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13.05.14Kommentieren

Unternehmensführung

Gesunde Mitarbeiter, gesunde Unternehmen

Viele Menschen fühlen sich in der heutigen Arbeitswelt gestresst, getrieben und demotiviert. Burn-outs und psychische Erkrankungen nehmen zu. Nicht nur die Folgen für den Einzelnen – auch der volkswirtschaftliche Schaden ist immens. Für Unternehmen gilt es deshalb Strategien für gesunde Unternehmenskulturen zu entwickeln.

Gesundheitsmanagement im Unternehmen

Seit 13 Jahren führt das forschungsbasierte Beratungsunternehmen Gallup Deutschland einmal jährlich eine Befragung zur Stärke der emotionalen Bindung deutscher ArbeitnehmerInnen durch – den Gallup Engagement Index. Ende März 2014 wurden die neuesten Zahlen veröffentlicht: Nur 16 Prozent der Beschäftigten in Deutschland fühlen sich emotional an ihren Arbeitgeber gebunden und sind bereit, sich freiwillig für die Ziele ihrer Firma einzusetzen. 67 Prozent leisten einfach „Dienst nach Vorschrift“; ganze 17 Prozent haben innerlich bereits gekündigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der inneren Kündigungen zwar zurückgegangen (2013: 24 Prozent), dennoch sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache: Etwa acht von zehn Mitarbeiter sind nicht mit dem Herzen bei der Sache, ihnen ist ihr Arbeitgeber herzlich egal.

Unmotivierte Mitarbeiter kosten Geld

„Die Zahlen sind erschreckend, denn Unternehmen sollten ein großes Interesse daran haben, dass ihre Mitarbeiter langfristig gesund und damit leistungsfähig sind“, erklärt Marco Nink, Senior Practice Consultant bei Gallup. Denn die lose emotionale Bindung vieler Mitarbeiter habe laut Gallup mannigfaltige negative Auswirkungen auf das Unternehmen: Emotional ungebundene Mitarbeiter neigen eher zum Arbeitgeberwechsel und verursachen so Kosten, zum Beispiel für Neuausschreibungen oder das Einarbeiten neuer Mitarbeiter. Sie haben negativen Einfluss auf Recruitment und Neukundengewinnung, da sie ihren Arbeitgeber nicht bzw. selten weiterempfehlen. Außerdem gehen emotional ungebundene Mitarbeiter schlechter auf Kundenwünsche ein. Gallup-Schätzung zu Folge entsteht durch schlecht motivierte Mitarbeiter ein volkswirtschaftlicher Schaden von 98,5 bis 118,4 Milliarden Euro pro Jahr, so Spiegel Online.

„Defizite im Arbeitsumfeld durch schlechte Führung wirken sich aber nicht nur negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen aus, sondern auch auf die Mitarbeiter selbst“, erklärt Marco Nink. 58 Prozent der emotional ungebundenen Mitarbeiter erklärten bei der Befragung in den letzten 30 Tagen das Gefühl gehabt zu haben, auf Grund von Arbeitsstress innerlich ausgebrannt zu sein. Statistiken des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) zeigen, dass von 2004 bis 2011 die Krankheitstage wegen Burn-out um das 18-Fache gestiegen sind.

Arbeitswelt der Zukunft gestalten

Diese Statistiken zeigen, dass Unternehmen im Großen und Ganzen noch keinen Weg gefunden haben, mit den tiefgreifenden Umwälzungen der heutigen Arbeitswelt umzugehen. Die sind geprägt von Megatrends wie der Globalisierung, dem demographischen Wandel sowie der fortschreitenden Digitalisierung. Neue Konzepte und Technologien bieten einerseits nie dagewesene Möglichkeiten und Freiräume, sorgen aber auf der anderen Seite für Stress und Unsicherheit. Hier kann man schlecht generalisieren. Was für einen modernen Wissensarbeiter der Generation Y ein Segen sein kann, bedeutet für den angestellten Sachbearbeiter kurz vor der Rente schlichtweg Überforderung. Maßnahmen und Strategien , die im Start-up funktionieren, müssen das im globalen Konzern noch längst nicht.

Unternehmen, die sich fit für die Zukunft machen und nicht nach Schema-F vorgehen wollen, sollten individuelle Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Dienstleister wie „Balance fürs Leben“ helfen Unternehmen dabei, Konzepte für gesundes Arbeiten zu entwickeln und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten.

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