<< Themensammlung Organisieren

06.11.13Leser-Kommentare

Tagesplanung: 9 Tipps für einen guten Tag

Zu oft kommt es vor, dass ich mir für den Tag viel vornehme, dann aber wesentlich weniger erledige. Manchmal sogar das Falsche, weil ich Sonderfällen und Unterbrechungen zu viel Raum eingestehe. Diese neun Tipps helfen mir dabei, meinen Tag zu einem guten und produktiven zu machen.

Bild: Chris Dlugosz bei flickr.com (CC BY 2.0)Unvorhersehbare Ereignisse können den besten Plan über den Haufen werfen. Wer jedoch gar keine Planung macht, verliert die Übersicht und erledigt oft sogar das Falsche. Zu einem guten Tag gehört beispielsweise auch, dass man ein Fazit zieht.

Wer sich an die folgende Checkliste hält, erhöht die Chance auf einen erfolgreichen Tag:.

1. Den Tag am Vorabend planen.

Wenn ich morgens ins Büro komme und mir zuerst zurechtlegen muss, was ich denn eigentlich erledigen will, verliere ich bereits wertvolle Zeit. Denn gerade am Morgen bin ich am produktivsten. Daher finde ich es sinnvoll, den kommenden Tag am Abend davor zu planen, am besten als letzte Handlung vor dem nach Hause Gehen.

2. Schriftlich festhalten, was ich alles erledigen will.

Dabei ist es wichtig, sich nicht zu viel aufzuhalsen, aber auch nicht zu wenig. Ich persönlich neige dazu, eher zu viel in einen Tag hineinpacken zu wollen. Weniger ist oft mehr. Die Aufgaben am besten unpriorisiert auflisten.

3. Abschätzen, wie viel Zeit ich für die Erledigung bestimmter Aufgaben brauche.

Das ist manchmal gerade bei nicht wiederkehrenden Aufgaben schwierig. Dennoch: Als Richtlinie zur Erledigung nehme ich für eine Aufgabe oder Teilaufgabe immer 30 Minuten. Falls nötig kann ich mir dann zusätzlich 10 Minuten mehr geben.

4. Wichtige Aufgaben möglichst am Morgen erledigen.

Es braucht nicht viel Fantasie, sich vorzustellen, dass man während der ersten Stunden nach dem Aufwachen mit Kaffee etc. am produktivsten ist. Das gilt es zu nutzen und wichtige Aufgaben zu erledigen. Meetings versuche ich in den späten Vormittag zu packen. Es kommt übrigens nicht drauf an, ob man um 5 oder um halb 9 Uhr aufsteht. Hauptsache nach dem Eintreffen die wichtigen Dinge zuerst.

5. Die wichtigsten Aufgaben konsequent bis zum Ende durchführen.

An einer Sache bis zum Schluss dranzubleiben ist umso schwieriger, je mehr Leute schon im Büro sind. Deshalb diese wichtigsten Tagesaufgaben möglichst vor dem Eintreffen der anderen erledigen. Konsequent bis zum Ende dran zu bleiben verspricht Erfolgserlebnisse – man kann etwas abhaken – und beruhigt den Puls für weitere Aufgaben.

6. Sonderfälle nur erledigen, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Das versuche ich besonders dann einzuhalten, wenn von den wichtigen Aufgaben noch nicht viele erledigt sind.

7. Für wiederkehrende Aufgaben und Arbeiten eine Checkliste erstellen.

Das A und O für wiederkehrende Aufgaben, um keine Zeit für unnötige Prozesse aufzuwenden, sind Checklisten mit Abläufen. Eine Checkliste erleichtert nicht nur mir, sondern auch meiner Nachfolge die Arbeit bzw. die Einführung.

8. Ein Fazit ziehen.

Am Abend eines Tages mache ich mir die Erfolgserlebnisse bewusst. Diesen psychologisch wichtigen Teil für einen guten Tag vergessen die meisten. Ich auch. Wer die erfolgreichen Momente des Tages an seinem inneren Auge vorbeiziehen lässt, bleibt motiviert für den nächsten Tag.

9. Bei Misserfolgen frage ich mich: Was habe ich daraus gelernt?

Fehler passieren. Wichtig ist, welche Schlüsse man daraus zieht, statt einfach den Kopf in den Sand zu stecken.

Jetzt liegt der Ball bei unseren Lesern: Habt Ihr noch einen 10. Punkt zu ergänzen?

 

Bild: Chris Dlugosz bei flickr.com (CC BY 2.0)

Kommentare

  • Ralph

    06.11.13 (13:09:02)

    10. Weniger ist oft mehr.

  • 06.11.13 (13:22:47)

    Das habe ich unter 2. bereits drin, würde aber auch einen eigenen Abschnitt verdienen.

  • Forticus

    06.11.13 (16:59:52)

    10. Für den privaten Mittelteil zwischen Büro und Bett verfahre genauso, damit der "gute Tag" nicht nur durch das Büro definiert wird. - - - Lese hier seit ca einer Wochenende. Danke für die Inspirationen. Einiges entdeckt und bereits installiert: Omnifocus, Zettelkasten, Noguchi Ablage und Ei-Mappen … ok, nicht ganz. Der Ei-Mappen-Berater kommt morgen.

  • Dorian M

    10.11.13 (19:36:28)

    Mir passiert das auch sehr oft, dass ich mir zuviel vornehmen, oder privat mit Job nicht mehr zu unterscheiden ist bzw. war. Checklisten sind für mich super wichtig! Ich arbeite viel von Zuhause oder einem Büro in der Stadt, und habe somit großteils freie Zeiteinteilung. Meiner Meinung nach kann man nicht unbedingt sagen, dass man am Morgen am besten arbeiten kann. Das ist doch eine Typ Frage und hängt vom jeweiligen Rhythmus ab. Allerdings gewisse Behörden etc. erreicht man nur zu gewissen Zeiten. und klar, weniger ist meist mehr! lg Dorian

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer