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Unternehmen und Nachhaltigkeit: So setzt man den Gedanken im Betrieb um

Spätestens seit den Fridays-for-Future-Aktionen ist das Thema Nachhaltigkeit nahezu jeden Tag präsent in den Medien. Kein Wunder, denn der Klimawandel ist ein Problem, das wirklich jeden angeht. Denn jeder kann einen Beitrag dazu leisten, der mal kleiner, mal größer ausfällt. Vor allem Unternehmen stehen hier in der Pflicht. Sie haben die Verantwortung mit einem guten Beispiel voran zu gehen. Sowohl in der Kommunikation nach außen, als auch innerhalb des Betriebs. Doch welche Maßnahmen gibt es und wie kann man sie umsetzen?! Wir haben an dieser Stelle ein paar nützliche Informationen für Unternehmen gesammelt.

Energieanbieter überdenken

Es ist wohl der einfachste Weg und ein erster guter Schritt, um aktiv das Klima zu schützen. Zu allererst sollte man im Unternehmen überprüfen, welche Energie- und Stromanbieter man nutzt und ob diese überhaupt nachhaltig agieren. Meist kann man das ganz einfach über die Webseite des Anbieters überprüfen. Bezieht man weder Öko-Strom noch nachhaltige Wärme, sollte man sich über einen Wechsel erkundigen, z.B. hier.  

Eine weitere Möglichkeit, nachhaltig an Strom zu gelangen, ist beispielsweise eine Solaranlage. Sie kann auf dem Dach der Firma installiert werden. Mit einem solchen Photovoltaiksystem kann man einen Teil seines eigenen Stroms erzeugen und Energiekosten einsparen kann.

Oft ist es sogar möglich dabei noch Geld zu sparen, denn Anbieter von Öko-Strom oder Öko-Wärme sind mittlerweile nicht mehr teurer als andere Tarife. Ist ein Wechsel vollzogen, sollte das natürlich über die internen und externen Kanäle weitergegeben, um mit einem guten Beispiel voranzugehen.

Energieeffiziente Geräte anschaffen

Nicht nur ein Wechsel zum Ökostrom kann das Unternehmen nachhaltiger machen, sondern auch die genutzten Geräte. Wenn weniger Energie verbraucht wird, muss weniger Energie erzeugt werden. Das sorgt wiederrum dafür, dass weniger CO2 ausgestoßen wird. Dazu sollte man veraltete Maschinen und Geräte überprüfen, ob sie noch in dieses klimaschonende Konzept hineinpassen.

Möglicherweise kann hier ein Austausch gegen effizientere Modelle stattfinden. Sie verbrauchen in der Regel nicht nur weniger Strom, sondern ermöglichen ein schnelleres Arbeiten. Auf diese Weise kann ein unternehmen noch effizienter und wirtschaftlicher mit den vorhandenen Ressourcen umgehen.

Mitarbeiter schulen

Selbst die nachhaltigsten Gerätschaften bringen nicht viel, wenn die Angestellten nicht ressourcenschonend mit ihnen umgehen. Es beginnt damit, dass beispielsweise nach Feierabend der PC im Büro heruntergefahren wird und nicht über Nacht im Standby-Modus bleibt. Generell verbraucht ein Computer, der nicht ausgeschaltet wird, pro Jahr etwa 23 Euro mehr.

Auch beim Heizen lässt sich in der Regel noch eine Menge CO2 einsparen. Oft werden Büros nämlich mehr geheizt als es notwendig wäre. Ideal wäre eine Temperatur von 20 bis 23 Grad Celsius. Hier empfiehlt es sich ein Thermometer im Raum anzubringen, an dem sich die Angestellten orientieren und die Heizung entsprechend einstellen können.

Noch besser ist ein Thermostat. Dabei kann man eine Temperatur einstellen, die im Büro konstant gehalten werden soll. Auf diese Weise müssen sich die Mitarbeiter nicht darum kümmern. Zudem hat der Raum immer eine ideale Temperatur, was gut für das Klima und den Geldbeutel ist.

Grundsätzlich sind solche Mitarbeiterschulungen in Richtung Nachhaltigkeit wirklich Gold wert. Wenn sie miteinbezogen werden, können sie eigene Ideen miteinbringen, die das Unternehmen dann umsetzen kann. Auf diese Weise aktiviert man die Angestellten und sie achten noch eher von sich aus auf nachhaltiges und umweltbewusstes Verhalten.

Weniger Drucken

Grundsätzlich ist der Drucker ein riesiger Stromfresser. Auch wenn er nicht gerade druckt, ist er doch immer eingeschaltet, um ständig einsatzbereit zu sein. Über Nacht befindet er sich in der Regel dann wieder im Standby-Modus. Grundsätzlich lässt sich heutzutage hinterfragen, ob ein Drucker überhaupt noch notwendig ist. Denn der Papierverbrauch und der Einsatz der Druckerpatronen sind umwelttechnisch ebenfalls fragwürdig.

Die meisten Dokumente lassen sich heute meist digital verarbeiten. Die E-Mail hat den Brief abgelöst. Gedruckte Papiere lassen sich einscannen und so ebenfalls digitalisieren.

Noch lässt sich das Drucken zwar nicht komplett vermeiden, jedoch sollte man sich immer bevor man im Begriff ist den Drucken-Button zu drücken fragen, ob es wirklich notwendig ist. Wenn es nicht vermeidbar ist, sollte man zumindest auf Recycling‑Papier zurückgreifen. Das ist oft sogar günstiger. Man erkennt es in der Regel an dem blauen Engel, der auf der Verpackung abgebildet ist. Auch das gehört zum nachhaltigen Einsatz von Ressourcen.

Müll vermeiden, Müll trennen

Es ist ein Punkt, der wohl vielen Unternehmen finanziell am Herzen liegt, denn Müll kostet Geld. Je nach Produktion müssen häufig Container mit Müll und Produktionsabfällen abgeholt werden. Um dem vorzubeugen gilt es den Mitarbeitern den sparsamen Umgang mit den Rohstoffen nahezulegen.

Papiermüll kann durch selteneres Drucken vermieden werden. Oft werden Fehldrucke direkt weggeworfen. Allerdings könnte man es noch als Notizzettel oder zumindest Schmierpapier nutzen.

Die Mülltrennung ist vor allem in größeren Unternehmen immer wieder problematisch. Oft spielen hier Unachtsamkeit oder Faulheit eine große Rolle. Während man zu Hause den Müll richtig getrennt hat, interessiert es bei der Arbeit wiederum nicht, was sehr schade ist. Falsch getrennter Müll kann für Unternehmen teuer werden, da er nach der Abholung noch sortiert werden muss. Das macht die Abholung jedoch insgesamt teurer.

Insgesamt wird es wohl kaum möglich sein, alle genannten Punkte im Unternehmen auf einen Schlag umzusetzen. Der Weg zur Nachhaltigkeit ist ein Prozess, der schrittweise passiert. Jedoch kann man sich grob merken: eine Maßnahme, die die Nachhaltigkeit im Unternehmen vorantreibt, wird in den meisten Fällen auch zu Einsparungen führen. Das kann beispielsweise neben dem besseren Ansehen ein großer Anreiz sein, die Maßnahmen nach und nach umzusetzen.

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