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12.11.06Leser-Kommentare

MacBook Pro im Test eines PC-Umsteigers: Die Serie im Überblick

Unsere sechsteilige Serie MacBook Pro mit Core 2 Duo im Test - Bekenntnisse eines Umsteigers von Andreas Göldi ist die meistgelesene in der bisher achtmonatigen neuerdings-Geschichte. Um einen einheitlichen Einstiegspunkt zu haben, hier alle sechs Teile im Überblick.

Mac-KampagneTeil 1, Bekenntnisse eines Umsteigers, schildert die Ausgangslage:

Wieso steigt jemand nach 18 Jahren in der PC-Welt auf Mac um - und wie schwierig ist es derzeit, in den USA ein MacBookPro zu bekommen?

MacBookProTeil 2, die Hardware, beschreibt die Geräteausstattung im Vergleich zum Windows-Laptop:

Ist schon die Verpackung Kult wie beim iPod? Was macht Apple bei der Hardware besser? Eine wichtige Frage für den Windows-Modus: Wo ist beim Mac die rechte Maustaste?

 

Mac OS XTeil 3, Mac OS X, beschreibt das Betriebssystem Mac OS X, und wieso es gut darin ist, Annahmen über die Wünsche des Users zu treffen.

Das Resultat ist eine grosse Überraschung für den PC-User, der einen Drucker auf dem Mac installiert.

iPhotoTeil 4, Applikationen, zeigt einige der Anwendungen, die beim Mac schon mitkommen:

iPhoto, iMovie HD, iDVD, iTunes, Garageband und Spotlight; insgesamt eine beeindruckende Palette. Die meisten PC-Anwendungen liegen inzwischen auch für den Mac vor.

Windows im Fenster mit ParallelsTeil 5, Windows auf dem Mac, wird jeden Umsteiger interessieren:

Wenn es hart auf hart kommt, wie gut ist der Windows-Modus? Was ist zu empfehler, der Einsatz der Software "BootCamp" von Apple (die den Rechner im Windows-Modus startet) oder von "Parallels" (die Windows in einem Mac-OS-Fenster ausführt)?

Teil 6, das Fazit, fasst zusammen: Was sind die grössten Vor- und Nachteile dieser anderen Welt aus Sicht des versierten PC-Veteranen? Hat sich der Umstieg gelohnt?

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Kommentare

  • thomas04

    13.12.06 (16:45:56)

    Hallo, bei dem Vergleich Apple-Hardware gegen PC-Hardware darf man nicht vergessen, dass Apple nur 1 Jahr Garantie auf seine Geräte gewährt. Da haben die meisten PC-Hersteller mehr zu bieten, beispielsweise bietet Lenovo (ehemals IBM) bei seiner T60-Serie standardmäßig 3 Hahre Garantie. Kauft man da die Apple-Garantie hinzu, um hier gleichzuziehen, verteuert sich das Macbook Pro um mehrere 100 Dollar. Auch sind die Geräte meist hardwareseitig schwächer ausgestattet als auf der PC-Seite, bis vor kurzem gab es nur 80er Platten und 512 MB Speicher im Standardpaket. Auch diesen Posten muss man dann häufig noch aufrüsten, um einen fairen Vergleich durchführen zu können. So landete ein MacBook Pro oft auf 2500 EURO. Sicherlich gibt es auch noch teurere PC-Notebooks, aber auch eine ganze Menge preiswerter. Und die schön abgestuft, während man als Apple-Interessent dann sofort auf das normale Macbook zurückfällt, sollte die metallische Pro-Version nicht bezahlbar sein. Viele Grüße Thomas

  • mds

    01.01.07 (19:31:45)

    Ich fürchte, ich würde ständig Software vermissen, so wie häufig schon unter Linux... klar, Alternativen gibt es meistens, aber Software, an die man sich während Jahren gewöhnt hat, kann leider keine Alternative ersetzen.

  • mds

    15.01.07 (05:49:30)

    @Andreas Göldi: Verwendest Du .Mac? Falls ja, kannst Du https://-Verbindungen zur .Mac-Website (Webmail, usw.) herstellen?

  • Peter Hogenkamp

    15.01.07 (05:54:02)

    Andreas ist gerade auf Verwandtenbesuch, hat er mir gesagt und "leider annaehernd offline (bis auf einen skandaloes teuren T-Mobile-Hotspot, aber den will man wirklich nur fuer wenige Minuten zahlen)". Könnte also ein paar Tage dauern mit der Antwort.

