Windows 10: News, Tipps, Ratgeber, Tests und mehr

Windows 10 auf verschiedenen Geräten (Bild: Microsoft)
Windows 10 auf verschiedenen Geräten (Bild: Microsoft)

Mit Windows 10 wagte Microsoft in vielen Punkten einen Neustart. Der Konzern aus Redmond reagierte damit unter anderem auf den schwachen Vorgänger (Windows 8) und auf verschlafene Geschäftszweige (Tablets und andere Devices).

Mit großem Marketing-Aufwand wurde das Betriebssystem erfolgreich auf den Markt gebracht, um der Konkurrenz das Fürchten zu lehren. Hier zeigen wir auf, was Win10 so besonders macht.

So klappt immer noch das kostenlose Upgrade auf Windows 10

Ein Beitrag von Sven Wernicke, 12.10.2016

Ein Jahr lang hatten die Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 die Möglichkeit, gratis auf Windows 10 umzusteigen. Wer diesen großzügig bemessenen Zeitraum versäumt hat, muss jetzt Geld für das neueste Betriebssystem von Microsoft zahlen. Oder existieren doch noch Tricks für ein kostenloses Windows 10?


Notebooks mit Windows 10 (Bild: Microsoft)

Gratis-Upgrade - wie ist das möglich?

Am 29. Juli 2016 endete die Chance, ältere Windows-Versionen - genauer Windows 7 und Windows 8.1 - auf Windows 10 zu aktualisieren. Das heißt im Umkehrschluss: Wer das aktuelle Microsoft-OS wünscht, wird jetzt zur Kasse gebeten.

Für Windows 10 Home verlangt der Redmonder Konzern 135 Euro, die Pro-Version mit Business-Funktionen, Remote-Zugriff und Verschlüsselungs-Elementen liegt sogar bei 279 Euro. Wäre es nicht schön, es gäbe doch noch ein Gratis-Upgrade? Tatsächlich existieren verschiedene Wege…

Tipp #1: Neuen Rechner kaufen

Wer ohnehin schon seit geraumer Zeit mit dem Kauf eines neuen ComputersLaptops, Convertibles oder Mini-PCs liebäugelt, erhält meist ein Windows 10-Betriebssystem oben drauf. Microsofts Surface-Reihe wird sogar mit Windows 10 Pro ausgeliefert. Ein Wechsel von Windows 10 Home zu Pro kostet in der Regel unter 30 Euro, sofern dies gewünscht wird.

Sicherlich ist diese Methode nicht wirklich kostenlos, da ja die Hardware angeschafft werden muss. Aber man spart so natürlich komplizierte Umwege und erhält von Anfang an einen Windows 10-Schlüssel für spätere Neuinstallationen.

Tipp #2: Windows 10 mit Hilfstechnologien

Wer hätte das gedacht? Wer Windows 10 mit sogenannten Hilfstechnologien verwendet, kann sich das Upgrade bisher ohne weiteres sichern. Unter Hilfstechnologien versteht Microsoft Elemente, mit denen man Texte besser erkennen oder sich vorlesen lassen kann. Ob man diese Funktionen wirklich, ernsthaft und dauerhaft verwendet? Das dürfte wohl niemand wirklich nachprüfen (können).

Auf der extra eingerichteten Webseite steht der Download zur Verfügung. Aber auch hier gilt: Windows 7 oder Windows 8.1 wird vorausgesetzt.

Tipp #3: Einfach ausprobieren

Auch Wochen und Monate nach dem Gratis-Upgrade-Ende melden Nutzer, dass sie nach wie vor in der Lage waren, Windows 10 aufzuspielen. Dazu wird mit dem Medienerstellungstool von Microsoft ein USB-Stick bzw. eine DVD erstellt, mit der man eine Neuinstallation startet. Sobald ein Registrierungsschlüssel eingegeben werden soll, tippt man den von Windows 7 oder Windows 8.1 ein.

Zugegeben: Eine 100%ige Sicherheit, dass dies funktionier, kann hier nicht gegeben werden. Auch der vierte Tipp ist eher etwas für Bastler und experimentierfreudige Menschen.

Tipp #4: Etwas tricksen

Heise.de zufolge genügt es, das Upgrade-Tool von Microsoft einfach umzubenennen. Regulär trägt dieses den Namen „Windows10upgrade28084.exe“ oder „Windows10upgrade9252.exe“. Wer die Bezeichnung auf „Windows10upgrade24074.exe“ ändert, soll Windows 10 ohne Umstände mit einem Windows 7- bzw. 8.1-Key einrichten können.

Eventuell wäre es auch denkbar, sich direkt an den Microsoft-Support zu wenden und plausibel zu erklären, wieso man damals die Upgrade-Phase versäumte. Andererseits sind genannte Ratschläge auf gewisse Weise zum Großteil auch Vorgehensweisen, die Microsoft in dieser Form anbietet. Und solange dies der Fall ist – was spricht gegen diese Tricks? 


Das sind die Neuerungen des Anniversary Updates

Ein Beitrag von Torsten M. Roth, 05.04.2016

Im Sommer 2016 soll das Windows 10 Anniversary Update erscheinen. Das bringt neue, kraftvolle Features mit sich. Microsoft wagt damit einen Blick über den Tellerrand und punktet mit wirklich innovativen Ideen.

Windows 10 Anniversary Update: Cortana als echte Assistentin

Als auf der Build-Keynote am 30.März 2016 die neuen Funktionen des Windows 10 Anniversary Updates vorgestellt wurden, widmete man sich auch der Sprachassistentin Cortana. Diese wird in Zukunft omnipräsent sein.

Das beginnt mit dem Entsperren des Computers: Was bisher mühselig über die Passworteingabe verrichtet werden musste, übernimmt nun die  Assistentin visuell. Via Webcam und einer vorher biometrisch gespeicherten Aufnahme soll der Nutzer schon beim Setzen an den Schreibtisch erkannt und auf sein Profil geleitet werden. Der Dienst wird als „Windows Hello“ betitelt.

