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19.02.10Kommentieren

Serie Kapitalgeber

Holtzbrinck Ventures - Das Imperium kauft ein

Nicht alle, doch viele Gründungen sind von Beteiligungskapital abhängig. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Der Gründer geht kein persönliches finanzielles Risiko ein und bekommt überhaupt erst massive Mittel an die Hand, größere Investitionen zu tätigen. Das Kapital kommt meist von Venture-Capital-Unternehmen. In unserer Wissens-Serie stellen wir jede Woche einen dieser Fonds vor. Heute: Holtzbrinck Ventures

Schon recht früh, im Gegensatz zu manchem Konkurrenten, erkannte die Verlagsgruppe Holtzbrinck, dass das Publizieren im Web dem Publizieren in einer Zeitung gar nicht so unähnlich ist. Ausgestattet mit dieser Erkenntnis und einer ganzen Stange Geld gründetete sich 1998 die Risikokapital-Abteilung Holtzbrinck Ventures aus und sollte von da an zu einem großen Mitspieler im deutschen Internetmarkt werden.

Holtzbrinck Ventures scheint bei seinen Bestrebungen eine Mischstrategie aus Exit-orientiertem Investment und einem strategischen Zukauf für den Konzern zu fahren. Einerseits werden Social-Communities wie beispielsweise die VZ-Gruppe, Parship oder Panfu angekauft, andererseits Start-ups, die in der Werbewirtschaft mitspielen, wie etwa Adscale oder Proximic. Eine gefährliche Mischung, wenn man bedenkt, dass es sich bei der Konzernmutter um einen Medienkonzern handelt, von dem ein objektiver Journalismus erwartet wird. Weiterhin werden massiv Shopping-Communities wie brands4friends, dawanda, myhammer oder Seatwave ins Portfolio geholt, alles Unternehmen in Wachstumsmärkten, die einen hohen Exit versprechen.

Noch anzumerken ist, dass Holtzbrinck Ventures kürzlich einen Inkubator, also einen Start-up-Brutkasten, namens fast forward gestartet hat. Hier werden Ideen oder Businesspläne bis zur Marktreife durchentwickelt. Außerdem ist Holtzbrinck Ventures am Start-up-Sprachrohr deutsche-startups.de zu einem Viertel beteiligt.

Einer der Hauptbeschwerdeführer gegen den Führungsstil von Holtzbrinck ist Esshan Dariani Gründer von StudiVZ, der auf Veranlassung des Unternehmens von der Geschäftsführung bei StudiVZ zurücktreten musste. Zitat Darianis auf Bild.de: "Die Zeitungsverkäufer aus Stuttgart haben es geschafft, den innovativen Geist bei StudiVZ abzutöten und aus dem Laden eine Verwaltungseinheit zu machen".

Persönlichkeiten: Martin Weber, Konstantin Urban (beide Managing Director)

Besondere Vorteile: Riesiges Netzwerk aus Portfolio-Unternehmen, angeschlossenenr Inkubator fast forward

Sie suchen: Businesspläne und Ideen, Start-ups in Wachstumsbranchen, wachsende E-Commerce- und Social Community-Start-ups, Unternehmen im Online-Werbebereich

Sie bieten: Frühphasen-Investitionen, Co- und Lead-Investitionen, Synergien unter den Portfoliounternehmen

Portfolio (Auszug): StudiVZ, SchülerVZ, MeinVZ, dawanda, experteer, Adscale, deutsche-startups, brands4friends, panfu

Investitionsrahmen: Bei weiterführenden Investitionen als Co- oder Leadinvestoren zwischen 1 - 5 Millionen Euro

Kontakt: information (ät) holtzbrinck.net

Standort: München

Aktionsradius: Deutschland, Österreich, Russland

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