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10.12.10Kommentieren

Start-ups international

3 vorbildliche Start-up-Konzepte aus den USA und England: snaplogic, beelocal, cortex

"Man wird alt wie 'ne Kuh - und lernt immer noch dazu!" - jeder, der sich mit Geschäftsmodellen und deren Umsetzung befasst, sollte sich diesen Merksatz einprägen. Und wer nach Lernstoff sucht, der wird jeden Freitag hier fündig, denn wir schauen gemeinsam auf die Start-ups in der ganzen Welt, um von ihnen zu lernen. Heute: Software-as-a-Service-Intergration aus den USA, Bedienungs-Optimierung ebenfalls aus den Staaten und ein innovativer Lieferdienst aus England. Und nun, viel Spaß beim Lesen!

CortexCortex

Über den Wolken

snaplogic.com - Software-as-a-Service (SaaS) ist eine tolle Sache: Unabhängig von lokalen Software-Installationen hat man Zugriff auf tolle Programme, die im Web laufen. Dieses Start-up hier aus den USA fand das Thema auch sehr spannend und hat sich überlegt, wie man die verschiedensten Angebote irgendwie unter einen Hut bekommen kann. Statt eine einfache Software-Bibliothek aufzusetzen, entschied man sich für eine komplexe Lösung: die Datenströme der verschiedenen Anwendungen und deren Schnittstellen sollten miteinander koordiniert werden. Heraus kam ein Produkt, das es erlaubt, nicht nur mehrere SaaS, wie etwa Google Apps und Zoho untereinander zu verbinden, sondern auch Datenströme aus lokalen Anwendungen und Intranetzen mit Anwendungen aus dem Web abzugleichen. Statt komplexem hauseigenem Coding greift das Unternehmen von heute auf vorgefertigte Software von snaplogic zurück oder der Anwender nutzt den snaplogic-Designer, um per Drag&Drop, ähnlich wie bei Yahoo-Pipes, eigene Datenstrom-Diagramme zu erstellen.
Potential: Alle Achtung - wenn da mal nicht jemand die Zeichen der Zeit erkannt hat. Spätestens wenn nächstes Jahr ChromeOS, das Browser-Betriebssystem von Google das Licht der Welt erblickt, kommt um die Themen Software-as-a-Service, Cloud Computing und Rechnervirtualisierung kaum ein Unternehmen herum. Viel zu groß sind die Vorteile gegenüber lokal installierter Software: Kein eigener Supportaufwand, rechnerunabhängige Nutzung, geringe Kosten. Zwar kosten die vorgefertigten Anwendungsmodule, etwa für den SaaS-Klassiker Salesforce einige tausend Dollar - doch ist dieser Preis ein Witz gegen den finanziellen Aufwand hausintern Entwickelter Spezialanwendungen. Und die Option, selbst auch individuelle Datenstrom-Module zu erstellen, macht dieses Start-up zu dem, was die Amerikaner "disruptive" nennen – bahnbrechend.

App ins Körbchen

cortexapp.com - Dass manchmal minimale Verbesserungen einen immensen Wettbewerbsvorteil bieten, demonstrieren wir heute am Beispiel des Browser-Plugins "Cortex&". Diese Software ist im Moment nur für Googles Chrome-Browser erhältlich und erleichtert dem Blogger/Surfer/Social-Media-Manager das Arbeiten im Web ein ganzes Eckchen. Das Thema, dem sich Cortex hierbei widmet ist das "sharen" von Web-Inhalten und das Besondere an dem Plugin ist, dass das "Sharing" um einiges schneller geht, als mit bisherigen Helferlein. Wo bisher so genannte Bookmarklets, also kleine funktionelle Browserbuttons wie etwa bei hootsuite das Maß der Dinge waren, operiert Cortex im Browserfenster selbst: Einfach ein Klick mit der Maus - halten - und sofort erscheint ein Rad um den Zeiger mit diversen Kanälen wie facebook, twitter, foursquare und allem, was man definiert hat. Ein kleiner Schwenk mit der Maus und das "Contentsharing" ist perfekt.
Potential: Zwar ist mit Browserplugins nahezu kein Geld zu verdienen, doch dennoch zeigt uns Cortex eindrucksvoll, was mit ein wenig Programmierung und Usability-Optimierung erreichbar ist. Gerade bei Tätigkeiten im Web, die als nebensächlich empfunden werden - sollte vermehrt Wert auf eine schnelle, übersichtliche und einfache Bedienung gelegt werden. Und derlei Tätigkeiten gibt es viele. Kleine Aufgabe an den Leser: Wie könnte man das Bestellen in einem Webshop übersichtlicher und mit weniger Schritten gestalten?

Fleißige Bienchen

www.beelocal.co.uk/ - Damit beim Leser keine Web-Start-up-Langeweile aufkommt - schauen wir uns als drittes Beispiel gelungener Geschäftskonzepte den Lieferservice beelocal an. beelocal liefert Lebensmittel zum Kunden nach Hause - ohne aber selbst Lebensmittel zu verkaufen, sondern man drückt den Fahrern des Unternehmens einfach einen Einkaufszettel in die Hand und sie fahren alle gewünschten Geschäfte ab und besorgen die Sachen, die der Kunde wünscht. Beteiligte Geschäfte und Bauernhöfe stellen deshalb nicht nur ihr Sortiment online zur Verfügung, sondern packen dem beelogic-Fahrer auch noch die Bestellungen zu einem abholbereiten Päckchen zusammen.
Potential: Was für eine nette Idee: Für gerade einmal 3 britische Pfund mehr wird der Kunde mit allem, was er zum Leben braucht, versorgt. Und nicht nur, dass er dafür nicht mehr das Haus verlassen muss - auch die Geschäfte der Umgebung können Standortnachteile durch beelogic leger ausgleichen. Würde sich ein solcher Service in Ihrem Viertel gut machen, lieber Leser? Dann los - gründen!

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