Cortana übernimmt in Zukunft auch viel mehr Verantwortung. So soll der Nutzer künftig effektiv unterstützt werden, vor allem während der täglichen Arbeit. Die Sprachassistentin wird mit dem Windows 10 Anniversary Update selbstständig Tipps geben und unterbreitet Vorschläge.

Auch die Bildersuche im Netz oder der Cloud wird je nach Betätigung schon im Hintergrund von Cortana erledigt. Ist der Nutzer in seine Arbeit vertieft, wird er an Termine und Ereignisse erinnert. Nicht zuletzt arbeitet die Assistentin künftig auch aus dem Lockscreen (Sperrbildschirm) heraus.

Mit „Microsoft Ink“ können demnächst Notizzettel an den Desktop gehaftet werden. Bereits beim Schreiben liest Cortana mit. Wird per Stift beispielsweise „Peter morgen anrufen“ eingetragen, übernimmt die Assistentin die drei Begriffe und erstellt daraus einen Termin zu einem noch freien Zeitpunkt selbstständig. 

Interaktive Benachrichtigungen

Künftig sollen Smartphone und Desktop miteinander verschmelzen. SMS, Mail und weitere Benachrichtigungen werden in Echtzeit an den Desktop-Arbeitsplatz gesendet. Jene erscheinen dann samt Avatar des Absenders und können direkt am PC bearbeitet oder beantwortet werden. Dies ist zwar jetzt über 3rd-Party Apps schon möglich, wird aber mit dem Anniversary Update inWindows 10 verankert.

Zudem sollen auch Android-Phones mit dieser Action-Funktion arbeiten können. Wird zum Beispiel ein Termin per Mail abgesprochen, so erkennt Windows jenes, trägt den Termin selbstständig ein und liefert gleich das Kartenmaterial für die Navigation zum Zielort mit in den Eintrag.

Neues für Windows Edge

Microsofts Nachfolger des Internet Explorers punktet im kommenden Windows 10 Anniversary Updates mit intelligenten Verknüpfungen. Die neu eingeführten Add-ons kommunizieren mit Programmen auf einfachstem Wege. So können Bilder aus dem Browser direkt an ein Fotoprogramm geschickt werden, um nur eines von vielen Beispielen zu nennen.

Zudem wird der Bing-Translator mit Edge verknüpft. Auf diese Weise können markierte Textstellen ohne Umwege direkt übersetzt werden. 

Überarbeitetes Windows 10-Startmenü

Nicht nur unter der Haube spendiert Microsoft seinem Betriebssystem einige Neuerungen. Auch an sichtbaren Dingen wird gearbeitet. So soll mit dem Anniversary Update das Startmenü von Windows 10 etwas überarbeitet werden: Ein paar Elemente wandern an andere Stellen, großartige Veränderungen soll es - nach dem aktuellen Stand - nicht geben.

Fazit  zum Anniversary Update

Noch längst sind nicht alle Neuerungen für das Windows 10 Anniversary Update bekannt gegeben worden. Trotzdem ist deutlich ersichtlich, dass Microsoft Großes vor hat.

Gerade Cortana übernimmt als Assistentin künftig viel mehr Aufgaben, ohne zuvor den Auftrag zu erhalten, was selbstverständlich den Nutzerkomfort immens steigert. Die Verbesserungen in Edge und die nützlichen interaktiven Action-Messages greifen im Büroalltag dem Nutzer zusätzlich unter die Arme.

Natürlich sind diese Funktionen auch kritisch zu sehen: Windows 10 liest an immer mehr Stellen mit und schickt hierzu Daten an die Microsoft-Server. Nicht nur Datenschützer werden das kritisch sehen.

Nichtsdestotrotz: Microsoft scheint wieder zu alter Form zurück zu finden. Man öffnet sich und seine Plattform, schaut über den Tellerrand hinaus und fährt mit dem Windows 10 Anniversary Update ein paar interessante Neuerungen auf. 


Ist der Umstieg auf Windows 10 für Unternehmer sinnvoll?

Ein Beitrag von W.D. Roth, 23.08.2016

Windows 10 ist das aktuelle Betriebssystem von Microsoft und das wird wohl auch für viele Jahre so bleiben. Denn durch regelmäßige Updates soll Windows stets aktuell bleiben. Somit ist man als PC-Nutzer immer "up to date". Das klingt gut, trotzdem kommt immer wieder die Frage auf: Macht das wirklich Sinn? Muss man gerade als Unternehmen mit vielen Computern unbedingt zu Windows 10 wechseln? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich hierdurch? Wir klären diese Fragen.


Windows 10 Geräte (Bild: Microsoft)

Windows 10 startete als Gratis-Fassung

Microsoft beschreitet mit Windows 10 viele neue Wege. Zum Beispiel bei der Distribution: Bis zum 29. Juli 2016 gab es ein kostenloses Upgrade, mit dem man seinen Computer mit Windows 7 oder Windows 8.1 gratis auf die neueste Version updaten konnte. Diese an sich gute Geste hatte aber auch ihre Schattenseiten: Mit penetrant erscheinenden Pop-ups wurde auf den Umstieg aufmerksam gemacht. Zum Glück gab es ein paar Mittel und Wege, mit denen man das Windows 10 Upgrade stoppen konnte.

Trotz hartnäckiger Erinnerungen wagten nicht alle den Sprung auf die neue Windows-Fassung. Skeptiker fragten sich damals wie heute: Ist ein Umstieg auf Windows 10 wirklich nötig? Was bedeutet das? 

War Windows 10 wirklich kostenlos?