  • mds

    23.01.07 (14:58:21)

    Andreas Göldi hat noch nicht geantwortet, doch wie mir Apple bestätigt hat, werden .Mac-Verbindungen lediglich beim Login verschlüsselt. Danach werden alle Daten per Klartext übertragen, was fürs Surfen in einem Public WLAN keine erfreuliche Perspektive darstellt! :-(

  • Frischeblog

    09.03.07 (11:15:35)

    Klasse Artikel, hilft mir gut weiter. Ich will die nächste Zeit auch umsteigen von PC auf Mac, da es jetzt ja genug gute Emulatoren gibt und ich auf meine gewohnte Software die es nicht am Mac gibt verzichten muss.

  • mds

    10.03.07 (22:54:53)

    @Frischeblog: Die Virtualisierung von Windows (XP) auf dem Mac ist nützlich, wenn man ab und zu noch Windows-Software benötigt, aber man sollte sich nicht übermässig viel davon versprechen. Sobald Applikationen im virtuellen Windows (XP) leistungshungrig sind oder die Festplatte intensiv nutzen, genügt die Leistung von Mac-Notebooks nicht mehr und die übrigen Applikationen leiden, beispielsweise iPhoto oder RealPlayer? wer Windows (XP) auf dem Mac häufig nutzen möchte, sollte deshalb bevorzugt per Bootcamp starten.

  • Frischeblog

    10.03.07 (22:57:47)

    Danke für die Infos!

  • M?

    07.06.07 (08:21:38)

    ? bei http://enthusiast.hardocp.com/ findet man einen etwas ausführlicheren Erfahrungsbericht: «30 Days with Mac OS X».

  • Peter Hogenkamp

    08.06.07 (06:31:00)

    Ja, stimmt, dieser Bericht von Andreas war ja auch irgendwie ein echter Shortcut. :-) Dafür blinkt's hier weniger...

  • Rosie

    27.11.07 (22:01:05)

    Ich wollte mich mal an dieser Stelle bedanken für die vielen wertvollen Tipps die ich hier gelesen habe. Ich bin immer wieder von neuen erstaunt, was es doch so alles gibt. Durch das bloggen lerne ich immer wieder neues dazu.

  • flyingfox

    19.12.07 (22:50:26)

    bin seit gestern der Besitzer eines Macbook Pro und nach 15 Jahren Windows verblüfft wie einfach ein PC/Notebook sein kann............kaum zu glauben dass man Jahre mit dem System gekämpft hat anstatt einfach "Anwender" zu sein, dank der Tipps und Ideen hier hab ich mich erst getraut einen Mac zu kaufen, auch wenn der Rest unserer gesamten IT in meiner Firma mit Windows läuft, ich denke nicht, dass ich meine Entscheidung bereuen werde, im Moment macht der Mac einfach nur Spass

  • Domdidom

    24.12.07 (13:16:21)

    Tja, der Artikel ist wirklich rundum gelungen! Eine Erfahrumg, die ich heute Abend wohl teilen werde ;)

  • harald

    31.01.08 (16:35:54)

    @flyingfox: ich kann mich dir nur anschliessen. nach mehrere jahren "PC-Frust" habe ich mich für ein macbook pro entschieden. DIE BESTE ENTSCHEIDUNG MEINES LEBENS! ich war auch vom 1sten tag an von der userbility begeistert. selbstverständlich auch von einmaligen design. nichts und niemand könnte mir je wieder einen PC "aufschwatzen". niemals!

  • www.mackern.de

    22.02.08 (15:54:36)

    Der Artikel ist lesenswert aber dennoch kann ich manche Kommentare nicht nachvollziehen. Ich bin jetzt seid 7 Jahren Macuser und habe noch keinerlei Programme vermisst, alles was ich unter Windows nutzte, habe eine Alternative. Zum Teil laufen Anwendungen wesentlich stabiler wie unter Windows. Zum Thema Hardware; Sicherlich bekommt man mehr Hardware von anderen Herstellern als bei Apple aber mal ehrlich, ab wie viel Euros bekommt man einen DVI Ausgang bei Lenovo und Co? Wenn man schon Medion und Co mit MBP vergleichen möchte, sollte er Vergleich erst einmal "Hausintern" gemacht werden, zum Beispiel gegen teurere Windowskisten. Und nochwas, 2002 habe ich mir mein System auf einem G4 733 MHZ eingerichtet und bis jetzt alles Updates mitgemacht und von einem Mac auf den anderen geclont (iMac>PM>PB>iBook>PB>PM>iMac>MBP und und und. Macht das bitte mal mit Windows ;)

  • sara

    21.03.08 (15:30:30)

    Hi leute ich will mir ein MC Book kaufen aber jeder aus meiner Familie ratet es mir ab . Sie meinen man müsste die programme extra kaufen und alles und sie wären sehr selten auf den markt . Könnt ihr mir vielleicht die vor/nach teile des MC´s sagen ?

