
Businessplan
Wie Sie Ihre Geschäftsidee im Businessplan darstellen
Jedes Gründungsvorhaben beginnt mit einer Geschäftsidee. Das gleiche gilt auch für den Businessplan. Die Formulierung der Geschäftsidee dient nicht nur dem Leser eines Businessplanes, sie hilft auch Ihnen, Ihre Idee auf den Punkt zu bringen. Oft ist die Formulierung der Idee schwerer als man annimmt. In meiner Berufspraxis erhalte ich viele Formulierungen von Ideen – meist ist die Idee zu knapp oder zu wenig verständlich formuliert.
Ein Beitrag von Andrea Claudia Delp
Geben Sie Ihre Formulierung der Geschäftsidee einem Bekannten, einem Freund oder einem Verwandten, der zum ersten Mal von Ihrer Idee hört und der keinerlei Fachkenntnisse hat. Wenn diese Person beim ersten Lesen versteht, um was es geht, dann haben Sie Ihre Sache gut gemacht. Diesen Test sollten Sie durchaus bei mehreren Personen wiederholen – damit bringen Sie sich auf die sichere Seite" bei Ihren Lesern.
Der Abschnitt Geschäftsidee sollte verschiedene Informationen enthalten. Dabei kommt immer das Wichtigste zuerst. Details sollten erst im zweiten Schritt beschrieben werden:
- Allgemeine Formulierung der Geschäftsidee in ein bis drei kurzen Sätzen.
- Detaillierung der Geschäftsidee – welche Produkte und Leistungen werden im Rahmen der Idee angeboten?
- Detaillierung der Geschäftsidee – in welchem Rahmen wird die Idee angeboten (Ladengeschäft, vor Ort, ausschließlich über das Internet, etc.)?
- Detaillierung der Geschäftsidee – wo wird die Geschäftsidee angeboten (regional, national, international)?
- Detaillierung der Geschäftsidee – welchen Nutzen hat der Kunde?
Beispiele zur Formulierung der Geschäftsidee
Ich zeige nun einige Beispiele für die allgemeine Formulierung der Geschäftsidee in ein bis drei kurzen Sätzen:
"Arbeitsschwerpunkt wird das Angebot von Dienstleistungen als Friseurin. Die geplante Tätigkeit soll im Gegensatz zum üblichen Ladengeschäft vor Ort beim Kunden ausgeführt werden. Hierbei ist schwerpunktmäßig der Einsatz bei den zahlreich vorhandenen Hotels/Wellnesshotels und -anlagen in näherer Umgebung geplant."
Besonderheiten wie beispielsweise die Übernahme eines Geschäftes gehören ebenfalls zur allgemeinen Formulierung. Diese darf dann etwas länger ausfallen als drei Sätze – sollte aber nicht über fünf Sätze hinausgehen.
"Beim geplanten Vorhaben handelt es sich um die Übernahme eines Zoofachgeschäftes in der Frankfurter Innenstadt. Insgesamt gehören dem Unternehmen drei Standorte an; wobei nur die Übernahme eines Standortes geplant ist. Das Produktangebot soll nicht geändert werden; es besteht aus Kleintieren wie beispielsweise Nagern sowie Futter- und Zubehörartikeln. Die Aufnahme der Aquaristik in das Produktprogramm ist nicht geplant."
Weniger gute Formulierungen
An dieser Stelle ist es nun Zeit, Beispiele für weniger gute Formulierungen zu zeigen:
"Es handelt sich bei unserem Produkt um ein gemeinschaftliches Information und Content Management System, welches gezielt als Intranet genutzt wird. Es ist eine einfache, starke und durchaus bewährte Technologie, die es erlaubt, einfach Datenmengen zu kreieren und zu managen. Dabei hat der Benutzer die Freiheit, vorhandene Inhalte zu korrigieren, zu ändern oder sogar zu löschen ohne das er über jegliche Programmierkenntnisse verfügen. Das System wird zur Abwicklung von Projekten, zur Dokumentation und Unterstützung von Produkten, zur gemeinschaftlichen Produktion von Konzepten oder Büchern etc. und als Intranet verwendet."
Die oben gezeigte Formulierung ist äußerst problematisch. Nur mit technischen Fachkenntnissen lässt sich ungefähr erraten, worum es sich wohl handelt. Wenn der Leser/die Lesering einen solchen Text voller Rätsel bekommt, wird es schwierig, mit der Idee zu überzeugen. Auch die Formulierung "durchaus bewährte Technologie" lässt Zweifel aufkommen. Ist die Technologie nun bewährt oder nicht? Letztlich müssen auch Kunden überzeugt werden und nun denken Sie einmal darüber nach, ob Sie hier erkennen können, was Sie davon hätten?
"Ich will einen Shop für Modeartikel eröffnen."