Ein Windows-Versionswechsel ist nur selten kostenlos. Auch das Upgrade auf Windows 10 war für zentral administrierte PCs nicht gratis, nur für Einzelplatzrechner, bei denen dann aber jeder Rechner einzeln die mehrere Gigabyte großen Update-Dateien herunterladen musste. Dies hat so manches Unternehmen schon fast vom Internet abgekoppelt, als ungewollt alle Rechner auf einmal mit dem Download begannen.

Mit Windows 10 ist alles besser - wirklich?

Während Nutzer des ungeliebten "Kachel"-Windows 8(.1) meist über das Upgrade auf Windows 10 froh waren und es noch sind, ist Windows 7 eigentlich immer noch beliebt und akzeptiert – der „Leidensdruck“ ist hier also geringer. Von der Bedienung her ist Windows 10 eine Mischung aus Windows 7 und Windows 8. Somit spricht es beide Zielgruppen an. Im Großen und Ganzen erinnert es aber mehr an die deutlich beliebtere 7er-Version, wobei unter der Oberfläche schon die neusten Programmcodes stecken.

Mit Windows 10 verfolgt Microsoft eine Multiplattform-Strategie. Das bedeutet, Windows 10 soll auf allen Plattformen verfügbar sein - vom Smartphones über Tablets bis hin zu Office-PCs. Dank Microsoft Continuum kann man Smartphones mit Einschränkungen sogar als Computer-Ersatz nutzen. Und dank Win10 erfreuen sich Hybride aus Tablets und Notebooks wie beispielsweise die Surface-Modelle immer größerer Beliebtheit. Das liegt unter anderem daran, dass man das aktuelle Microsoft-Betriebssystem einerseits ganz klassisch mit Maus und Tastatur bedienen kann, aber andererseits dank Touchscreen-Unterstützung auch mit den Fingern. Oder man setzt einen Stift wie den Surface Pen ein.

Der sinnvolle Einsatz eines Stiftes bzw. Stylus ist eine Besonderheit, die Microsoft forciert. Zum Beispiel kann man mit Windows Ink ganz einfach Notizen auf den Bildschirm schreiben. Und mit Cortana hat Windows 10 standardmäßig einen Sprachassistenten im Stil von Apples Siri an Bord. Kurz: Eine gute Usability für Heimanwendungen wie auch für produktive Tätigkeiten im Büroeinsatz stehen auf der positiven Seite des neuen Windows.

Ebenfalls sehr gut ist, dass ständig kostenlose Updates erscheinen, die automatisch installiert werden. So profitiert man stets von aktuellen Sicherheitsfunktionen und kriegt zudem neue Features geliefert. Doch dafür muss der Rechner am Netz hängen. Damit einher gehen auch ein paar Nachteile. Zum Beispiel geriet Microsoft für seine "Schnüffelei" und "Datensammelwut" - so die Medien - in Verruf. Deswegen ist es ratsam, die Windows 10 Datenschutzeinstellungen und andere Optionen genau anzuschauen und gewisse Funktionen einzuschränken.

Außerdem kann es vorkommen, dass im Sperrbildschirm Werbe-Anzeigen auftauchen. Damit möchte Microsoft etwas seine Kassen füllen. Zum Glück kann man mit ein paar Klicks die Windows 10 Lockscreen Werbung deaktivieren.

Was ist zu befürchten, wenn man bei Windows 7 bleibt? 

Eigentlich nichts. Das System wird weiter funktionieren und noch bis 2020 von Microsoft mit Updates versorgt. Bis dahin steht dann vermutlich ohnehin ein neuer Computer an, der dann bereits mit Windows 10 ausgerüstet ist. Aber: Es könnte natürlich Probleme mit neuer Software geben, die unter Windows 7 nicht mehr arbeiten will. Auch in Sachen Sicherheit hinkt das veraltete Betriebssystem verständlicherweise etwas hinterher. 

Doch es gilt die alte Weisheit: Never change a running system. Haben Sie einen älteren, schwachbrüstigen Computer im Einsatz, der noch zufriedenstellend läuft, müssen Sie ihn nicht sofort ausmustern. Zumal man mit gewissen Tricks Windows 7 am Leben erhalten kann.

Fazit

Windows 8(.1)-Rechner sollte man updaten, denn hier sind wenig Probleme zu erwarten und die Bedienung von Windows 10 ist deutlich angenehmer. Bei gut laufenden Windows-7-Computern sollte man sich dagegen durchaus überlegen, ob es die Zeit und Mühe wert ist, ein Windows-Update durchzuführen. Hier könnte die Anschaffung eines neuen PCs oder Notebooks sinnvoller sein.

Systeme, die in einer eigenen Domain mit zentraler Wartung laufen, müssen einheitlich umgestellt werden, was bei einheitlicher Hardware auch klappen sollte. Bei stark gemischter Hardware könnte es dagegen viel Zeit und Nerven ersparen, die Umstellung zu vertagen. Allerdings können dann auch neue Systeme nur mit den älteren Windows-Versionen eingerichtet werden.

Kurz: Früher oder später ist eine Umstellung auf Windows 10 fällig.


Ratgeber und Tipps & Tricks für Windows 10

Was muss man bei den Datenschutzeinstellungen von Win10 beachten, wie fährt man das Betriebssystem schneller herunter oder wie nutzt man Windows Ink? Diese und weitere Fragen beantworten wir mit unseren Ratgebern, die nützliche Tipps und Tricks verraten.


Windows 10 im Einsatz (Bild: Microsoft)

Windows Ink: So können Sie schnell und einfach Notizen auf den Bildschirm schreiben

Ein Beitrag von Sven Wernicke, 18.08.2016

Wie schön und praktisch kann eine Bedienung mit dem Stylus sein. Windows 10 bietet mittlerweile von Haus aus gelungene Funktionen, welche die Produktivität deutlich erhöhen können. Zum Beispiel mit Windows Ink.


Notizen unter Windows 10 (Bild: Microsoft)

Mit dem Anniversary Update kam auch Windows Ink

Mit dem Windows 10 Anniversary Update veröffentlichte Microsoft nicht nur eine große Aktualisierung mit Bugfixes. Mit dabei waren auch einige Neuerungen, allen voran der Windows Ink Arbeitsbereich. Dieser eignet sich für diejenigen, die über einen Computer bzw. Notebook mit Touchscreen und Zeichenstift verfügen. Sicherlich sind vorrangig die Surface (Pro)-Geräte gemeint, allerdings möchte Microsoft nach und nach einen eigenen Standard etablieren und so andere Lösungen wie die Pens von Wacom besser unterstützen. 

Doch was bringt Windows Ink überhaupt? Allerlei kleine und größere Vorzüge für den (Arbeits-)Alltag.

Windows Ink Einstellungen

Wer seinen Stift unter Windows 10 korrekt installiert hat, findet seit dem Anniversary Update in den Systemeinstellungen unter dem Punkt „Geräte“ neuerdings die Option „Stift & Windows Ink“.  Dort lassen sich allerlei Aspekte einstellen, um diesen frischen Arbeitsbereich schnell aufzurufen oder gar direkt auf dem gesperrten Gerät Notizen zu verfassen.

Das ist dahingehend sinnvoll, da man so mit nur einem Klick auf den Stift und ohne Eingabe von Passwörtern Infos schreiben sowie Skizzen kritzeln kann. Das ist ideal, wenn’s mal etwas schneller gehen soll. Auf Wunsch passt man an, welche Anwendungen durch Doppelklicks oder Drücken & Halten des Pens gestartet werden.

Neu ist der gesamte Windows Ink Arbeitsbereich, der sich im System Tray rechts unten direkt neben der Uhrzeit bzw. der angezeigten Tastatur befindet. Hier offenbaren sich die Standard-Apps, die seit dem Anniversary Update hinzugekommen sind. Bei den Kurznotizen werden genau solche hinterlassen, ähnlich wie bei Post Its platziert man diese auf dem Bildschirm. Simpel, doch durchaus effektiv. Die Verbindung mit Cortana und dem Kalender ist in der deutschen Fassung allerdings (noch?) nicht vorgesehen.

Schnell mal was malen – genau das ist beim sogenannten Skizzenblock möglich. Dank Pinselauswahl, Lineal (!) und anderen Elementen können sogar etwas aufwändigere Gemälde erschaffen werden. Und sei es nur, um eine Zugfahrt kreativ zu verkürzen.

Dazu gesellt sich noch die Bildschirmskizze: Von dem, was gerade auf dem Display gezeigt wird, wird ein Foto „geschossen“, das bei Bedarf noch kommentiert werden kann. Natürlich mit dem Stylus. Genau dies ist sicherlich bei Präsentationen und für den produktiven Einsatz bei der Arbeit ein nützliches Feature.

Noch etwas mehr
Um die Stylus-Steuerung weiter attraktiver zu gestalten, werden für den Pen geeignete Apps in der Windows Ink-Palette aufgelistet. Hier finden sich mittlerweile clevere Tools abseits der genannten oder Fresh Paint, das seit jeher bei Windows 10 dabei ist. Wer möchte, lädt sich mit Sudoku Classic auch ein Knobelspiel herunter, das perfekt mit dem Stift harmoniert.

In dem Arbeitsbereich-Menüpunkt werden unter „zuletzt verwendet“ alle Programme, die explizit den Stylus unterstützen, vorgestellt – für die Schnellauswahl gut geeignet. Unter anderem ist Microsofts Karten-App mit von der Partie. Sicherlich ist generell noch etwas mehr möglich, zum Beispiel wäre eine Scrollleiste mit allen installierten und Stylus-fähigen Apps schön gewesen. Aber der Anfang wurde von Microsoft gemacht. Und eines wird ebenfalls deutlich: Mit dezenten Verbesserungen erhöht sich der Mehrwert von Stift und Touchscreen deutlich. 


Nerviges Update auf Windows 10: Was tun, wenn man es nicht haben will?

Ein Beitrag von W.D. Roth, 29.05.2016

Schön, wenn man etwas umsonst bekommt. Unschön, wenn es einem aufgedrängt wird wie Sauerbier. Am 29. Juli ist es endlich vorbei mit dem ständig aufpoppenden „empfohlenen Upgrade“ auf Windows 10. Doch wie übersteht man die Zeit bis dahin, wenn man kein Win10 auf dem System haben will? 

Windows 10: Die Update-Erinnerung  kann ziemlich nerven

Im Normalfall und mit aktueller Hardware ist es durchaus sinnvoll, auch das neueste Microsoft-Betriebssystem darauf laufen zu lassen, weil der Support für ältere Versionen mit Updates in den nächsten Jahren eingestellt wird. Dennoch gibt es durchaus Gründe dafür, das Upgrade nicht haben zu wollen (oder auch nicht haben zu können), wie wir bereits in einem Beitrag erklärten. Zudem belegt das Update auf Windows 10 unnötig Platz auf der Festplatte und blockiert beim Download die Internet-Verbindung.

Leider fragt Microsoft aber nicht nur einmal, sondern immer wieder, ob man das kostenlose Update auf Windows 10 auf seinem Computer installieren möchte. Und das auch gerne mal in unpassenden Momenten. Es ist nicht gerade schön, wenn man gerade eine Präsentation halten will und dabei aus Versehen das Upgrade auslöst. Bis das endlich vorbei ist, ist nicht nur der Notebook-Akku leer, sondern auch der letzte Zuschauer gegangen.

Auch mitten im Wetterbericht kommt das Microsoft-Angebot nicht wirklich gut an. Und wenn die Sekretärin nur mal kurz an den PC des Chefs geht und dabei das hochpoppende Microsoft-Fenster falsch wegklickt, ist dieser für den Rest des Tages offline… 

Ein falscher Klick und der PC ist erstmal beschäftigt

Das Update auf Windows 10 kann man mittlerweile tatsächlich leicht aus Versehen auslösen: Microsoft bietet einem in einem Pop-Up einen Upgrade-Termin an, den man bestätigen oder ändern soll.

