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22.06.07

Youtube & Co.

Videoportale im Internet: Alternativen zu Youtube

Wer Videos im Netz anschauen will, der muss dafür nicht auf YouTube zurückgreifen. Es gibt eine Vielzahl an Alternativen. Wir nennen die größten Konkurrenten und echte Geheimtipps.


(Bild: Pixabay)

Ähnliche Seiten wie Youtube gibt es viele

Wenn über Videoclips im Internet geredet wird, dann fällt in der Regel zuerst ein Name: YouTube. Das Videoportal wurde 2005 gestartet und gehört seit 2006 zu Google. Rund 1,6 Milliarden US-Dollar kostete dieser Deal – und das, obwohl YouTube damals hohe Kosten hatte und keinen Gewinn einfuhr. Das hat sich bis heute nicht großartig verändert: Trotz Milliardenumsätze fehlen die positiven Zahlen.

Nichtsdestotrotz hält Google an dem mittlerweile größten Videoportal der Welt fest. Denn Bewegtbild, wie Videos unter anderem von Marketern genannt werden, ist ein Wachstumsfeld. Deswegen gibt es seit einigen Jahren zahlreiche Mitbewerber, die etwas vom immer größer werdenden Kuchen abhaben wollen. Sie möchten mit unterschiedlichen Konzepten eine Alternative zu YouTube sein.

Eine Übersicht über den Markt der Videoportale

Der Markt der Video-Angebote im Internet fällt heterogen aus. Einerseits finden sich zahlreiche Webseiten, auf denen man kostenlos kurze Videoclips oder gar Spielfilme anschauen kann. Sie finanzieren sich in der Regel über Werbung in Form von Bannern oder Prerolls (Werbevideos vor dem eigentlichen Video). Andererseits erleben auch Bezahlangebote einen Boom. Hier geht es meist um Video-on-Demand bzw. Videostreaming-Portale wie Netflix oder iTunes.

Dazwischen positionieren sich hybride Modelle. Zum Beispiel kann man auf General-Interest-Portalen wie T-Online.de, Web.de oder GMX.de Videobeiträge anschauen. Darüber buhlen die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender um die Gunst der Zuschauer. Und Portale wie Twitch.TV bieten etwas ganz Anderes: Live-Streams, bei denen man Gamern beim Spielen von Computerspielen zuschauen kann.

Darüber hinaus gibt und gab es zunehmend Special-Interest-Videoportale, die sich nur einem Thema bzw. Genre widmen. So kann man auf Tape.TV Musikvideos anschauen, das mittlerweile eingestellte Gametrailers.com zeigte Gaming-Videos, und im Erotik-Bereich sorgen unzählige Möglichkeiten für Stimulation.

Eine YouTube-Alternative darf man nicht vergessen: Social Networks. Auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram werden zunehmend Videos hochgeladen und mit Freunden geteilt. Experten sind sich einig, dass hier veritable Konkurrenten für YouTube heranwachsen. Gerade wenn es um Clips geht, die nur wenige Sekunden lang sind.

Die größten und bekanntesten Alternativen zu Youtube

Welche Videoangebote locken die meisten Zuschauer an? Eine Auswertung von Statista.de zeigt, wie die Marktverteilung im 2. Halbjahr 2015 aussah: Youtube ist in Deutschland mit Abstand der Marktführer, dahinter kommt lange nichts.

Während das Google-Videoportal einen Marktanteil von rund 52 Prozent inne hielt, entfielen auf den zweiten Platz – MyVideo – nur etwas über 10 Prozent. Dahinter folgen T-Online.de Video, Dailymotion, Maxdome, Vevo, Clipfish und Netflix. Zudem existiert noch der Block „Sonstige“, wozu unter anderem Vimeo gehört.


Die größten Videoplattformen in Deutschland, Stand: 2. Quartal 2016 (Bild: Statista)

Bezahlangebote verbreiten sich

Interessant ist zu sehen, dass bei der Auswertung nicht nur kostenlose Videoangebote auftauchen, sondern auch Videostreaming-Anbieter wie Netflix und Maxdome. Einer Erhebung von Tomorrow Focus Media nach zeigt aber bei der Verteilung der Video-on-Demand-Präferenzen ein etwas anderes Bild.

