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09.12.10

Neuvorstellung

Rabees.com - Bienen sind nützlich, aber nicht bei dieser App!

Gestern erblickte ein neuer Location-based Service das Licht der Welt. Bei Rabees, wie die Software heißt, handelt es sich um eine Mischung aus wohlbewährten wie angesagten Geschäftskonzepten aus den USA. Schauen wir uns Rabees etwas genauer an.

Bei Rabees.com handelt es sich um eine mobile Rabatt-Community und nicht etwa, wie der Name auch vermuten lässt, um ein Fan-Portal für jüdische Geistliche. Der Name setzt sich aus den Begriffen "Rabatt" und "Bees", also Bienen zusammen. Für sein Konzept hat das Bielefelder Start-up einige bekannte Paten aus den USA herangezogen. Insesondere wäre da foursquare zu erwähnen - denn auch bei den Rabees sammelt der User GPS-gestützt so genannte "Sticker" (bei foursquare "badges") ein, die er dann bei einem der kommerziellen Rabees-Partner gegen einen Rabatt eintauschen kann. Hierfür stehen den Partnerunternehmen "Challenges", also selbst definierte Aufgaben, zur Verfügung, die dem User gestellt werden. Dieses Prinzip findet sich auch im Angebot des angesagten US-Start-ups scvng wieder. Weitere Möglichkeiten der GPS-gestützen Werbung bieten simple Gutscheinfunktionen und Vor-Ort-Angebotsvermittlung. Shops, die einen interessieren, können hierbei abgespeichert und für späteres Shopping wieder zu Rate gezogen werden.

Den Aufhänger für diese Rabatt-Angebote bietet eine Art Story, die mit Bienen zu tun hat, dementsprechend sind auch einige Aufgaben mit dieser Thematik verknüpft. So muss der User auf virtuelle Bienenjagd gehen und digitale RuBees einfangen. Dazu gilt es, das Smartphone als eine Art Insektennetz zu missbrauchen. A propos Smartphone: Die Software kommt als App fürs iPhone heraus und ist auch dementsprechend über Apples AppStore zu beziehen.

Ob dieses digitale Bienenfangen nicht ein wenig zu naiv für den erwachsenen Anwender ist, überlassen wir einmal dem individuellen Geschmack - doch überflüssig ist es allemal, da die App durch diese Bienenstory keinerlei Mehrwert erlangt, sondern eher unnötig verkompliziert wird. Auch das eigentliche "Spiel", wie es von den Machern genannt wird, ist überhaupt nicht als solches ersichtlich - allerhöchstens sind einige spielähnliche Elemente zu erkennen. Schade, denn im Grunde könnte man das Rabattieren per Smartphone durch einen Spielrahmen durchaus um einiges interessanter machen. Doch dieses Spiel sollte eine Herausforderung sein und das Sandkastenniveau der Rabees-Spielelemente um einiges übersteigen. Dennoch ist die Anwendung professionell umgesetzt - sowohl vom grafischen Gesichtspunkt, als auch in der Funktion.

Hinter dem Projekt steht ein Unternehmen namens adnomics GmbH, das dieses Jahr gegründet wurde. Die Gründer heißen Jens Schüler und Lars Wilde. Die App ist ab dem 8. Dezember erhältlich und nutzbar.

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