Klickt man dieses Fenster mit der Schließen-Funktion einfach weg, zählt dies als Bestätigung. Ziemlich unlogisch, aber so ist das. Laut der Logik von Microsoft hat man ja keine Änderung des Termins gewünscht. Zum betreffenden Datum wird der PC dann das Update auf Windows 10 starten, egal, was für einen wichtigen Termin man dann hat oder an was man gerade schreibt.

Erst am 29. Juli 2016 soll der Spuk aufhören, weil ab diesem Tag das Windows-Upgrade kostenpflichtig wird.

So kann man das Windows-10-Upgrade verhindern

Wer für Windows 10 inkompatible Hardware einsetzt, wird zwar auch mit dem Update genervt, doch wird dieses dann nicht ausgeführt. Bei allen anderen Systemen helfen folgende Tipps, wenn man bei Windows 7 oder 8/8.1 bleiben will:

Wenn Windows einen Upgrade-Termin vorschlägt, unbedingt „ändern“ wählen und dort den Upgrade abwählen.

  • Damit die Pop-Ups verschwinden, muss das Update KB 3035583 aus der Update-Liste entfernt werden. Dies ist in der Systemsteuerung unter "Software/Programme – Deinstallieren – Windows Updates anzeigen" abzuwählen.
  • Da Microsoft dieses Update bei automatischer Installation von Updates bald wieder einfügen wird, ist außerdem die automatische Installation von Updates in der Systemsteuerung abzuschalten und auf „Nach Updates suchen, aber Zeitpunkt zum Herunterladen und Installieren manuell festlegen“ umzustellen. Nur so kann ein erneutes Installieren von KB 3035583verhindert werden.
  • Ein kostenloses Tool namens GWX Control Panel soll die Upgrade-Nerverei ebenfalls beenden. Es kann bei Ultimate Outsider heruntergeladen werden

Windows 10 deutlich schneller herunterfahren, um Zeit und Geld zu sparen

Ein Beitrag von Jürgen Kroder, 18.01.2016

Mit einer simplen Einstellung kann man den Windows Shutdown deutlich beschleunigen. Gerade in brisanten Situationen können diese wenigen Sekunden ausschlaggebend sein. Und für den Akku des Notebooks ist das neue Ein-Klick-Herunterfahren auch besser.


Windows Shutdown (Screenshot: Foerderland.de)

Windows ohne Shutdown kostet Strom

Diese Situation kennt sicherlich jeder, der viel unterwegs ist: Man sitzt vertieft an seinem Notebook und plötzlich muss man seine Arbeit beenden, weil man ansonsten die Zug-Haltestelle verpassen würde.

In solchen Fällen wird meist eilig der Deckel zugeklappt. Kein Problem, denn Windows wechselt so automatisch in den Standby-Modus. Das heißt, wenn man den Laptop-Deckel öffnet, fährt das Microsoft Betriebssystem flott wieder hoch und man kann an der letzten Stelle weiterarbeiten.

Der Nachteil: Auch im Standby- bzw. Energiesparmodus verbraucht das Notebook noch Strom. Bei kurzen Unterbrechungen fallen die wenigen Watt nicht ins Gewicht. Bei mehreren Stunden zehrt das langsam, aber sicher am Akku. Ist es abzusehen, dass man sein Notebook für längere Zeit nicht mehr benötigt, wäre es also besser, Windows richtig herunterzufahren, damit kein unnötiger Stromverbrauch entsteht.

Obwohl man bei Windows 10 mit wenigen Klicks (Start-Button > Ein/Aus > Herunterfahren) zum Herunterfahren bringt, so hat man in ganz brisanten Situationen nicht mal diese kurze Zeit. Oder manch einer will sich diese Schritte ersparen, weil sie umständlich erscheinen.

Kein Problem: Mit einem kleinen Trick kann man zukünftig sein Windows 10 (und auch Windows 8.x) ganz schnell und bequem herunterfahren - und das mit nur einem Klick.

Windows 10 mit einem Klick herunterfahren

Für den flotten Shutdown werden Sie in Zukunft ein eigenes Icon bzw. eine Kachel haben. Diese legen Sie folgendermaßen an: 

  • Begeben Sie sich in die Desktop-Ansicht, also die klassische Windows-Darstellung.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine leere Stelle des Hintergrundbildes (Desktop) und wählen Sie im sich öffnenden Fenster die Option Neu und dann Verknüpfung aus.
  • Geben Sie im folgenden Fenster folgende Zeile ein: shutdown /s /t 0
  • Bestätigen Sie die Eingabe durch Weiter und geben Sie der nun angelegten Verknüpfung einen passenden Namen – zum Beispiel Windows 10 herunterfahren, Shutdown oder Dergleichen.

Fertig. Mit dieser Verknüpfung fahren Sie ab jetzt Windows 8 und Windows 10 deutlich flotter und einfacher herunter.

Schneller Zugriff auf das neue Herunterfahren-Icon

Möchten Sie Ihre Verknüpfung jederzeit parat haben, so empfehlen sich noch folgende zwei Schritte:

  • Klicken Sie Ihren „Shutdown-Button“ mit der rechten Maustaste an und wählen Sie die Option An Taskleiste befestigen aus.
  • Zudem wird mit der Option An Start anheften die Verknüpfung auch im Tablet-Modus als Kachel angezeigt.
  • Ziehen Sie die jeweilige Verknüpfung an die Position, wo Sie sie am besten erreichen, ohne dass sie eventuell darauf klicken. 

