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14.02.08Leser-Kommentare

15 Gründe, weshalb ich Listen liebe

Ich liebe Listen! In meinen elektronischen und analogen Dokumenten tummeln sich die verschiedensten Listen zu allen möglichen Themen. Listen zu schreiben ist - neben Mindmaps - meine liebste Methode, Dinge festzuhalten und zu brainstormen. Hier die Gründe:

  1. Listen sind übersichtlich. Listen sind schön geordnet. Ich kann meine Stichworte hervorheben (so wie hier) und habe in kürzester Zeit einen Überblick.
  2. Listen sind ausführlich. Neben dem Stichwort kann ich ins Detail gehen. Eigentlich genau so, wie Du jetzt diese Liste liest: Du liest das Fettgedruckte und je nach Interesse auch noch den Text, der dahinter steht. Wenn Dich ein Punkt nicht interessiert, bist Du schnell beim nächsten.
  3. Listen kann ich ergänzen. Egal, wann mir etwas zum Thema einfällt: Ich kann jederzeit meine Liste ergänzen und erweitern.
  4. Listen sind immer dabei ... zumindest wenn man sie auf Papier schreibt. Dann kann ich sie auch jederzeit ergänzen oder etwas nachschauen.
  5. Listen kann man verbinden. Echte Listenfreaks erkennt man daran, dass sie in der einen Listen auf eine andere verweisen.
  6. Listen schreiben macht Spaß! Mir gefällt es, eine Liste wachsen oder sich verändern zu sehen.
  7. Alles lässt sich auflisten. Sei es eine Einkaufsliste, eine Liste mit Ideen oder eine Liste mit Personen, die ich kennen lernen möchte: Alles lässt sich in die Form der Liste pressen.
  8. Listen fordern heraus. Listen zwingen einen, nach neuen Ideen zu suchen. Ich kann beispielsweise eine Liste mit 3, 5, 7, 10, 15 oder 20 Einträgen machen. Aber ich bringe es nicht fertig, eine Liste mit 9, 17 oder 57 Punkten zu erstellen. Diese Zahlen sind einfach nicht rund und ich suche solange weiter, bis ich eine Runde Zahl an Einträgen zusammen habe. (Muss ich mir Sorgen machen?)
  9. Listen sind kreativ. Zwar ist das Gefäß vorgegeben, aber die Einträge kann ich in verschiedenen Farben schreiben oder zeichnen oder was auch immer.
  10. Fülle von Ideen. Je länger die Liste ist, desto mehr Ideen habe ich vor mir, aus denen ich dann nur noch heraus picken muss, was ich gerade brauche. Klar: Je länger die Liste ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch weniger brauchbare Ideen darauf stehen, aber man weiß nie, wann die Perlen auftauchen.
  11. Durchstreichen. Kennt Ihr das Gefühl, eine Aufgabe auf Eurer To-Do-Liste durchzustreichen oder abzuhaken? Schönes Gefühl! Ich liebe es!
  12. Listen sind Trophäen. Alte Listen, wo alles durchgestrichen ist, behalte ich. Sie sind für mich Trophäen getaner Arbeit.
  13. Listen zeigen die Fortschritte. Ein Blick auf meine Liste zeigt mir schnell, wie gut ich voran komme. Wenn ich lange nichts durchstreichen kann, werde ich nervös.
  14. Listen sind zielgerichtet. Eigentlich funktionieren Listen wie Mindmaps. Man hat ein Thema und versucht, dieses zu differenzieren, jedoch nur auf einer Ebene. Für diesen Zweck finde ich Listen übersichtlicher als MindMaps. Das funktioniert so nur, wenn man die Einträge nicht weiter aufspalten will. Jeder Eintrag muss zum Thema passen, damit er würdig ist, auf die Liste aufgenommen zu werden. So lenkt man sein Denken in eine bestimmte Richtung.
  15. Listen haben ein Ende. Die angepeilte Anzahl Einträge ist erreicht, die Liste ist fertig. Jetzt habe ich mir einen Kaffee verdient!

Kommentare

  • Sebastian

    14.02.08 (15:16:45)

    16. Blog Posts über Listen bringen viel Traffic, da die Leute glauben, die Weisheit der Welt lässt sich so mundgerecht konsumieren. ;-)

  • Réka

    14.02.08 (19:32:31)

    Ich arbeite mit Listen, seitdem ich den Computer täglich benutze. Ich versuchte auch Papierlisten zusammenzustellen, aber ich hatte immer Problemen mit der Ergänzung. Ich wollte etwas in die Mitte einfügen, etwas löschen, und nach einigen solchen Veränderungen sah die Liste schon ganz chaotisch aus.

