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13.08.10Kommentieren

PKV: Wer zahlt was?

Die Frage nach der besten Krankenversicherung und den günstigsten Konditionen beschäftigt viele Menschen. Immer mehr Versicherte denken dabei über einen Wechsel von der gesetzlichen zu einer privaten Krankenversicherung nach.

Private Krankenkasse - Bildquelle: Pixelio.de/RainerSturm

In Deutschland bietet die private Krankenkasse, besonders für besser Verdienende, entscheidende Vorteile, da die Beiträge an individuelle Faktoren gebunden sind.

Vom eigenen Einkommen sind die monatlichen Zahlungen völlig unabhängig. Stattdessen werden persönliche Angaben und Wünsche zur Berechnung der Beiträge herangezogen. Die drei wichtigsten Faktoren dafür stellen das Geschlecht des Versicherten, das Eintrittsalter und sein Gesundheitszustand dar. So müssen Frauen höhere Beiträge entrichten als Männer, da sie statistisch länger leben und die Krankenkasse damit mehr belasten. Auch mit dem Alter des Kunden erhöhen sich die Zahlungen. Und letztlich führen Krankheiten, die schon beim Eintritt in die Versicherung vorhanden sind, zu sehr viel größeren Belastungen.

Neben diesen drei grundlegenden Faktoren fließen auch individuelle Wünsche zusätzlich zu den Basisleistungen in die Berechnung hinein:

Beispielsweise kann man für den Fall eines Krankenhausaufenthalts einen Anspruch auf Chefarztbehandlung oder auf ein Einzelzimmer festlegen. Eine weitere Besonderheit der PKV ist, dass der Versicherte eine jährliche Selbstbeteiligung festlegen kann: Die Krankenkasse zahlt in diesem Fall lediglich die Kosten, welche die Summe des Selbstbehalts übersteigen, wodurch sich die monatlichen Beiträge senken.

Das Eintrittsalter spielt auch anderweitig in der PKV eine wichtige Rolle: Denn Rücklagen, welche durch geringe Behandlungskosten bei der Versicherung entstehen, werden im Alter berücksichtigt und erleichtern so die späteren Zahlungen. Und auch in der Rechnungslegung für Gesundheitskosten unterscheiden sich gesetzliche und private Krankenkassen: Beim Kauf von Medikamenten oder in einzelnen Behandlungen durch den Arzt wird die Rechnung direkt an den privat Versicherten übergeben. Dieser kann sie später an seine Krankenkasse weiterleiten.

In jedem Fall sollte jeder einzelne die verschiedenen Versicherungen vergleichen und die für ihn günstigste wählen. Dabei sind vor allem die eigenen Prioritäten für gewünschte Leistungen zu berücksichtigen.

Bildquelle: Pixelio.de/RainerSturm

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