Die gezeigte Darstellung der Idee eines Shops ist zu kurz. Dem Leser drängen sich viele unbeantwortete Fragen auf: Ist mit dem Shop ein Ladengeschäft oder ein Internetshop gemeint? Welche Modeartikel sollen dort verkauft werden? Falls ein Ladengeschäft gemeint ist: Soll es ein großes Ladengeschäft werden oder lieber "klein und fein"? Man könnte hier nun noch einige Fragen anfügen. Es wird wohl aber hinreichend deutlich, dass diese Formulierung zu kurz geraten ist.
Über den Autor
amaveo innovationsmanagement bietet Unterstützung für Existengründer/innen, Unternehmenserweiterungen und bei der Umsetzung von Innovationen. Schwerpunkt ist die Finanzierung der Existenzgründungen - bei Banken, bei Arbeitsagenturen oder über Investoren. Konkrete Hilfe gibt es in Form von Hilfe beim Businessplan oder in Form des Gründercoaching, das meist durch Fördermittel unterstützt wird. Die Webseite www.amaveo.de bietet einen umfangreichen Infobereich zu Themen wie Finanzierung, Existenzgründung in verschiedenen Branchen oder dem Gründungszuschuss. Es steht auch ein kostenloser Newsletter zur Verfügung.
amaveo innovationsmanagement
andrea claudia delp
marktstrasse 7 . 10317 berlin
fon: 030 / 6120 1064
fax: 030 / 6120 1120
info@amaveo.de
Neue Fachbeiträge
-
Online-Marketing
Was man im Umgang mit sozialen Netzwerken beachten sollte
Vor dem Hintergrund der sich immer stärker abzeichnenden Schwächen herkömmlicher Marketinginstrumente wie der Kaltakquise flüchten immer mehr Unternehmen in die Welt der sozialen Netzwerke. In ihnen lassen sich mit wenig Aufwand und geringen Investitionen hohe Erfolgsraten realisieren - so zumindest die Theorie. Viele Firmen aber scheitern in der Online-Welt und stellen nach einigen Monaten enttäuscht fest, dass sie keine neuen Kunden gewonnen, sondern Ansehen verloren haben. Was man im Umgang mit sozialen Netzwerken beachten sollte, erklärt Robert Nabenhauer in seinem Fachbeitrag. mehr
-
Kundenbefragungen
Critical Incident Technique (CIT)
Klassische Kundenbefragungen bleiben meist an der Oberfläche – und sie sind gefährlich. Denn auf ihre mehr oder weniger sorgfältig ausformulierten Fragen erhalten die Interviewer kaum Wahrhaftigkeit, sondern vornehmlich Antworten, die opportun erscheinen oder aber den Befragten vor sich selbst und anderen in ein gutes Licht rücken sollen. Dies passiert in aller Regel nicht absichtlich. Die Ursache liegt vielmehr darin, dass uns der Zugang zum Unbewussten fehlt. Wir machen uns selbst etwas vor. Psychologen nennen das Wahrnehmungsgefängnis. Die Critical Incident Technique kann uns daraus befreien. Lernen Sie mehr über diesen Ansatz im Fachbeitrag von Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing. mehr
-
Versicherung
Berufsunfähigkeit - Auch für Gründer ein Thema
Wer ein Unternehmen gründet oder führt, sollte sowohl das Gewerbe als auch sich selbst gegen alle möglichen Risiken absichern. Dazu gehört beispielsweise die Absicherung gegen Schadensersatzansprüche Dritter. Aber auch die eigene Arbeitskraft sollte beim Versicherungsschutz nicht außen vor gelassen werden. Einen Einblick ins Thema gewährt uns Juliane Wellisch, Redakteurin bei berufsunfaehigkeit.com, in ihrem Fachbeitrag. mehr
-
Do it yourself
Facebook-Marketing für Gründer
Mit über 22 Millionen Mitgliedern allein in Deutschland ist Facebook unbestritten das soziale Netzwerk Nummer 1. Kaum verwunderlich, dass es auch von Unternehmen unterschiedlichster Größe genutzt wird, um sich der breiteren Online-Öffentlichkeit vorzustellen und eine eigene Community aufzubauen. Doch wie verhält es sich mit Existenzgründern, deren Budget meist begrenzt ist? Welche Möglichkeiten bietet Facebook-Marketing fürs kleine Portemonnaie? Diese Fragen beantwortet Dr. Rebecca Belvederesi-Kochs in ihrem Fachbeitrag. mehr
-
Fachbeitrag
Über Ziele und wie die Chance wächst, diese tatsächlich zu erreichen
Der Jahresanfang ist ja oft der Zeitpunkt, an dem Menschen sich sowohl persönlich als auch beruflich oder für ihr Unternehmen Ziele setzen, Veränderungen erreichen wollen. Nur zu oft werden diese Ziele, obwohl grundsätzlich durchaus realisierbar, letztendlich nicht erreicht, das Vorhaben wieder ad acta gelegt. In seinem Fachbeitrag erklärt Unternehmercoach Jörg Mann wie die Chance wächst, Ziele tatsächlich zu erreichen. mehr
-
Journalisten die Arbeit erleichtern
Der perfekte Pressebereich: Zwölf Tipps und fünf Tabus
Bevor ein Redakteur zum Telefonhörer greift, holt er sich erste Informationen über ein Unternehmen oder eine Person aus dem Netz. Hier bekommen Sie zwölf Tipps für einen perfekten Pressebereich – und fünf Tabus. Zusammengestellt von Ulf-Hendrik Schrader, geschäftsführender Gesellschafter der Aufgesang Public Relations GmbH. mehr
-
Fachbeitrag
Das historisch bedingte Wissen um die Macht einer Geschäftsidee!
Der Blick auf das Unternehmertum, seine Aufgabenbereiche und die daraus resultierenden Entscheidungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Besonders bei jungen Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten vieles in Bewegung gesetzt und verändert. In ihrem Fachbeitrag wirft Marketingberaterin Nicole M. Pfeffer einen Blick auf das historisch bedingte Wissen um die Macht einer Geschäftsidee. mehr
-
Vertriebsanalyse
Wenn die Umsätze nicht stimmen
Start-ups und junge Unternehmen geraten oft in Schwierigkeiten, weil die Umsätze stagnieren oder sinken, Absatzziele nicht erreicht werden oder die Anzahl der neu geworbenen Kunden zurückgeht. In solchen Situationen ist es hilfreich, den Vertrieb auf den Prüfstand zu stellen, um herauszufinden, ob es Schwachstellen und Optimierungspotenziale gibt. Was es bei einer Vertriebsanalyse zu beachten gilt, erklärt Dipl.-Ing. (FH) Volker Wendeler in seinem Fachbeitrag. mehr
-
Online-Marketing
Vorsicht bei E-Mail-Marketing!
Aus Unternehmersicht ist E-Mail-Marketing eine schnelle, kostengünstige und praktische Methode, um viele potenzielle Kunden zu erreichen. Doch Vorsicht: Grundsätzlich ist E-Mail-Marketing unzulässig, egal ob sich die Informationen an Privatpersonen oder an Gewerbetreibende richten, und unabhängig davon, ob sie explizit als Werbung gekennzeichnet sind oder beispielsweise als Newsletter bezeichnet werden. Zur Vorsicht beim E-Mail-Marketing mahnt Fachanwältin Bettina Krause in ihrem Fachbeitrag. mehr
-
Corporate Branding
Das neue Corporate Branding - konsequent auch für Facebook
Seit der Beliebtheitsgrad sozialer Netzwerke immer weiter steigt, haben sich die Anforderungen an die Selbstdarstellung von Firmen stark verändert. Die Unternehmens-Identität bildet sich in den Köpfen der Menschen über weit mehr Faktoren als zuvor. Das wirkt sich selbstverständlich auch auf die formalen Aspekte der Corporate Identity aus. Einen Einblick in das neue Corporate Branding gibt Gründercoach und Designerin Ulrike Thiel in ihrem Fachbeitrag. mehr
-
Cloud Computing
Geschäftssoftware der Zukunft kommt aus dem Netz
Der klassische Server ist ein Auslaufmodell. Zukünftig werden komplexe Unternehmenslösungen bei Firmen immer weniger vor Ort installiert, sondern über das Internet genutzt. Das sogenannte Cloud Computing ist günstig, flexibel und einfach zu handhaben. Warum die Geschäftssoftware der Zukunft aus dem Netz kommt, erklärt Markus Stahl, Leiter Business Development bei SAP Deutschland, in seinem Fachbeitrag. mehr
anzeige
-
Steuerberater suchen
Jetzt kostenlos und unverbindlich.
mehr...
-
Private Krankenversicherung
Sparen Sie 2.500 EUR pro Jahr bei besserer Leistung.
mehr...
-
Gründerberater suchen und finden
Sie sind Gründerberater? Jetzt eintragen und Vorteile sichern.
mehr...
RSS Feed abonnieren
- Nachrichten Gründer, Start-ups, Investoren Feed abonnieren
- Aktuelle Veranstaltungen Feed abonnieren
- Aktuelle Fachbeiträge Feed abonnieren
förderland-Autor werden
Neue Autoren
- 09.02.2012Robert Nabenhauer
- 31.01.2012Juliane Wellisch
- 26.01.2012Dr. Rebecca Belvederesi-Kochs
- 22.12.2011Ulf-Hendrik Schrader
- 01.12.2011Volker Wendeler
- 25.11.2011Bettina Krause
- Alle Autoren
