Fintech: Finanzdienstleistungen treffen auf Smart Services

(Bild: Fotolia.com)
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Die Disruption durch die Digitalisierung schlägt große Wellen: Filme werden übers Internet geschaut, Möbel per Smartphone bestellt, der Kühlschrank bestellt selbständig Nachschub und Autos fahren autonom durch die Städte. Auch im Bereich der Finanzen kommt es zum Umbruch. Dank Smart Services von Fintech-Startups wird der Gang zur Bank oder zum Geldautomaten obsolet.

Was sind Fintech-Dienstleistungen?

Der Begriff Fintech ist eine Abkürzung für „financial services und technologies“ und steht für Technologien im Finanzsektor. Hiermit sind meist Finanzdienstleistungen gemeint, die per Smartphones oder Internet erledigt werden können.

Startups im Bereich Fintech besitzen in der Regel keine Banklizenz. Sie versuchen mit innovativen Ideen den Banken und Versicherungen sukzessive Marktanteile wegzunehmen, wodurch es zu einer Disruption der klassischen Strukturen kommen kann.

Fintech bzw. smarte Finanzdienstleistungen sind in den Bereichen Insurance, Banking, Lending, Payment und Trading zu finden. Laut Prognosen wird der Markt bis 2020 jährlich um rund 20 Prozent wachsen. Deswegen stehen Fintech-Unternehmen bei Investoren hoch im Kurs.

Der Umgang mit Geld erlebt einen Umbruch, den man aus anderen Branchen bereits kennt. Durch Fintech steht die Finanzbranche heute da, wo sich die Musikindustrie im Jahr 200 befand. Die analoge Welt wird von die Digitalisierung umgekrempelt, neue Big Player entstehen, alte gehen unter.

Was bieten Smart Services im Finanzsektor?

Oft sind die Fintech-Unternehmen auf ein oder zwei Bereiche (z.B. Banking, Payment, Lending) spezialisiert. Durch ihre Digitalisierung der Finanzdienstleistungen kommen der Kundenkontakt und die Abwicklung der Prozesse übers Internet oder über Apps zustande.

Die Smart Services im Finanzbereich punkten durch schnelle und einfache Handhabung, was unter anderem durch Automatisierung und der Abwicklung über die Cloud zustande kommt. Die erhobenen Daten (Big Data) können dazu genutzt werden, den Kunden ganz spezifische Angebote zu unterbreiten.

Die Fintech-Dienstleistungen bieten beispielsweise eine transparenteres Onlinebanking, das Verleihen von Geld an Freunde, das Ansparen von kleinen Summen oder die schnelle Anpassung von Versicherungen an die aktuellen Bedürfnisse. Auch der schnellen Transfer von Geld oder das Bezahlen per Smartphone und Smartwatch (Beispiel: Apple Pay).

 

 

Bekannte Fintech-Unternehmen

Mittlerweile gibt es unzählige Konzepte und Akteure auf dem Markt. So will Numbers26 das Banking ins 21. Jahrhundert bringen, Transferwise bietet faire Auslandsüberweisungen und Cringle ermöglicht Geldransfers zwischen Smartphone-Nutzern. Mit Payleven kann man kontaktlos bezahlen, Figo entwickelte eine moderne Banking-API und der mobile Bezahldienst CurrentC soll gegen Apple Pay antreten.

Weitere bekannte Namen im sich schnell drehenden Fintech-Karussell sind unter anderem Fidor, Schutzklick, FinLab, Asur, Bonify, Finq, Smava, Lendico, Auxmoney, Compeon, Paij, Paymill, Laterpay, Cookies, Crosslend, Finatra, Friendsurance, Giromatch, Treefin, Zinsland, Cashboard, Sharewise, Fairr, Prosper, One97, Credit Karma, Xero, Klarna und Zenefits.

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