Laut dieser Statistik ist 2015 Amazon Prime Video der am meisten genutzte Videostreaming-Dienst gewesen. Es folgten Netflix, Maxdome, iTunes, Watchever und Snap by Sky.

Videoportale kommen und gehen

Da der Markt in Bewegung ist, verändert sich die Verteilung ständig. Zum Beispiel war vor ein paar Jahren noch Videoload der Deutschen Telekom ein wichtiger Marktteilnehmer, heute dagegen nicht mehr. Und der Medienkonzern Vivendi gab im Juli 2016 bekannt, dass Watchever eingestellt wird. Der Grund: Der Streaming-Dienst konnte sich nicht gegen die harte Konkurrenz durchsetzen.

Ähnlich erging es dem deutschen YouTube-Herausforderer Sevenload, an dem mehrere Unternehmen wie beispielsweise der Burda-Konzern und die Deutsche Telekom beteiligt waren. Sevenload wurde 2006 gegründet und 2014 geschlossen. Auch das Videoportal Maxdome hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich: Es entstand in Zusammenarbeit zwischen United Internet (GMX, Web.de, 1&1) und SevenOne Media (ProSiebenSat1) als Entertainment-Plattform, nun tritt es in Konkurrenz zu Amazon Prime Video und iTunes.

Was ist die beste Alternative zu YouTube?

Das ist schwer zu sagen und nicht pauschal zu beantworten. Es haben sich mittlerweile unzählige Wege und Möglichkeiten etabliert, um Videos zu konsumieren. Kurze, kreative Clips gibt es auf Instagram, Kinotrailer und Katzenvideos auf Facebook, aktuelle Hollywood-Filme und TV-Serien auf Streaming-Anbieter wie Netflix, Maxdome und Amazon Prime Video.

Wer kreative, selbst gedrehte Videos sehen möchte, der findet sie auf Vimeo und Dailymotion, ältere Serien und Filme bieten Clipfish und MyVideo an. Aktuelle Nachrichten und  skurrile Web-Fundstücke kann man auf reichweitenstarken Webseiten wie T-Online, GMX oder Yahoo anschauen. Und Mediatheken wie die von ARD, ZDF oder der RTL-Gruppe (TV Now) bieten Fernsehsendungen und TV-Eigenproduktionen (z.B. Tatort) auf Abruf.

Man findet also eine große Vielfalt vor, die ständig erweitert wird und sich immerzu verändert. Das gilt für kostenlose, meist werbefinanzierte Angebote wie auch für Pay-Dienste, zu denen die Video-on-Demand-Anbieter zählen.

Übersicht: Ehemalige Alternativen zu Youtube

Bereits vor ein paar Jahren beschäftigten wir uns mit dem Thema. Daraus resultierte eine lange Liste mit über 50 deutsch- und englischsprachigen Videoplattformen für User Generated Videos. Die Auflistung aus dem Jahr 2008, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhob, sehen Sie hier. Im Laufe der Zeit kamen neue Webseiten hinzu, einige verschwanden. Somit kann die Aufzählung der YouTube-Alternativen als eine Art „Screenshot der Videoangebote im Internet“ gesehen werden.

AtomUploads

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blip.tv

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Break.com

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Brightcove

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Clipfish

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ClipMoon

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ClipShack

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Dailymotion

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FlickLife

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Flixya

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Flukiest

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Flurl

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GoFish

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Google Video

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Grouper

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Guba

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Holy Lemon

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iKiwi

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IFILM

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iShare

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Jumpcut

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Kewego

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LiveDigital

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LiveVideo

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Metacafe

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Motionbox

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MySpaceTV

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Myubo

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MyVideo

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Revver

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SelfcastTV

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Sevenload

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Soapbox (MSN)

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Stage6 (DivX)

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Tubearoo

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Uberme

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UnCut Video (AOL)

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UProm.TV

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Uvouch.com

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Veoh

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Videotube

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Viddler.com

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vidilife

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Vimeo

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VuMe

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Yahoo! Video

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YouTube

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Zabim

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Zeec

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ZippyVideos.com

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Zoopy

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Auch lesenswert:

Musikvideokultur im Web 2.0

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