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19.04.11Kommentieren

Interview mit Süleyman Acar, King Keks

"Neben dieser Entwicklung brauchen wir eine größere Reichweite, weitere Werbepartner und Kapital"

Das Start-up King Keks kombiniert aktuelle Trends zu einem neuartigen Geschäftskonzept. Mit dem hat das Team beim Rhein-Neckar-Elevator Pitching am 8. April in Mannheim den zweiten Platz belegt. Im Interview mit förderland erklärt Mitgründer Süleyman Acar seine Idee und spannende Einblicke in das Innenleben seines Start-ups.

Das Gründerteam von King Keks und ein glücklicher GewinnerDas Gründerteam von King Keks und ein glücklicher Gewinner

förderland: Hallo Herr Acar, stellen Sie sich doch bitte kurz unseren Lesern vor! Sie haben ja bereits als Student Ihr eigenes Unternehmen gegründet!

Süleyman Acar: Sehr gerne. Mein Name ist Süleyman Acar und ich bin der Mitgründer und Geschäftsführer von King Keks. Ich hatte mich bereits 2005 während meines Studiums der Sozialwissenschaften an der Universität Mannheim zusammen mit einem Kommilitonen selbstständig gemacht. Wir haben Marktforschung für Mittel- und Kleinstbetriebe angeboten. Das haben wir jedoch dann auf Eis gelegt, da sich mein damaliger Geschäftspartner gegen eine Selbstständigkeit nach dem Studium entschieden hat.

Ihr derzeitiges Projekt nennt sich King Keks und kombiniert sehr geschickt aktuelle Trends. Worum geht es da genau?

Acar: Wir wollen keine billige Kopie ohne Alleinstellungsmerkmal sein. Deshalb haben wir mit King Keks ein Modell geschaffen, das durchdacht und wirklich innovativ ist.

Durch Spiel, Spaß und Spruch verbinden wir intelligente und motivierende Glückskekssprüche mit attraktiven Gewinnen. Täglich gibt es Hauptpreise zu gewinnen sowie exklusive Rabattgutscheine, die jeder direkt nach der Teilnahme bekommt. Die Teilnahme an King Keks ist kostenlos und ohne Registrierung möglich. Jeder, der einen Facebook Account hat, kann über die King Keks Facebook Applikation einfach und schnell an den täglich kostenlosen Verlosungen teilnehmen, um dem Glück auf den Keks zu gehen!

Für den Werbepartner hingegen ist King Keks eine innovative Werbeplattform, um seinen Shop oder seine Marke für 24 Stunden zu platzieren und die Werbebotschaft durch Rabattgutscheine zu verbreiten. Dies bringt ihm Neukunden, Umsatz und auch Branding Effekt wie z. B. neue FB Fans, da wir die Fanpage mit in die Verlosung integrieren. Eine weitere Besonderheit ist unser Gebührensystem. Neben den veralteten Gebührenmodellen, die nach Impressions-Werbung abrechnen, wird bei uns mit einem performance-orientiertem Gebührensystem gearbeitet.

Wie ist die Idee entstanden? Und vor allem: der Name?

Acar: Die Idee als solche ist im Dezember 2010 entstanden, als King Keks noch ein anderes Konzept hatte. Damals haben wir einen Adventskalender mit gesponsorten Gutscheinen von Online Shops parallel zu unserem damaligen Konzept gestartet und gesehen, dass die Resonanz sehr positiv war, sodass wir einen Relaunch im Januar 2011 gestartet haben. Aufgeben kam für mich zu keinem Zeitpunkt in Frage, daher haben wir nach einer Anpassung unseres Konzepts an den Markt gesucht.

Der Name King Keks ist abgeleitet von den Glückskeksen, die man normalerweise im China Restaurant bekommt. Da wir unsere King Keks Fans täglich mit einem Glückskeksspruch für die kostenlose Teilnahme erfreuen, musste auf alle Fälle das Wort "Keks" mit in den Namen. Da es täglich bei uns auch mindestens einen Gewinner gibt, kam der Name "King" noch dazu. Und gebacken war der Name "King Keks".