  • Ivan Blatter

    15.02.08 (05:54:41)

    @Sebastian: ;-) @Réka: Verstehe ich. Etwas in der Mitte einzufügen, ist natürlich schwierig. Ich sortiere meine Listen eigentlich nicht, sondern schreibe immer fortlaufend, da bei mir die Reihenfolge meist keine Rolle spielt.

  • Mick

    15.02.08 (08:11:39)

    Dieses YouTube-Video ist ein wunderbarer, hoffentlich nicht ganz ernst gemeinter Kommentar zum Leben mit (Todo-)Listen :)

  • erwin

    16.02.08 (19:18:29)

    währe schön wenn das leben genauso seriell ablaufen würde wie in den listen,aber leben und denken wir nicht so sondern reagieren auf die unterschiedlichste art intuitiv auf gegebenheiten des alltags.

  • Thorsten

    17.02.08 (13:50:49)

    Ich nutze Listen für alle Bereiche meiner Arbeit und meines Privatlebens, mittlerweile wieder auf Papier, nur selten kommt Taskpaper am Mac zum Einsatz.

  • Ivan Blatter

    18.02.08 (05:51:28)

    @Mick: Sehr witzig! :-) Danke für den Link! @erwin: Das ist richtig. Aber manchmal müssen wir unser Leben ordnen und dazu können Listen helfen.

  • Anonym

    20.02.08 (13:40:39)

    Am besten sind definitiv Papierlisten, weil man sie immer direkt zur Hand hat und nicht erst im PC suchen muss. Außerdem macht das Abhaken wirklich Spaß! :-) [Edit: Wir haben nichts gegen Fantasienamen beim Kommentieren, aber "Studium in Neuseeland" ist Keywordspam - Link darum entfernt und Name auf "Anonym" geändert. F.S.]

  • slacky

    20.02.08 (21:23:37)

    Seit 20 Jahren beschäftige ich mit Listen in unterschiedlichster Ausführung. Nun muss ich feststellen, dass wieder viele zu Papierlisten, Notizbüchern nach jahrenlangen Kampf mit PDA, PIM etc.. zurückkehren - woran liegt es? PS: ich habe mir für 2008 statt einen neuen PDA wieder einen Jahresinhalt Time/System für mein altes Lederringbuch gekauft und "male" darin wieder... Aber ehrlich - übersichtlicher wird es auch nicht damit?!

  • erwin

    21.02.08 (00:41:12)

    @slacky arbeite seit jahren auf dem bau mit filofax-einlagen weil es sich auch noch während der arbeit gut anpassen lässt,also rechts aktionen,links kalender+termine

  • Réka

    21.02.08 (13:31:31)

    Es ist gut zu sehen, dass wir Menschen so verschieden sind. :-) Ich kenne auch viele Leute, die alle längeren Dokumente ausdrucken und vom Papier lesen. Mir fällt es viel leichter, meine Notizen, Listen usw. auf dem Rechner in Ordnung zu halten und ein Übersicht zu schaffen. Andererseits gibt es ein Trade-off: wenn man etwas nur schnell aufschreibt (egal ob auf das Papier oder z. B. in eine Notepad-Datei), ist es schwieriger die Info wieder zu finden. Wenn man immer alles in dem entsprechenden Ordner / Kategorie usw. speichert, können die Notizen später leichter sortiert, gruppiert usw. werden. Bei diesem nachträglichen Handeln kann eine Software viel helfen. PS: @Anonym es ist auch ein gutes Gefühl, eine größere Aufgabe durch einen Mausklick abzuhaken

  • Ivan Blatter

    26.02.08 (06:21:02)

    Sehe ich gleich wie Réka: Es gibt einfach Leute, die gerne auf richtigem Papier schreiben und andere haben Freude an ihren Gadgets. Beides hat seine Vor- und Nachteile: Papier ist sehr schnell zur Hand, muss nicht hochgefahren werden, ist billig und beliebig austauschbar. Von PDAs und Co lassen sich die Daten einfach sichern, exportieren, importieren, verschicken und man kann seine Notizen lesen (Schrift). Für was man sich entscheidet, ist Geschmackssache. So oder so ist der springende Punkt, sich gut zu überlegen, wie (d.h. nach welchen Prinzipien) man sich organisieren will und dass man dann seine Organisation konsequent durchzieht. Das nimmt einem kein PDA und kein Moleskine ab. Sie erleichtern es höchstens, aber denken muss man immer noch selber.

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