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01.08.14Kommentieren

TinyBlu: Eine App hilft uns, systematisch mit anderen in Kontakt zu bleiben

Beziehungspflege ist essentiell, sowohl beruflich wie auch privat. TinyBlu hat sich zum Ziel gesetzt, uns dabei zu helfen, Kontakte nicht abbrechen zu lassen und regelmässig mit anderen in Verbindung zu bleiben.

tinyblu150Wir sind zwar in der heutigen digitalen Welt per Smartphone, Social Media & Co. immer miteinander verbunden, aber dies bedeutet nicht, dass wir deswegen wirklich regelmässig miteinander kommunizieren. Oder wir vergessen gerade wegen der Nonstop-Kommunikation, mit gewissen Personen aktiv in Kontakt zu bleiben. Die Web-App TinyBlu will uns deshalb dabei helfen, mit wichtigen Personen systematisch in Verbindung zu bleiben.

Wer beruflich viel in Kontakt mit Geschäftspartnern ist, verwendet mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Tool für sein Client Relationship Management (CRM). Dort lassen sich nicht nur Kontaktdaten verwalten, sondern auch die ganze Kundengeschichte inklusive Meetings, Angebote und vielem mehr. In einem CRM können auch Aufgaben hinterlegt werden, um beispielsweise mit einem potentiellen Kunden regelmässig in Kontakt zu bleiben.

Zu jedem Kontakt den aktuellen Status

Im Kern funktioniert TinyBlu wie ein kleines CRM. Ich kann eine Person erfassen und die App kreiert eine sogenannte Lifeline. In dieser definiere ich, wie oft ich mit dieser Person in Kontakt bleiben möchte. TinyBlu arbeitet mit drei Stufen, visualisiert durch ein grünes, ein oranges und ein rotes Smiley. Entsprechend kann ich hinterlegen, wie lange es dauern soll, bis der Status von Grün auf Orange wechseln soll (bspw. 1 Monat) und wie lange die Gnadenfrist von Orange auf Rot (bspw. 2 Wochen) dauern soll.

In der Übersicht sehe ich anschliessend die Liste meiner Kontakte und in welchem Zustand meine Beziehung zu jeder Person ist. Wenn ich mit einer Person interagiert habe, kann ich dies als Update erfassen. Ein Update kann zudem mehr als eine Person umfassen, wenn ich beispielsweise mit zwei Personen essen war. Das jeweils letzte Update pro Person wird mir ebenfalls in der Übersicht angezeigt. Sobald ich mit jemandem zu lang nicht mehr in Kontakt war, schickt mir TinyBlu einen Reminder per Mail.

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TinyBlu hat Potential, müsste sich aber weiterentwickeln

Ob es zum Verwalten von Kontakten eine App braucht, muss jeder für sich selber beurteilen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass TinyBlu als Mini-CRM für Selbständige durchaus Sinn machen kann. Dafür bräuchte es aber meines Erachtens noch mehr Schnittstellen und Integrationen wie zum Beispiel zum Adressbuch, zum Kalender etc. Denn im Moment ist TinyBlu eine Standalone-Applikation und die Gefahr ist damit gross, dass sie in Vergessenheit gerät. Und wie bei den klassischen CRM gilt auch hier: Die App ist nur so gut, wie sie gepflegt wird.

Alles in allem ist TinyBlu eine sehr gut gemachte, schlanke Web-App. Sie läuft aktuell in der Beta-Version und ist kostenlos.

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