  • Domdidom

    21.03.08 (17:21:46)

    Sara, klar rät Dir jeder vom Kauf eines Macs ab, jeder etwas... "engstirnige"ottonormalwindow-user hat keine große Lust sich auf etwas völlig neues einzustellen, ist ja auch in Ordnung, aber das Argument "Teuer" und "wenig Programme" zieht nun wirklich nicht mehr. So stimmt es zwar, dass Du deine derzeitige Software nicht mehr verwenden kannst, (ausser Du installierst dir windows) aber mittlerweile gibts auch in jedem poppelselektrohandel mit einigermaßen gut ausgebauten softwareabteilung Programme für den mac. Sei es Adobe's neue Creation Suite oder Microsoft's neues Officepaket. Auch auch auf apple.de findest Du mittlerweile ein gut ausgebautes software-archiv. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es viele Alltagsprogramme, die unter windows als shareware verkauft werden, für den Mac umsonst gibt. Ich verwende jetzt seit rund 3 Monaten einen Mac, abgeehen von der noch etwas instabilen laufweise von OS X. Leopard bin ich rundum zufrieden. Ursprünglich hatte ich den Plan, mir direkt windows draufzuhauen, aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit habe ich das wieder verworfen. Heute ist windows vielleicht alle 2 wochen einmal kurz an und das bei praktisch ständiger Nutzung des Laptops ;)

  • Chris

    16.08.08 (14:48:23)

    also mir persönlich gefällt das MacBook Air ja um einiges besser, zwar stellt es keine wirkliche Alternative zum normalen Notebook dar, dafür ists klein und leicht :D

  • Andreas

    19.12.08 (14:17:15)

    Ich bin auch von MS auf Mac umgestiegen und finde es einfach nur genial. Beim "Aufsetzten" war ich nach knapp 10min fertig und entäuscht darüber, dass es in diesem Moment nichts mehr zu tun gab, es lief alles. Das Argument, dass das System während einer Virtualisierung lahm wird, kann ich nicht bestätigen (MacBook 2.4 4G Memory). Ich arbeite schön "flüssig" damit. Also ich habe den Umstieg mit keiner Sekunde bereut ...

  • Michael

    25.10.09 (19:34:47)

    Vielen Dank für den Bericht! Habe nach lesen dieses und anderer Erfahrungs- und Test-Berichte meine Bestellung eines Thinkpad T400s in eine Bestellung eines MacBook Pro 15" entspiegelt umgewandelt. Ich bin selbst mit DOS und 8bit Rechnern 'aufgewachsen' und kenne die Krankheiten von Win ganz gut aus eigener Erfahrung, wie lange soll man sich noch quälen nur aus Gewöhnung? Es war Zeit für einen Wechsel. Meine Kollegen begrüßten meine Entscheidung: Schön dass Du die Steinzeit hinter Dir gelassen hast! Willkommen in der Neuzeit! Um Zeit zu sparen schreibe ich erst mal nicht alle Argumente für einen MacBook im Vergleich zu Win 7/Laptop auf... Vielleicht beim nächsten mal.

  • arndt

    01.06.11 (14:35:13)

    Mythen, Verkürzungen und Unwissenheit im Vergleich PC - Mac. Immer wieder lese in den verschiedensten Online-Magazinen, auf Blogs oder in Foren diverse Vergleiche der beiden Plattformen PC / Mac bzw. Windows / Mac OSX. Leider gibt es bei quasi allen Vergleichen dieser Sorte Verkürzungen, die mir immer wieder auffallen, und die ich hiermit gerne ein für allemal ausräumen möchte. 1.) Die Hardware: Der Preisvergleich Apple - PC: Vor allem in Diskussionen in diversen Foren fällt immer wieder die Anmerkung, die Produkte von Apple seien zu teuer. Dieser Punkt wird nur zu gerne als Hauptargument gegen Apple ins Feld geführt. Angeblich bekäme man vergleichbare Computer im PC-Bereich im Schnitt 500 - 1000 (!) Euro günstiger. Es steht außer Frage, daß Apple die Gewinnspanne mit seinen Produkten bis zum äußersten ausreizt, und offenbar absolut kein Interesse daran hat, eventuelle Preisssenkungen oder Einsparpotentiale an seine Kunden weiterzugeben. Und es kann auch kein Zweifel daran bestehen, daß sich auf einem so riesigen Markt wie dem der PCs von 11 Zoll-Subnotebooks für 249 Euro bis zum 17 Zoll-Highend-Notebook für 3995 Euro einiges finden lässt, das rein preislich günstiger ist als die fünf Produkte, die Apple anzubieten hat. Allerdings gibt es aber einen Fakt, der seltsamerweise niemals berücksichtigt wird, obwohl er so banal ist, daß er für jeden augenscheinlich sein müsste: Computer ist nicht gleich Computer. Und ein reiner Vergleich anhand der technischen Spezifikationen sagt rein garnichts aus. Auf der Hardware-Ebene muss ein PC, der zu einem sinnvollen Vergleich mit einem Mac herangezogen werden soll, neben der technischen Spezifikation mindestens folgende Features bzw. Qualitäten aufweisen, um wenigstens auf gleicher Augenhöhe zu sein: - Ein vergleichbar robustes Gehäuse wie das der Macs, die aus einem einzigen Block Aluminium bzw. Kunststoff (Macbook Pro / Macbook) gefräst sind. - Akkulaufzeiten von bis zu 10 Stunden. - Eine beleuchtete Tastatur. - Zwei wlan-Antennen und entsprechend einwandfreien Empfang. - Eine Lüftersteuerung, die den Computer selbst in der leisesten Bibliothek praktisch unhörbar macht. - Ein Trackpad aus Glas, das eine Touchscreen-ähnliche Bedienung auf einem Komfort-Level möglich macht, der neue Maßstäbe setzt. - Ein Stromkabel, das bei eventuellem Darüberstolpern nicht den gesamten Computer vom Tisch reißt. - Ein Design, das diese Bezeichnung verdient hat. - Vergleichbares Gewicht und Außenmaße. Alle diese Faktoren sind Pluspunkte der Apple-Produkte. 99 Prozent der auf dem Markt befindlichen PC-Laptops fallen hier bereits raus, weil sie damit noch nichtmal annähernd vergleichbar sind - alleine weil diese meist schlichtweg aus Plastikteilen zusammengeclipst und -geschraubt sind. Alle diese Dinge machen einen signifikanten Unterschied aus und machen sich im alltäglichen Umgang bemerkbar. Diese Innovationen und Dinge zu entwickeln kostet allerdings logischerweise Geld, das der Kunde zahlen muss. Wer einmal gelernt hat, sie zu schätzen, wird den Mehrpreis dafür jedoch gerne in Kauf nehmen. Zumindest jeder Mercedes-Fahrer wird an dieser Stelle wissen was damit gemeint ist. Als letzten Punkt dieser Kategorie schließlich noch ein weiterer Aspekt: Der Wiederverkaufswert eines Macs liegt häufig um den entsprechenden ursprünglichen Kaufpreis höher, somit ist das investierte Geld noch nichtmal verloren. 2.) Software: Die Basis der Systeme. In einigen Vergleichstests wird auf die prinzipiellen Unterschiede beider Systeme hingewiesen, diese dann jedoch nicht weiter berücksichtigt. Auch hierbei handelt es sich jedoch um schwerwiegende strukturelle Differenzen, die sich auf die Arbeit mit den Systemen grundlegend auswirken und somit bei einem objektiven Vergleich nicht ausgeblendet werden dürfen. Die Windows-Plattform zeichnet sich durch eine zentralistische Struktur aus. Die Registry ist die Verwaltungsdatenbank des Systems, und somit auch die Achillesferse. Eine solche Verwaltung bietet gewisse Vorteile, im Falle von Windows ist sie jedoch dafür verantwortlich, daß es zu nicht-reproduzierbaren Fehlern kommt, daß mit laufendem