<< Themensammlung Organisieren

30.05.08Leser-Kommentare

Besser arbeiten mit kleinen Schritten

Wir sind keine Maschinen und auch mal nicht perfekt und effizient. Manchmal wünschen wir uns trotzdem, mehr leisten zu können. Das ist gar nicht so schwierig. Mit einfachen Tricks kann man bereits eine spürbare Verbesserung erreichen, ohne gleich zur effizienten Büromaschine zu mutieren.

Gehorche Deinem Wecker.

Wenn Du Dich entscheidest, zu einer bestimmten Zeit aufzustehen, dann tu das auch. Du kannst noch so oft den Snooze-Knopf drücken, irgendwann musst Du aufstehen - also warum nicht gleich? Prügle Dich raus, denn immer weiter dösen macht Dich nur träge, kostet Dich unnötig Zeit, bringt Dir kaum Erholungswert, aber dafür Stress, weil Du dann hetzen musst, um rechtzeitig im Büro zu sein.

Plane Deinen Tag.

Versuche, den nächsten Tag jeweils am Abend vorher zu planen. Wenn Dir das nicht liegt, dann nimm Dir spätestens nach Arbeitsbeginn Zeit, um Deinen Tag zu planen. Finde die Planung, die Deinem Arbeitsstil am besten entspricht:

Ob Du nur die drei wichtigsten Aufgaben des Tages aussuchst oder eine detaillierte Planung mit zeitlichen Angaben machst, ist nicht spielentscheidend, so lange Du nur einen Plan hast. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Du Dich in weniger wichtigen Dingen verlierst.

Arbeite mit Zielen.

Ohne Ziele kannst Du gar nicht entscheiden, welchen Weg Du einschlagen sollst. Setz Dir kurz-, mittel- und langfristige Ziele, und lass sie in Deine Planung einfließen. Auch (selbstgesetzte) Fristen sind Ziele. Bleib immer realistisch, aber gib Dir ruhig sportliche Vorgaben. Ziele verhelfen zu zielgerichtetem und damit effizienterem Handeln.

Schließe die offenen Enden.

Wenn Du etwas beginnst, dann bringe es fertig, bevor Du etwas anderes beginnst. Sonst hast Du am Ende eine Unzahl von offenen Aufgaben und Projekten, was Dir das Gefühl gibt, Du hättest zu wenig Zeit und einen Überblick mehr.

Multitasking ist eine Illusion.

Das menschliche Gehirn kann nicht mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen. Zwei Hirnforscher der University of Michigan haben herausgefunden, dass das Gehirn um bis zu 40 Prozent weniger leistet, wenn es gleichzeitig verschiedene Aufgaben bewältigen muss.

Fokussiere Dich also auf die Aufgabe, die Du gerade bearbeitest. Weitere Tipps dazu hat vor kurzen Florian im «kleinen Einmaleins» geschrieben.

Kenne Deinen Rhythmus.

Beobachte Dich selber und finde heraus, wann Du am produktivsten, wann am kreativsten, wann am konzentriertesten bist. Nutze diese Zeiten für entsprechende Tätigkeiten.

Leg Dir Routinen zu.

Routinen helfen Dir, Aufgaben automatisch und am Stück zu erledigen. Bestimme die Zeiten, in denen Du Mails abrufen und beantworten willst. An diesen Zeiten bearbeitest Du die Mails dann am Stück. Das geht schneller, als wenn Du Dich laufend unterbrechen lässt, um Mails zu lesen und dann irgendwann zu bearbeiten. Verfahre genau so mit anderen Aufgaben. Weitere Tipps dazu findest Du in diesem Artikel: Gleichartige Aufgaben zugleich erledigen.

Kombiniere und kürze ab.

Überleg Dir immer, was Du kombinieren kannst, oder ob es Abkürzungen gibt. Benutze Tastaturkürzel, nimm den Bericht für den Chef mit, wenn Du zum Drucker gehst, bring die Post zum Postausgang, wenn Du auf die Toilette gehst. Jede einzelne Abkürzung spart Dir nicht so viel Zeit, aber es summiert sich im Laufe des Tages.

Überschätze Dich nicht.

Lade Dir nicht zu viele Verpflichtungen auf. Zwar kannst Du sie eine Zeitlang erfüllen, aber sobald etwas schief läuft, Du einen schlechten Tag hast oder krank bist, entsteht ein Dominoeffekt: Du kommst sofort ins Hintertreffen und wirst das auch nicht so schnell aufholen können, wenn Dein Tag schon vollgestopft ist. Lass also immer eine kleine Reserve in Deiner Zeit und in Deiner Energie.

Vergiss nicht, Dich zu erholen.

Plane auch Deine Pausen, nicht nur zeitlich, sondern auch, wie Du Dich erholen willst. Ein Nickerchen, kurz strecken oder einen Spaziergang um den Block. Hauptsache aktiv und wirklich erholsam. So bleibt Deine Energie während des gesamten Tages hoch.

Kommentare

  • Ben

    31.05.08 (08:39:38)

    Wieder mal ein sehr schön geschriebener und lesenswerter Artikel. Weiter So!

  • romenie

    31.05.08 (10:36:44)

    klar, ein schöner Artikel und lauter feine, simple Tricks ... aaaber: mal ehrlich, macht so ein Leben auch noch Spaß? immer tüchtig, immer effizient, immer stromlinienförmig? also mir nicht!

  • Florian Steglich

    31.05.08 (17:27:52)

    » romenie: Nein, natürlich nicht immer, deshalb fängt der Artikel ja auch so an: "Wir sind keine Maschinen und auch mal nicht perfekt und effizient."

  • Ivan Blatter

    01.06.08 (08:32:04)

    @Ben: Danke schön! @romenie: Darum geht es nicht. Sondern wenn ich mich entscheide, etwas zu tun, dann versuche ich, es möglichst gut zu tun. Und die Tipps sind eines der Puzzle-Teilchen, um das Beste geben zu können.

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer