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Webcams und Camcorder

Skype / Bild: Microsoft
Skype / Bild: Microsoft

Webcams sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, auch weil sie mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit gehören. Sie sind in Geräten fest verbaut oder einzeln erhältlich. Und fast ausschließlich dienen sie einer praktischen Funktion: der Videotelefonie. 

Was bedeutet Webcam?

Mit dem Namen Webcam können heutzutage alle etwas anfangen – auch diejenigen, die kein allzu großes Fachwissen besitzen. Hierbei handelt es sich um eine Kamera, die am PC steckt und mit der man über das Internet mit Menschen sprechen kann, während man sie dabei sieht und gesehen wird.

Der Begriff Webcam entstand, als erste an Computer angeschlossene Kameras in regelmäßigen Abständen aktualisierte Szenen einer Sehenswürdigkeit oder eines Ortes darstellten. Alles begann mit der Trojan Room-Kaffeemaschine, die seit Anfang der 1990er Jahre durch eine Cam erst von Mitarbeitern, später von Besuchern einer Webseite beobachtet werden konnte. Seitdem sind solche Kameras sehr viel leistungsfähiger und besser geworden.

Wie funktioniert eine Webcam?

Egal ob Windows oder Mac: Die Verwendung einer Webcam ist absichtlich einfach gehalten. Meist werden die kleinen, sehr handlichen Kameras über einen freien USB-Anschluss mit dem Rechner verbunden, Treiber bringen die Betriebssysteme in der Regel mit. Anbieter wie Logitech oder Microsoft liefern Software dazu, mit der eine Anbindung ans Internet erleichtert und eine Verwendung der Features erst möglich wird.

Eine Webcam ist ähnlich aufgebaut wie eine „normale“ Digitalkamera. Auch hier kommt ein Bildsensor zum Einsatz, der über auf dem Computer installierte Software angesprochen wird. Bilder und Videos werden so von der Cam zum PC übertragen und im besten Fall in Echtzeit dargestellt. Fast immer sind Mikrofone vorhanden, um so zusätzlich Ton bzw. Sprache mit zu übertragen.

Unter Webcam bzw. Webkamera oder PC-Kamera versteht man eher einfache Hardware, welche auf enorm hohe Bildauflösungen und komplexe Mechanismen verzichtet. Aber auch hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen Niedrigpreis-Lösungen und teureren Varianten.

Wo kommt die Webcam zum Einsatz?

Nutzte man die Webcam früher tatsächlich vorrangig dazu, den Voyeurismus zu befriedigen, indem man eben bekannte Orte oder erwähnte Kaffeemaschine beobachten konnte, ist der Mehrwert durch den technologischen Fortschritt deutlich gestiegen.

Das Haupteinsatzgebiet der handelsüblichen Webcam ist die Video-Telefonie. Skype von Microsoft gehört hier zu den prominentesten Programmen, aber auch Facebook oder Google Hangouts sind weit verbreitet. Apple-Nutzer favorisieren sicherlich FaceTime, exotischer mögen dagegen ICQ oder Viber sein. Letztlich unterscheiden  sich die Anwendungen kaum voneinander.

Webcams eignen sich durchaus auch als Überwachungskamera für die eigenen vier Wände, manche bringen eine Bewegungserkennung oder Nachtaufnahmefunktion mit. Die Weiterführung der Webcam ist die sogenannte Netzwerkkamera, die mit dem Router oder WLAN im Haushalt verbunden wird und sogar eine Fernsteuerung über das Internet ermöglicht. Sie wird somit auch Teil des Smart Homes der Gegenwart und Zukunft.

Webcams sind ein beliebtes Mittel, um spontan Videos (VLOGs oder Let’s Plays zum Beispiel) für soziale Netzwerke aufzunehmen oder bei Youtube hochzuladen. Dank Gesichtserkennung kann man sie auch für allerlei Spielereien gebrauchen - und sei es nur für Schnappschüsse. Eine Webkamera ist also für alles gedacht, was mit Foto und Video zu tun hat. Das aber weitgehend auf einem Niveau, das mit kostspieligen Spiegelreflexkameras oder Camcordern nicht mithalten kann.

Und da sind noch die Babycams, beispielsweise von Levana oder Motorola. Nüchtern betrachtet sind das auch Webcams.

Was gibt es beim Kauf zu beachten?