Betrieb diese zentrale Datenbank immer größer wird und der Zugriff darauf entsprechend länger dauert. Bei Programminstallationen werden Einträge in der Registry vorgenommen, die bei der Deinstallation nicht immer restlos entfernt werden und zu einem anwachsenden Berg von Datenmüll führen, der sich auf Dauer bemerkbar macht. Windows war in der Grundkonzeption nie auf einen Betrieb in einem Netzwerk ausgelegt. Noch 1993 war Bill Gates davon überzeugt, daß das Internet niemals eine große Rolle spielen wird. Mit Einführung von Windows NT und der Verschmelzung von NT und Windows Me in Windows XP wurden die größten Probleme in dieser Hinsicht zwar beseitigt, andere existieren jedoch weiterhin. Bis heute existiert keine wasserdichte und verlässliche Trennung zwischen dem empfindlichen Systembereich und dem Arbeitsbereich des Benutzers. Windows kennt keine effiziente Rechteverwaltung auf Dateiebene, die bestimmte Systemoperationen etwa ausschließlich nach Eingabe eines Passwortes möglich macht oder gar ganz ausschließt. In diesen Punkten liegt auch der Grund für die Anfälligkeit für Viren, Würmer, Trojaner und andere Formen von schädlicher Software. Diese Anfälligkeit existiert auf einem Mac nicht. Mit dem geringen Marktanteil hat dies kaum etwas zu tun, sondern vor allem mit der sicheren Systemstruktur, die kaum Angriffsflächen für Viren bietet. Microsoft war immer darauf bedacht, möglichst große Abwärtskompatibilität in den Versionen ihrer Betriebssysteme zu gewährleisten. Dies ist ein grundsätzlich positiver Ansatz, führt jedoch dazu, daß die angeführten grundlegenden Schwächen seit Jahrzehnten mitgeschleppt werden. Im Windows-Unterbau finden sich immernoch Spuren von MS-DOS, das bereits Ende der 1970er Jahre, als Bill Gates es von einer Fremdfirma für einen Spottpreis erwarb, hoffnungslos veraltet war. Die Geschichte wie es ihm trotzdem gelang, dieses System anschließend dem Computerriesen IBM unterzujubeln, der darum bangte, den Anschluss im damals aufkommenden PC-Sektor zu verlieren (Der übrigens in den ersten Jahren von Apple dominiert wurde), ist längst Legende. Mac OS X basiert im Unterschied zu Windows auf einem Unix/Linux-Kernel. Apple hat auf dieser Grundlage sozusagen eine eigene Linux-Distribution entwickelt und optimal auf die selbst hergestellte Hardware abgestimmt. Mit allen anderen Linux-Versionen teilt OS X somit die allen Linux-Freunden bekannten Vorteile: Eine flexible, dezentrale Systemstruktur, eine Architektur, die von den ersten Unix-Tagen nie auf etwas anderes ausgelegt war als auf Netzwerkbetrieb. Entsprechend existieren Dateirechte und eine strikte Trennung zwischen System und User-Bereich. Eine zentrale Datenbank wie die Registry gibt es nicht. Programme werden an einem einzigen Ort installiert und legen maximal noch seperate Konfigurationsdateien an, die jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Performance des Systems haben und meistens auch keinen nennenswerten Festplattenplatz belegen. Die Programmverwaltung bei einem solchen System ist besonders bei OS X denkbar einfach: Bei einer Programminstallation wird ein einziges Icon (das in Wirklichkeit das gesamte Programmpaket enthält) in das Programmverzeichnis kopiert. Soll das Programm wieder entfernt werden, wird dieses Icon wieder gelöscht - das ist alles. 3.) Die Zuverlässigkeit des Systems auf lange Sicht. Ein neuer Computer ist meist sehr performant und alles funktioniert einwandfrei. Die meisten redaktionellen Systemvergleiche können verständlicherweise keine Langzeittest anstellen. Im Alltag der Anwender spielt die Zuverlässigkeit des Systems im Hinblick auf zumindest 3-5 Jahre allerdings eine große Rolle. Als Konsequenz der oben genannten architektonischen Unterschiede tun sich auf längere Sicht zwischen OS X und Windows nämlich mitunter Welten auf. Bei OS X sind selbst nach jahrelangem Betrieb keine nennenswerten Performanceverluste zu verzeichnen. Das System wird weder unstabil, noch langsamer. Hierbei handelt es sich besonders bei Windows um ein grundlegendes Problem. Abstürze gehören spätestens seit Windows XP zwar der Vergangenheit an, durch die größer