Das Aussehen des Icons verändern


(Screenshot: Foerderland.de)

Gefällt Ihnen das Symbol der Verknüpfung nicht? Dann klicken Sie erneut mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie den Punkt Eigenschaften an. Im darauf aufploppenden Fenster gehen Sie auf den Menüpunkt Anderes Symbol.

Nach einem kurzen Hinweis gelangen Sie zu einer Auswahl an Icons. Suchen Sie sich ein Symbolbild aus, das für den neuen Shutdown verwendet werden soll.


Vorsicht bei den Windows 10 Datenschutzeinstellungen!

Ein Beitrag von Jürgen Kroder, 17.12.2015

Mit Windows 10 brachte Microsoft zwar ein gutes und schickes Betriebssystem auf den Markt, trotzdem steht es immer wieder in der Kritik. Ein Streitpunkt ist die Datensammelwut, welche Verbraucherschützer als „Überwachung bis zum letzten Klick“ monieren. Um diese einzuschränken, gibt es ein paar Dinge, die man vor und nach der Installation beachten sollte.

Windows will nach Hause telefonieren

Wer mit dem Gedanken spielt, seinen Rechnern oder gar die Computer einer ganzen Abteilung bzw. Firma auf neue Microsoft-Betriebssystem umzustellen, der sollte wissen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Zum Beispiel steht Win 10 aufgrund seiner Datenschutzeinstellungen immer wieder in der Kritik. Denn: Die neue Version greift viele Daten der Nutzer ab und sendet diese an die Microsoft-Server.

Deswegen warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz vor der Datensammelwut des Betriebssystems. Es erfolge eine (O-Ton) „umfassende Beobachtung“, wodurch der Computer „in eine Art private Abhöranlage verwandelt“ wird, was die Verbraucherschützer mit „Überwachung bis zum letzten Klick“ bezeichnen. 

Microsoft versucht stets die die Wogen zu glätten. Das Unternehmen erklärt, die gesammelten Informationen dienen zur Verbesserung der User Experience und zur Weiterentwicklung von Windows. Zudem haben die Nutzer die Möglichkeit, in den Einstellungen viele Datensammelfunktionen zu deaktivieren. 

Die Datensammelwut vor und nach der Installation beschränken

Wer die Spionage durch Windows 10 so gut wie möglich eindämmen möchte, sollte ein paar wichtige Dinge beachten. Die beginnen bereits bei der Installation: Anstatt die bequemere und schnellere Expressinstallation auszuwählen, sollte man auf jeden Fall den Anweisungen Schritt für Schritt folgen. Hierbei ist es ratsam, alle Einstellmöglichkeiten, die bei der Windows 10-Installation gegeben sind, genau anzuschauen. Viele Optionen können ohne große Nachteile deaktiviert werden und tragen am Ende zum Datenschutz bei.

Das Gute ist: Auch bei einem bereits installierten Windows 10 lässt sich die Konfiguration nachträglich noch detailgenau anpassen. Begeben Sie sich hierzu ins Einstellungs-Menü (z.B. indem Sie die Windows-Taste und I gleichzeitig drücken) und klicken Sie dort auf „Datenschutz“. Auf der linken Seite sehen Sie mehrere Menüpunkte, welche wiederum auf der rechten Seite ebenso unzählig erscheinende Optionen bieten. Hiermit lassen sich viele Funktionen und Dienste, welche Daten erheben, deaktivieren oder zumindest stark einschränken.


Windows Datenschutzeinstellungen (Screenshot: Foerderland.de)

So schränkt man die Windows-10-Spionage ein

Die erste Datenschutzeinstellungen, die man deaktivieren sollte, ist die Verwendung einer Werbungs-ID. Damit legt Microsoft ein Profil über den Nutzer an, um ihm persönlich zugeschnittene Werbung ausspielen zu können. Auch das Mitschneiden des Schreibverhaltens und die sogenannte Sprachliste sollten deaktiviert werden.

Der SmartScreen-Filter warnt vor auffälligen Webseiten, was eigentlich eine gute Funktion darstellt. Doch auch hier wird die Privatspäre leicht eingeschränkt. Ebenso zwiespältig fällt die Positionserkennung aus. Einerseits weiß Microsoft so immer, wo sich ihr Windows-Gerät befindet. Andererseits wird die Funktion von gewissen Apps benötigt. Somit empfiehlt es sich, unter Umständen in den entsprechenden Optionen jeder einzelnen Software die Positionserkennung zu erlauben oder nicht.

In eine ähnliche Kerbe schlägt die Aktivierung der Kamera und des Mikrofons. Wer häufig Videochat-Programme wie Skype benutzt, möchte wahrscheinlich nicht jedes Mal von Hand die im Notebook oder Windows-Tablet (z.B. Surface) verbaute Kamera ein- und ausschalten.

Weitere wichtige Optionen

Wie erwähnt, fallen die Datenschutzeinstellungen unter Windows 10 – zum Glück – sehr ausführlich aus. Die genannten Punkte waren nur der Anfang. Mit den Optionen lassen sich unter anderem noch bestimmen, welche Apps Zugriff auf die Kontaktliste haben oder ob unterschiedliche Geräte miteinander synchronisiert werden sollen.

Eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie die Datensammelei deutlich reduzieren, gibt es unter anderem bei Verbraucherzentrale.de.

Windows 10 mit Software zum Schweigen bringen

Wer sich nicht durch die verschachtelten Menüs klicken will, kann die Schnüffelei von Windows 10 auch mit extra Programmen einschränken. Fachredaktionen empfehlen zum Beispiel die kostenlosen Tools W10Privacy, ShutUp10 und DoNotSpy10, welche sich einfach bedienen lassen.

Die Software greift teilweise tief in die Windows-Systemeinstellungen ein. Das bedeutet: Deaktiviert man die falschen Dienste und Funktionen, kann es vorkommen, dass das Betriebssystem danach nicht mehr startet. Deswegen sollte man vor der Benutzung von DoNotSpy10 & Co. ein Back-Up anlegen.