Pauschal kann man zwar nicht sagen, dass ein „umso teurer, umso besser“ gilt, aber es verhält sich bei einigen Beispielen sehr wohl so. Wer bereit ist, mehr Geld für eine Webcam auszugeben, erhält bessere Sensoren, einen größeren Farbraum, die Fähigkeit, die Cam in das heimische Netzwerk einzubinden (IP-Kamera), oder für eine bessere Ausleuchtung dank LED-Lampen zu sorgen.

Bereits für unter 20 Euro bekommt man völlig ausreichende Kameras wie die Microsoft LifeCam HD-3000, die Logitech C920 HD Pro dagegen besitzt zwei Mikrofone für überzeugendere Resultate und eine flüssige 1080p-Auflösung.  In eine ähnliche Richtung schielt die Microsoft LifeCam Studio mit automatischer Belichtungssteuerung und einer 180-Grad-Drehmöglichkeit für eine Rundumsicht.

Die Produkte von Creative, Trust und weiteren Herstellern unterscheiden sich eigentlich nur marginal. Wichtig wäre höchstens die Art der Anbringung. Die einen werden am Monitor befestigt, andere bringen einen Standfuß gleich mit. 

Ist eine Webcam im Computer verbaut?

Wieso eine neue Webcam kaufen, wenn man vielleicht schon eine besitzt? Sehr viele Computer (wozu auch Laptops, Netbooks, Ultrabooks oder Business-Notebooks gehören) und Tablets sind von Haus aus mit einer ausgestattet. Nur sind die Linsen so klein, dass sie am Gerät teilweise gar nicht mehr auffallen. Ein genauerer Blick klärt auf.

Im Zweifel hilft eine Recherche direkt auf der Webseite der Hersteller, ein Anruf beim Support oder ein Klick in den Systemeinstellungen des Computers. Eine Webcam könnte sich auch in einem neuen Monitor verstecken.

Nicht nur das: In eigentlich jedem Smartphone steckt auch eine Art Webcam. Die Frontkamera kann für Videotelefonie und andere Elemente genauso wie eine Webcam benutzt werden. Sogar in modernen TV-Geräten wurden und werden Kameras verbaut. 

Was muss beim Aufstellen einer Webcam beachtet werden?

Wer am Computer „skypen“ möchte, sollte die Webcam möglichst mittig über oder unter dem Monitor platzieren. So kann man das Gegenüber auf dem Bildschirm betrachten, selbst wird man ebenfalls gut gesehen.

Wichtig sind außerdem angemessene Lichtverhältnisse, was heißt: Lichtquellen sollten nicht direkt auf die Linse gerichtet sein, zu wenig Helligkeit führt zu pixeligen und schlecht erkennbaren Resultaten. Das liegt daran, dass Webcams aufgrund der günstigen Preise auf hohe Brennweiten verzichten. 

Sorgt man sich darum, von Hackern oder Geheimdiensten überwacht zu werden, dem kann man das Abdecken der Kamera bei Nichtgebrauch empfehlen. Auch das Herausziehen des USB-Anschlusses ist effektiv. Es existieren kommerzielle Webcam Abdeckungen, zum Teil auch aus Deutschland. Die Gsou Webcam schützt ferner vor neugierigen Blicken.

Worin liegt der Unterschied zwischen Webcam und Camcorder?

Könnte man nicht einfach einen Camcorder an den PC anschließen und diesen dann als Webcam verwenden? Leider ist das in den seltensten Fällen eine Option, da sich Webcam und Camcorder von den Basisfunktionen sehr unterscheiden. Erstgenannte ist meist billig und für einfache Aufnahmen am Rechner oder Fernseher ausgelegt; Mit dem Camcorder filmt man mobil zum Beispiel im Urlaub, um die Ergebnisse später zu bearbeiten oder noch einmal anzuschauen.

Obwohl klassische Camcorder zunehmend durch hochwertige Smartphone-Kameras und digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) mit Cinema-Technik verdrängt werden, besitzen sie ihre Daseinsberechtigung. Sie sind leistungsstark, verfügen über einen großen optischen Zoom, sichern Aufnahmen schnell auf Speicherkarten, sind unabhängig von Computern und glänzen mit langen Akkulaufzeiten. Das sind alles Aspekte, die eine Webcam nicht bieten kann.

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