werdende Registry sind jedoch auf Dauer weiterhin deutliche Geschwindigkeitseinbuße vorprogrammiert. Bei intensiver Nutzung ist somit eine regelmäßige Neuinstallation des gesamten Systems meistens kaum zu vermeiden. Viele PC-Nutzer unterliegen dabei der Illusion ihr Computer sei nunmal "alt" und entsprechend langsamer geworden, und dieses Verhalten sei normal. Daß es sich lediglich um eine Schwäche des Betriebssystems handelt, ist ihnen oft nicht bewusst. Die Offenheit und Vielfalt der PC-Plattform ist in vieler Hinsicht ein enormer Vorteil gegenüber dem eher geschlossenen System von Apple. Die Kehrseite aber lässt sich am besten mit dem Sprichwort verdeutlichen: "Viele Köche verderben den Brei". Auf einem Windows-System ist jeder Hardware-Hersteller der Überzeugung, das einzig optimale und nutzbare Programm zur Nutzung des eigenen Gerätes sei das Eigene. Zudem erweitern viele Hersteller ihr Software-Spektrum noch um weitere Anwendungsbereiche. Lässt man sein Windows nicht von einem erfahrenen Anwender installieren, wird der unbedarfte Nutzer bei dem Ziel einen Druckertreiber zu installieren sehr häufig unbeabsichtigt zugleich ein Programm zur Bildbearbeitung, eine Brennersoftware, ein Backup-Tool, einen Treiber-Update-Daemon sowie eine CD-Etikettier-Software mitinstallieren. Das gleiche passiert möglicherweise bei der Installation des Treibers für die Digitalkamera oder den Scanner. Nicht selten nisten einige dieser Programme sich im Autostart-Bereich ein, laufen somit permanent, produzieren Meldungen und verlangsamen das System. Um diesem Chaos Herr zu werden, hat Microsoft seit Windows Vista gar eine eigenes Management dieser Programme hinzugefügt, das vor allem dafür sorgt, daß diese sich nicht mehr allzu häufig bemerkbar machen. Leider laufen sie aber weiterhin - mit den schon genannten Nachteilen. Erst an dieser Stelle dürfte nun ein reiner Vergleich der Betriebssysteme auf reiner Funktionsebene sinnvoll werden. Weiterhin unberücksichtigt würden aber selbst dann noch schwer objektivierbare Aspekte bleibem wie das gesamte Bediengefühl, das bei Windows möglicherweise mitunter "direkter" ist, sich bei einem Mac aber eher nach einem runden Gesamtkonzept anfühlt. Viele Programme interagieren bei OS X automatisch miteinander, die Bedienoberfläche ist häufig sehr konsistent gestaltet, wirkt sehr aufgeräumt und im Grunde funktionieren alle Programme nach den gleichen Prinzipien, weil Apple sehr strikte Guidelines vorgibt. Die Kombination aus den Multitouch-Möglichkeiten des Trackpads und dem "runderen" Bediengefühl führt insgesamt zu einem "organischen" Look&Feel, das in der PC-Welt ebenfalls kaum zu finden ist. Die Kombination aus aktiven Ecken, Exposé, aufspringenden Ordnern im Finder, Gestenbedienung der Programme mit mehreren Fingern gleichzeitig lässt die Bedienoberfläche flüssig und unglaublich flexibel wirken. Die Bedienung der Windows-Oberfläche über die meist sehr kleinen und schlecht konzipierten Trackpads der PC-Welt fühlt sich im Vergleich überraschend altbacken an. Einen Knopf in der Taskleiste drücken zu müssen, um den Desktop sehen zu können, statt den Mauszeiger einfach schnell in eine der Eckend es Bildschirms zu schieben, wirkt anstrengend wie das Einparken eines LKWs ohne Servolenkung. Die Windows-Oberfläche fühlt sich nach Gewöhnung an OS X an als hätte man ein Brett vor dem Kopf. Es gäbe noch duzende weitere Einzelheiten und Annehmlichkeiten zu nennen, auf die man nach ein paar Monaten mit einem Mac nie wieder verzichten würde, und die in der Windows-Welt schlichtweg nicht existieren. Häufig macht sich auch einfach nur die Abwesenheiten von Ticks, an die man sich bei Windows längst gewöhnt hat (etwa den Standby-Modus nicht wirklich benutzen zu können, oder der umständliche Umgang mit Wechselmedien wie USB-Sticks) angenehm bemerkbar. In jedem Fall sollten die hier angeführten Aspekte jedem rein funktionalen Vergleich vorangestellt sein, um wirklich beide Systeme im Gesamten miteinander vergleich zu können. Alles andere wäre der buchstäbliche Vergleich von Äpfeln mit Birnen.

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