So deaktiviert man die ungewollte Werbung auf dem Sperrbildschirm

Ein Beitrag von Torsten M. Roth, 14.03.2016

Neuerdings kann es vorkommen, dass im Sperrbildschirm von Windows 10 Werbung auftaucht. Wir zeigen, wie man diese wieder abschaltet.


Werbung auf dem Windows 10 Lockscreen (Bild: Microsoft)

Anzeigen unter Windows 10: Eine neue Erlösquelle für Microsoft

Microsoft bedient sich seit kurzem einer neuen Methode für Werbeeinnahmen: Auf dem Sperrbildschirm (Lockscreen) von Windows 10 wird ganzseitig eine Reklame für Produkte, Spiele oder auch Filme eingeblendet.

Nicht alle User sind darüber erfreut. Und bei Firmen könnte dies bei Kundenbesuch zu Missverständnissen führen. Erfreulicherweise lässt sich die Werbung aber mittels weniger Klicks wieder abstellen.  

Wie die Werbung auf den Lockscreen kam

Es begann mit einzelnen Meldungen aus den USA: Windows-10-Nutzer beschwerten sich über plötzlich auftauchende Reklame auf dem Lockscreen. Schon bald mehrten sich die Beschwerden. Microsoft war zu einer Stellungnahme gezwungen und erklärte, dass die Werbekampagnen ein Teil des neuen Betriebssystemes seien. Die Werbung erscheine ausschließlich auf den Sperrbildschirm, so Microsoft. Weitere Anzeigen sollen innerhalb von Windows 10 nicht auftauchen.

Inzwischen gibt es auch erste Beschwerden von deutschen Usern. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis die Verteilung der Werbung alle Computer mit Windows 10 erreicht. Um Abhilfe zu schaffen, gibt es einen einfachen Weg, den wir hier aufzeigen.

Sperrbildschirm-Werbung deaktivieren: So geht's


Windows 10 Einstellungen (Screenshot: Foerderland.de)

  1. Gehen Sie in den Desktop-Modus von Windows 10. Klicken Sie dann auf das Windows-Symbol ganz links unten. Rufen Sie dann die Einstellungen auf.
  2. In den Einstellungen gehen Sie auf den Punkt "Personalisierung"
  3. In den Personalisierungs-Optionen sehen sie links am Bildrand eine Liste. Sie finden dort auch den Eintrag "Sperrbildschirm". Klicken Sie darauf.
  4. Im unteren Teil der Anzeige für den Sperrbildschirm finden Sie den Eintrag „Unterhaltung, Tipps, Tricks und mehr auf dem Sperrbildschirm anzeigen“. Direkt darunter befindet sich ein Schieberegler - stellen Sie auf „Aus“.


Windows 10 Personalisierungseinstellungen (Screenshot: Foerderland.de)

Geschafft. Ihr Lockscreen ist nun werbefrei. Fraglich bleibt jedoch, ob die Funktion zur Deaktivierung in späteren Windows-Updates entfernt wird. Sollte dies passieren, wird es sicher andere Mittel und Wege geben, um die Reklame zu entfernen. 


Windows 10: Die Geschichte

Bevor der Name Windows 10 offiziell bekannt gegeben wurde, redete man über den Codenamen „Threshold“. Bei der Entwicklung des Betriebssystem standen die Zeichen auf Neustart, deswegen wurden viele Dinge – teilweise radikal – verändert.

Ein Symbol dafür ist die Benennung: Rein nach der Logik müsste Windows 10 eigentlich die Nummer 9 im Titel tragen- doch Microsoft übersprang diese Zahl. Hiermit solle unterstrichen werden, dass das neue Windows kein lapidares Update darstellt, sondern ein komplett neues Produkt. Zudem grenzte man sich so weiter vom Vorgänger Windows 8 bzw. 8.1 ab, der sich nicht etablieren konnte.

Trotzdem vergaß Microsoft nie die Wurzeln seines neuen Operating Systems (OS): Windows 10 sieht aus wie eine Mischung aus Windows 7 und Windows 8 - und so fühlt es sich auch an. Eben als ein Hybrid aus klassischer Bedienung und neuen, modernen Features.

Windows 10: Editionen und Fassungen

Wie bei Windows üblich, gibt es auch die 10er-Fassung in 14 verschiedenen Editionen, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen. Während sich beispielsweise Windows 10 Home an Heimanwender und Windows 10 Education an Schulen und Hochschulen richtet, eignen sich die verschiedenen Enterprise-Angebote für Unternehmen.

Zudem bietet Microsoft sein OS auch in speziellen Fassungen für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets sowie für Kleinstcomputer (bspw. Raspberrie Pi) an.

Mit Windows 10 beerdigte man auch ein schwaches Kapitel der Windows-Geschichte: die RT-Versionen. Hierbei handelte es sich um leicht abgespeckte Windows 8-Ausgaben, die für Tablets mit ARM-Prozessoren angepasst wurden.

Marketing-Clou: Das erste (fast) kostenlose Windows

Eine radikale Neuerung von Windows 10 war, dass es kostenlos angeboten wurde. Das galt zumindest für Nutzer von Windows 7 oder Windows 8.1. Dieses Gratis-Update galt aber nur bis Mitte 2016. Zudem bot Microsoft das kostenlose Upgrade nur für Einzelplatz-Lizenzen an. Wer Volumenlizenzen für mehrere, ältere Windows-Rechner gekauft hat, musste auch bei Windows 10 wieder dafür bezahlen.

Trotz der Einschränkungen ging die Marketing-Strategie von Microsoft auf: Nach rund fünf Monaten war Windows 10 weltweit auf über 200 Millionen PCs, Notebooks, Tablets und weiteren Geräten installiert.


Windows 10: Das ist neu

Das neue Betriebssystem ist einerseits einer Weiterführung der Windows-Ära mit dem gewohnten Look & Feel, andererseits ebnete Microsoft damit den Weg für die Zukunft.

Die folgenden Punkte gehören zu den markantesten Veränderungen und Neuerungen, die mit Windows 10 eingeführt wurden.

Die Benutzeroberfläche

Die augenscheinlichste Neuerung stellt die Oberfläche dar. Wie schon bei Windows 8 kann auch bei der 10er-Fassung zwischen der klassischen Desktop-Ansicht, die man seit Windows 95 kennt, und der neuen Kachel-Optik (ursprünglich Metro UI genannt) gewechselt werden.

Dieser Vorgang gestaltet sich nun deutlich einfacher. Zudem wurde er automatisiert. Das heißt: Startet man Windows 10auf einem stationären PC, wird standardmäßig die Desktop-Ansicht gezeigt. Dagegen bootet Win10 auf Tablets mit der Kachel-Oberfläche.

Damit ließ Microsoft die zwei Welten – Touch-Bedienung und großen App-Kacheln vs. klassische Oberfläche mit kleinen Icons – besser als bei Windows 8 verschmelzen. Auch der schmerzlich vermisste Start-Button kehrte offiziell wieder zurück.

Apps statt klassischer Programme

Eigentlich ist der Begriff App eine Abkürzung für Application, was so viel wie Anwendung bzw. Anwendungssoftware bedeutet. Somit könnte man theoretisch fast jede Art von Software als App bezeichnen. Mittlerweile steht der Begriff unter anderem für Programme, die man aus einem App Store herunterlädt und mit wenigen Klick installieren bzw. deinstallieren kann.

Mit Windows 8 führte auch Microsoft Apps ein, welche man aus dem Windows Store herunterlädt. In der Regel handelt es sich hierbei um vereinfachte Fassungen bekannter Programme (z.B. One Note), welche auf Touch-Eingaben optimiert sind.

Mit Windows 10 wachsen Apps und die klassischen Programme mehr zusammen. Trotzdem gibt es noch eine Trennung dieser beiden Arten von Anwendungen.

Die Sprachassistentin Cortana

Was Apple erfolgreich auf dem iPhone eingeführte, besitzt nun - mit einigen Jahren Verspätung - auch Microsoft: Eine Assistentin, die auf Spracheingaben reagiert. Bei Windows 10 hört diese nicht auf den Namen Siri, sondern wurde Cortana benannt. Der Name stammt von einem KI-Charakter der Xbox-Spielereihe „Halo“.

In der Desktop-Ansicht von Windows 10 sieht man neben dem Start-Button in der Taskleiste ein Suchfeld. Hiermit durchsucht man einerseits seine Festplatte (z.B. nach bestimmten Dateien und Programmen), andererseits wird damit eine Websuche über die Microsoft-eigene Suchmaschine Bing gestartet. Zudem kann man hierüber mit Cortana mittels Spracheingabe kommunizieren.

Edge statt Internet Explorer

Der Zugang ins Internet geschieht in der Regel über einen Browser. In früheren Windows-Fassungen war der Internet Explorer (IE) vorinstalliert und fest ins System verankert, was Microsoft eine Klage und eine hohe Strafe einbrachte.

Seitdem sank der Stern des einstigen Platzhirschen, andere Browser liefen den IE den Rang ab. Das lag auch daran, dass der Internet Explorer mit einigen Mängeln behaftet war. Mit Windows 10 führte das US-amerikanische Unternehmen einen neuen, exklusiven Browser ein: Edge.

Edge kommt deutlich schlanker als sein indirekter Vorgänger daher. Und er trumpft mit speziellen Features auf. So lässt sich beispielsweise eine Leseansicht aktivieren, die störende Elemente ausblendet. Zudem kann man mittels Stifteingabe (z.B. mit dem Surface Pen) direkt auf den Webseiten Notizen verfassen, Bereiche markieren und Ausschnitte speichern.

Immer aktuell dank Updates

Microsoft behauptet, Windows 10 sei das vorerst letzte Windows. Es soll in absehbarer Zeit kein Windows 11 oder Dergleichen geben. Der Grund dafür liegt im Release-Modell. Das bedeutet: Es gibt regelmäßig Updates für das Betriebssystem, die nicht nur Patches, sondern auch Verbesserungen beinhalten. Damit bleibt Windows 10 stets up-to-date.

Die Updates werden in der Regel automatisch heruntergeladen und installiert. Damit soll gewährleistet werden, dass möglichst alle User die gleiche Version im Einsatz haben.

Kritik an der Datensammelwut

Cortana, Windows Store, Edge: Mit dem neuen OS wird zunehmend die Offline- mit der Online-Welt verzahnt. Dadurch sendet das Betriebssystem aber ständig Daten – auch sensible Nutzerdaten – an die Server von Microsoft.

Die Windows 10-Datenschutzeinstellungen lassen sich zwar detailreich vor und nach der Installation konfigurieren, trotzdem steht Microsoft für seine Datensammelwut in der Kritik.

Windows auf allen Plattformen

In seiner langen Geschichte lief Windows meist nur auf einem System, womit es seinen weltweiten Erfolg hatte: dem PC. Zwar gab es immer wieder spezielle Fassungen und Ableger, zum Beispiel für PDAs (Windows CE) und Smartphones (Windows Mobile), diese konnten sich aber nie durchsetzen.

Mit Windows 10 will Microsoft die Fehler der Vergangenheit ausbügeln: Es gibt nur noch ein Betriebssystem für alle Plattformen. Das heißt, das neue Operating System läuft auf Dekstop-PCs, Notebooks, Tablets und Smartphones, zudem ist es für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ausgelegt.

Ob sich dieser Schachzug auszahlt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Bislang besitzt Windows im mobilen Bereich eine untergeordnete Rolle dar, hier dominieren ganz deutlich Android und iOS.

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