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06.12.13Leser-Kommentar

Gliffy: Attraktive Diagramme via Browser-Erweiterung erstellen

Mit Gliffy lassen sich direkt aus dem Chrome-Browser heraus Diagramme erstellen. Es eignet sich für alle, die kein professionelles Tool nutzen und trotzdem nicht auf ansprechende Grafiken verzichten wollen.

GliffyAuch wenn ich ein grosser Fan des geschriebenen Wortes bin, so kenne ich doch die Macht des Bildes, genauer gesagt der Visualisierung. Mit grafischen Elementen lassen sich Inhalte in vielen Fällen einfacher erklären und werden dadurch einprägsamer. Kommt hinzu, dass man dem Publikum bei Präsentationen und Vorträgen sowieso nicht Text auf dem Bildschirm vorsetzen sollte, und schon gar nicht den gleichen Text, den man selber erzählt.

Da ich mir persönlich nicht ein professionelles Tool wie Visio oder OmniGraffle leisten will, habe ich bislang die meisten Grafiken mit PowerPoint erstellt. Mit ein bisschen Übung und Kreativität lassen sich zwar ganz passable Resultate erzielen, aber die Möglichkeiten bleiben doch ziemlich limitiert.

Breite Vielfalt an Formen und Symbolen

Gliffy ist eine Browsererweiterung für Chrome und lässt sich direkt aus den Chrome Apps heraus starten. Eine Installation auf dem PC ist somit nicht nötig. Als erstes fällt die Vielfalt an standardmässig verfügbaren Formen und Symbolen auf. Nebst klassischen Formen für Flussdiagramme bietet Gliffy auch ein Set für «Business Process Model and Notation (BPMN)» an, die grafische Spezifikationssprache in der Wirtschaftsinformatik, bestehend aus Ereignissen, Aktivitäten, Daten, Artefakten, Gateways und Verbindern.

Auch die grafische Modellierungssprache «Unified Modeling Language (UML)» wird unterstützt. Wer ein Heim- oder Business-Netzwerk grafisch darstellen will, findet bei Gliffy ebenfalls eine Palette an Bildern. Weiter lassen sich auch Wireframes für Benutzeroberflächen und Sitemaps gestalten. Und nicht zuletzt kann Gliffy sogar für die Planung der Wohnungseinrichtung verwendet werden.

Workflow imgriff Beispiel für einen mit Gliffy erstellten Workflow

 

Sämtliche Elemente können miteinander verbunden und in Abhängigkeit gebracht werden. Sehr intuitiv funktioniert die Beschriftung von Elementen und Verbindungen. Einmal vorgenommene Formatierungen werden automatisch auch für die nächsten Elemente übernommen. Ein ansprechendes Set an Vorlagen hilft bei der farblichen Gestaltung. Die Diagramme lassen sich als JPG und PNG exportieren sowie via Google Drive speichern und synchronisieren.

Schnell zu professionellen Diagrammen

Für Gliffy spricht vor allem die sehr hohe Benutzerfreundlichkeit, die Breite an verfügbaren Symbolen und deren grafische Qualität. Im Handumdrehen lassen sich damit professionell wirkende Diagramme erstellen, die sich deutlich von PowerPoint & Co. unterscheiden.

In der kostenlosen Version lassen sich fünf Diagramme mit einem Speicherplatz von 2MB erstellen. Die Pro-Version kostet $4.95 pro Monat und Nutzer. Wer nicht Chrome als Browser verwendet, kann Gliffy im gleichen Funktionsumfang auch als reines Online-Tool nutzen.

Kommentare

  • Rene Rose

    20.12.13 (08:44:40)

    Gliffy ist eines von vielen Diagramm Tools. Ich habe in den letzten Wochen viel darüber recherchiert und möchte einige andere Tools empfehlen. Besonders mit Blick auf Google Drive Integration wäre da Cacoo, MindMeister oder Draw.io zu empfehlen. LucidChart darf auch nicht vergessen werden. Obwohl die Tools optisch nicht mit Desktop Programmen wie zum Beispiel E-Draw mithalten können, spielen Sie Ihre Stärke in der Integration (Drive,DropBox etc.) und der Möglichkeit des Einbettens von Diagrammen in Webpages aus. Da ich außerdem intensiv nach einem Projektmanagement Tool gesucht habe, ist die Drive Integration für mich einer der wichtigsten Punkte bei den Diagramm Tools. Denn über Drive, DropBox und Co. lassen sich die Dokumente leicht in Projekte oder Aufgabenlisten integrieren. Muss ein Diagramm bearbeitet werden, entfällt das lästige Downloaden und später wieder uploaden, wie es beim Einsatz einer Desktopsoftware nötig wäre.

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