Kimeta GmbH

Vom Suchen und Finden des Traumjobs

Jobportale, Personalberatungen, Stellenbörsen von Unternehmen - auf der Suche nach einer neuen Wirkungsstätte muss man sich durch einen schier unüberschaubaren Dschungel von Web-Angeboten kämpfen. Die Macher von Kimeta wollen Abhilfe schaffen – mit einer Meta-Jobsuchmaschine. 


Kimeta ist eine Meta-Jobsuchmaschine. Neben allen gängigen Jobbörsen und –portalen durchforstet und erfasst sie auch offene Stellen auf Personalberatungs-, Unternehmens- und Karrierewebseiten – insgesamt werden über 1.000 Websites durchsucht.
"Bei den klassischen Jobbörsen finden Stellensuchende nur die Angebote der Unternehmen, die dort inserieren. Bei uns finden sie auch die Jobangebote, die an anderen Stellen im Internet erscheinen. Wir schaffen im Bereich der offenen Stellen in Deutschland mit einer Art ‚Job-Google‘ eine völlig neue Dimension von Transparenz und Vereinfachung", erklärt Jörg Malang, geschäftsführender Gesellschafter der Kimeta GmbH. Neben dem Geschäft im eigenen Namen bietet kimeta auch Whitelabel-Lösungen für Tageszeitungs-und Fachverlage mit großem Potential.

Eine dynamische Tagcloud

Kimeta Screenshot

Die Suchergebnisse werden in einem drei Kategorien umfassenden Relevanzranking angezeigt. Eine farbliche Kennzeichnung zeigt daneben den Grad der Übereinstimmung mit den eingegebenen Suchbegriffen an. Registrierte Benutzer können ihre Suchanfragen auf der Webseite speichern und in ihrem persönlichen Bereich verwalten.

Auf Wunsch werden die Suchenden via E-Mail informiert, sobald neue Stellenausschreibungen im Internet auftauchen, die auf ihr Stellenprofil passen. Das neueste Kimeta-Feature ist eine dynamische Tagcloud. Abhängig von den Suchkriterien des einzelnen Nutzers schlägt diese weitere Suchbegriffe vor, mit deren Hilfe sich die Ergebnisse noch weiter eingrenzen lassen.

Viele Wege führen zu Kimeta

Die Kimeta-Gründer Dr. Erik Spickschen und Torsten Hein kennen sich schon aus ihrer Schulzeit. Mit dem Abitur in der Tasche, gingen die Schulkameraden allerdings erst einmal wieder getrennte Wege. Während Hein eine Banklehre absolvierte und anschließend BWL studierte, verschlug es Spickscher zunächst nach Mannheim, wo er ein Studium zum Diplom-Kaufmann mit Schwerpunkt Japanologie aufnahm. Durch zahlreiche "Auslandseinsätze" während seines Studiums – unter anderem in Japan, Spanien, Frankreich und England - reifte in dem eingefleischten Entrepreneur die erste Geschäftsidee heran, die er noch während seiner Studentenzeit in die Realität umsetzte. Den erfolgreich gründeten Feinkostimport verkaufte Spickschen noch bevor er sein Universitätsdiplom in Händen hielt.

Einige Jahre gingen ins Land, als die MSW & Partner Personalberatung für Führungsnachwuchs GmbH die beiden Freunde schließlich wieder zusammenführte. Als Hein 1996 als geschäftsführender Gesellschafter ins Unternehmen einstieg, hatte Spickscher bereits seit zwei Jahren den dortigen Geschäftsführerposten inne. Gemeinsam richteten sie von nun an Rekrutierungsveranstaltungen in ganz Deutschland aus. Auf unzähligen Veranstaltungen lernten sie die Bedürfnisse und Anliegen von Arbeitssuchenden, aber auch die Wünsche und Anforderungen von Unternehmen kennen, die sich auf dem Arbeitsmarkt tummeln.

Von Banknachbarn zu Geschäftspartnern

Haben die Fäden in der Hand (v.l.): Dr. Erik Spickschen, Jörg Malang und Torsten Hein.

Im Laufe des Jahres 2003 nahm schließlich eine neue Geschäftsidee von Hein und Spickschen immer klarere Formen an. Aufbauend auf dem gewonnen Erfahrungsschatz und der Überzeugung, dass bestehende Internetstellenbörsen sicher nicht der Weisheit letzter Schluss sind, wollten es die beiden besser machen – die Idee für eine Meta-Jobsuchmaschine, eine Art Job-Google, war geboren.

Der Grundstein für die eigene Firma war zwar gelegt, bis zur Gründung sollte es aber noch zwei Jahre dauern. 2005 war es dann soweit. Gemeinsam riefen sie im Dezember die Kimeta GmbH ins Leben. Aus den ehemaligen Banknachbarn waren Geschäftspartner geworden. Über mangelnde Erfahrung als Firmeneigentümer können Hein und Spickschen nicht klagen: Kimeta ist für beide bereits das dritte eigene Unternehmen.

Drei ist keiner zuviel

Während Hein sich um die Produktentwicklung und alle technischen Herausforderungen kümmerte, verantwortet Spickschen die Bereiche Business Development, Finanzen und Organisation. Der diplomierte Musikpädagoge und Medienmanager Jörg Melange machte die Dreierrunde im Dezember 2006 schließlich komplett. Zunächst nur Kimeta-Gesellschafter ergänzt er seither die Geschäftsführung und ist der Mann für das Marketing, die Kommunikation und den Vertrieb.

Neun Anteilseigner halten nun etwa 55 Prozent von Kimeta

Die den neuen Investoren sind nun die Verlagsgruppe Rhein Main, die Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung, die Badische Zeitung, der Verlag Nürnberger Presse, die NWZ Mediengruppe und Schwäbisch Media.

Premiumservice anvisiert

Nach nur sechs Monaten stehen Jobsuchenden auf Kimeta bereits deutlich über 300.000 Stellenangebote zur Verfügung. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile mehr als zehn Mitarbeiter. Neben der kostenfreien Recherche wollen die Betreiber demnächst auch einen Premiumservice rund um das Thema Jobsuche und Karriere anbieten.

Unterstützung vom High-Tech Gründerfonds

Nicht nur die Kimeta-Betreiber sind vom Erfolg ihres noch jungen Unternehmens überzeugt. Neben dem High-Tech Gründerfonds, der 2005 von der Bundesregierung, der KfW Bankengruppe und den Unternehmen BASF, Deutsche Telekom und Siemens ins Leben gerufen wurde, stärken ihnen auch zahlreiche private Investoren den Rücken, die sie sowohl finanziell als auch mit ihrem umfangreichen Erfahrungsschatz unterstützen. Der High-Tech Gründerfonds, der an der Seed-Runde von Kimeta beteiligt war, stieg 2015 nach neun Jahren aus und realisierte nach eigenen Angaben „ein hohes einstelliges Multiple“ auf sein Investment.

Bilder: Kimeta GmbH
© 2015 förderland

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