Wie akquirieren Sie die nötigen Werbepartner für das Projekt? Müssen Sie da eine Menge Überzeugungsarbeit leisten? Oder sind Facebook & Co. inzwischen bei allen Unternehmen angekommen?

Acar: Wir akquirieren unsere Werbepartner, indem wir sie per E-Mail über King Keks informieren. Einige sind auch schon von sich aus aufmerksam geworden und kamen auf uns zu, um eine Kampagne zu machen. Ich habe mich auch mit vielen Marketing Experten in meinen Gesprächen über King Keks und unseren Ansatz unterhalten. Alle sind der Meinung, dass wir einen sehr innovativen und sinnvollen Ansatz haben und dieser allen Beteiligten einen Mehrwert bringt. Ich nenne es daher auch "win³", da mein persönliches Interesse auch stark darin besteht, dass die Kampagnen für alle Früchte tragen. Aus diesem Grund ist für mich die Planung im Vorfeld mit dem Werbepartner auch sehr wichtig.

Wir haben ein gutes und innovatives Produkt, das zeitgemäß mit Facebook eng verknüpft ist. Ansonsten hätten wir nicht bereits mit über 50 Werbepartnern in den ersten 3 Monaten zusammenarbeiten können.

Was sind ansonsten eure größten Herausforderungen?

Acar: In erster Linie geht es mir darum, unsere bereits vorhandenen Prozesse zu festigen und drum herum eine funktionierende Organisation hochzuziehen. Neben dieser Entwicklung brauchen wir eine größere Reichweite, weitere Werbepartner und Kapital. Diese Aufgaben in einer kurzen Zeit unter einen Hut zu bringen, ist für mich aktuell die größte Herausforderung.

Beim Rhein-Neckar-Elevator Pitching am 8. April in Mannheim haben Sie den zweiten Platz belegt. Wie haben Sie die Juroren überzeugt? Und vor allem: Haben Sie Kontakte zu potentiellen Investoren knüpfen können?

Acar: Bei jedem 4 min. Pitch, den ich an diesem Tag gemacht habe, war den Juroren (Business Angels oder VC's) alles bereits nach wenigen Minuten schlüssig und klar. Es gab keine unlogischen Zusammenhänge oder Ungereimtheiten. Auch haben die meisten Juroren die hohe Skalierbarkeit des Konzepts schnell erkannt. Das hat sicher noch zusätzlich geholfen, Begeisterung für King Keks zu schaffen. Des Weiteren bin ich ja als Gründer zu 200 Prozent hinter dem Konzept, was sicher das "i-Tüpfchen" der Präsentation war. Faszination für sein eigenes Konzept ist meiner Meinung nach ein wichtiges Fundament, um auch Faszination weiter geben zu können.

Im Anschluss an die Veranstaltung haben wir - in der Tat - einige wertvolle Kontakte geknüpft und stecken auch mit potentiellen Investoren in Gesprächen.

Was haben Sie darüber hinaus von der Veranstaltung mitgenommen? Können Sie anderen Gründern das Event empfehlen?

Acar: Ich kann die Veranstaltung allen Gründern empfehlen. Man bekommt Feedback über sein Konzept und lernt interessante Investoren und auch andere Gründer kennen. Das Ganze in einer recht lockeren und unverkrampften Atmosphäre. In Facebook Sprache: Like - für die Veranstaltung.

Was sind Ihre nächsten Ziele und wie wollen Sie die erreichen?

Acar: Mein nächstes Ziel ist es, mit meiner Familie einen schönen Grillnachmittag im schwäbischen Gärtchen zu genießen. Dafür werde ich noch leckere Steaks, türkische Knoblauchwürste (Sucuk, für die Kenner) und eine Packung Holzkohle besorgen. Kommen Sie doch einfach mit der Redaktion vorbei, für türkische Gastfreundschaft in der schwäbischen Provinz haben wir immer ein "Plätzchen" frei.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg!

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