren

Interview mit Dominik Matyka, plista

"Weltweit erstes präferenzbasiertes Werbenetzwerk für Publisher und Advertiser"

Auf dem riesigen Markt der deutschen Werbeunternehmen ist es schwierig, Marktnischen zu finden und auszunutzen. Dominik Matyka, Gründer des Werbenetzwerkes plista.com, hat es dennoch geschafft. Im Gespräch mit förderland erzählt uns genaueres über das Unternehmen, seine Anfänge und seine Zukunftsaussichten.

förderland: Hallo Herr Matyka, würden Sie sich unseren Lesern kurz vorstellen. Wie sieht Ihr bisheriger beruflicher Werdegang aus?

Dominik Matyka: Von Hause aus bin ich Betriebswirt, seit einigen Jahren begeisterter Internetunternehmer, seit Mitte 2008 Gründer und Geschäftsführer von plista.com, einem präferenz-basierten Werbenetzwerk. Zeitweilig engagiere ich mich als Supporter junger und innovativer Medien-Start-ups.

Was genau verbirgt sich hinter plista.com?

Matyka: plista ist das weltweit erste präferenzbasierte Werbenetzwerk für Publisher und Advertiser - ähnlich wie Google AdSense, aber präziser und einfacher. Wir analysieren webseitenübergreifend das Leseverhalten der Webseitenbesucher und liefern nach dem Amazon Prinzip "Leute , die das lesen, lesen/kaufen auch...", oder "Das könnte Sie auch interessieren", die Werbeanzeigen aus.

Diese Werbeanzeigen entsprechen den Interessen des jeweiligen Webseitenbesuchers, die folglich von deutlich höherer Relevanz sind und um ein vielfaches häufiger geklickt und wirksamer wahrgenommen werden. Publisher erzielen durch uns zusätzliche Einnahmen und Advertiser erreichen effizienter ihre Zielgruppe und gewinnen neue Kunden.

Erzählen Sie uns bitte etwas zur Entwicklung des Unternehmens, wie haben Sie insbesondere die schwierige Startphase finanziert?

Matyka: Die Frühphase unseres Unternehmens wurde überwiegend von uns Gründern selbst getragen. Andreas Richter, Christian Laase und ich investierten einen sechs stelligen Betrag.

Nach unserem erfolgreichen Markteintritt, folgten zuerst Business Angels (z. B. Peter Schüpbach) und kurz danach eine weitere Finanzierungsrunde, die uns mit genügend Kapital ausgestattet hat.

Dieses Jahr planen wir bereits mit unserem Break-Even und erfüllen unsere persönlichen Erwartungen und die unserer Investoren.

plista steht im Finale des Red Herring 100 Global Awards. Wie wichtig ist für ein Start-up die Anerkennung durch Business-Wettbewerbe?

Matyka: Hier muss man interne und externe Vorteile differenzieren. Es ist intern für die intrinsische Motivation der Mitarbeiter ein relevanter Faktor. Für externe Beziehungen sorgen Auszeichnungen für Reputation und Anerkennung.

Generell ist es aber auch eine positive Rückmeldung, damit das Unternehmen für sich sieht, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet.

Die Zahl der deutschen Werbeunternehmen wächst kontinuierlich, so auch die Zahl der angebotenen Werbekonzepte. Wie wichtig ist es für ein erfolgreiches Unternehmen, sein eigenes Angebot stets neu zu überdenken?

Matyka: Die Grundstruktur eines Unternehmens sollte von Anfang an erfolgreiches Potential vorweisen und ist in der Regel nicht ohne weiteres erneuerbar.

Angebote können und müssen aber regelmäßig an neue Kundenwünsche angepasst werden. Diese verändern sich mit der Zeit und der Kunde verlangt stets nach der besten Lösung. Der Werbemarkt ist sehr dynamisch und erfordert eine stetige Weiterentwicklung.

Ist ein genereller Entwicklungstrend in der deutschen Werbelandschaft zu verzeichnen?

Matyka: Der Trend geht sicherlich immer weiter zu messbaren und peformance-orientierten Werbeformen. Klassische Online-Werbeformen wie Display Ads zeigen eine vergleichbare geringe Wirkung und werden von Internetnutzern ignoriert. Hier sind neue und innovative Werbeformen gefordert, die neue Vermarktungsmöglichkeiten für Publisher ermöglichen und Advertiser einfach besser werben können.

Der Trend zu Werbenetzwerken wird sich zudem intensivieren, reine Targeting-Dienstleister konsolidieren und webseitenübergreifende Angebote gewinnen an Bedeutung.

Was sind die Pläne für plista.com im Jahr 2010?

Matyka: Wir möchten dieses Jahr insgesamt mindestens 500 neue Publisher als Partner gewinnen und offensiv in die Vermarktung dieser Flächen einsteigen. Ende des Jahres beginnen wir unsere Internationalisierung, wobei wir in Frankreich bereits einen der größten Zeitungsverleger als Partner begrüßen dürfen.

Um unsere Ziele für dieses Jahr zu erreichen, erweitern wir unser Personal und werden im Jahresverlauf von 30 auf voraussichtlich bis zu 60 Mitarbeitern wachsen.

Ihr Angebot unterteilt sich in die Unternehmens-Zweige Publisher und Advertiser, was ist darunter zu verstehen und worin unterscheidet sich das Werbeformat von plista von anderen Anbietern?

Matyka: Publisher und Advertiser haben verschiedene Bedürfnisse, die aber nur gemeinsam gelöst werden können. Publisher erhalten von uns zusätzliche Premium-Werbflächen. Diese Werbeflächen können wiederum von Advertisern gezielt gebucht werden.

Der Unterschied von plista zu anderen Werbeformaten ist, dass unsere Werbeflächen präferenzbasiert sind. Wir analysieren Webseiten-übergreifend die Interessen und das Surfverhalten von Webseiten-Besucher. Der jeweilige Webseiten-Besucher erhält von uns nur Werbeanzeigen, die für ihn persönlich eine hohe Relevanz vorweisen können. Das erhöht um ein vielfaches die Klickwahrscheinlichkeit und erhöht folglich die Relevanz der Werbeanzeigen.

Hatten Sie gerade am Anfang Schwierigkeiten, Ihr Angebot zu vermitteln? Wie schnell haben Sie Kunden gewinnen können?

Dominik Matyka: Mit unserem Investor DuMont Venture hatten wir gleich einen sehr kompetenten Partner an Board. Sie haben uns ermöglicht, dass wir mit dem Kölner Stadtanzeiger gleich den ersten Partner gewonnen haben.

So konnten wir vor allem in der Anfangsphase auf dieses Vorzeigebeispiel verweisen und so binnen weniger Monate an die 150 Publisher gewinnen - wie z. B. foerderland.de.

Herr Matyka, vielen Dank für das Interview!

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