Finanzziel: Liquidität

Liquidität

Unter dem Begriff Liquidität versteht man die jederzeitige Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens und seinen Verbindlichkeiten nachzukommen. Dieser Umstand ist von besonderer Bedeutung für eine Unternehmung, da eine Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzgrund darstellt. Die Liquidität eines Unternehmens ist ein Kriterium, das auch bei der Bonitätsprüfung eine Rolle spielt. Eine langfristige Liquiditätsprognose wird seit 2004 durch die Richtlinien zur Kreditvergabe Basel II verlangt.

Taschenrechner zur Bestimmung der Liquidität

Die Liquidität ist die wichtigste Steuerungsgröße der finanziellen Sicherheit einer Unternehmung.

Es ist ein Grundziel der Finanzplanung, die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu jedem Zeitpunkt zu erhalten bzw. zu gewährleisten.

Liquidität ist vielschichtig

Bei der Beurteilung der Liquidität werden die Kapitalrentabilität, die Kapitalbindung sowie die finanzielle Unabhängigkeit der Unternehmung und die Kreditwürdigkeit betrachtet. Zusätzlich kann man die Beziehung zu Banken beurteilen. Die Steuerungsgrößen der Finanzansichten Gewinn und Unternehmenswert haben direkten oder indirekten Einfluss auf die Liquidität. Die Liquidität kann somit auch als Folge anderer Ziele aus dem Finanzplan betrachtet werden. Betrachtet man die Liquidität allein und will hier ein allgemeines Ziel festlegen, besteht diese Möglichkeit z.B. mit Zielen wie der Erhöhung/Verbesserung der Forderungsumschlagshäufigkeit. Die gegenseitige Beeinflussung mit den Umsatzzielen kann hier in der Frage Marktanteil in Abhängigkeit von Konditionen liegen.

Nachrichten und Interviews zu Liquidität

Häufige Fragen zu Liquidität

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Was kann ich bei Liquiditätsunterdeckung machen?

Im Endeffekt lassen sich Krisen finanzieller Natur nur über Maßnahmen im Produktions- und Absatzbereich überwinden. Allerdings können kurzfristig Maßnahmen auf der Einahmen- und Ausgabenseite durchaus ihre Wirkung zeigen. Im Grunde genommen ist es wichtig, die Einnahmen zu erhöhen bzw. schneller zu realisieren sowie Ausgaben zu reduzieren bzw. zeitlich zu verzögern. Folgende Maßnahmen können dabei ergriffen werden: - Verkaufen von Objekten und das anschließende leasen. - Verkaufen von Unternehmensvermögen. - Abtretung von Forderungen an Kredit- und Finanzinstitute. - Neues Beteiligungskapital besorgen. - An- oder Teilzahlungen vereinbaren. - Das Anbieten von Skonto bei schneller Bezahlung. - Konsequentes Einholen von Forderungen (z.B. durch Inkassounternehmen). - Nach Absprache mit Lieferanten Ausgaben/Zahlungen verschieben.
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Warum ist ein Liquiditätsplan wichtig?

Unter Liquidität versteht man die Fähigkeit, Zahlungsforderungen uneingeschränkt zu einem bestimmten Zeitpunkt nachkommen zu können. Da mangelnde Liquidität den Fortbestand eines Unternehmens gefährden kann, ist sie von großer Bedeutung. Besonders bei Existenzgründungen wird häufig der Kapitalbedarf unterschätzt. Aus diesem Grund ist eine lückenlose, kurzfristige und tagesgenaue Abstimmung der Zahlungsströme notwendig. Es ist von zentraler Bedeutung, Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die Liquidität kann dabei auch gefährdet sein, wenn im Extremfall alle Auszahlungen am Monatsanfang, die Einzahlungen aber erst am Monatsende erwartet werden.
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