Erfolgsfaktor Finanzwissen – Tipps für mehr Know-how

(Bild: Milkos Thinkstock) Lernen und sich weiterbilden ist nicht nur für das berufliche Weiterkommen wichtig. Auch Unternehmensgründer brauchen eine solide Wissensbasis, um im Unternehmensalltag bestehen zu können.
Lernen und sich weiterbilden ist nicht nur für das berufliche Weiterkommen wichtig. Auch Unternehmensgründer brauchen eine solide Wissensbasis, um im Unternehmensalltag bestehen zu können.

Die Gründung eines Unternehmens ist für viele ein Sprung ins kalte Wasser. In den Schulen lernen die Wenigsten etwas über unternehmerisches Know-how. Auch im Studium, wenn es sich nicht gerade um ein Betriebswirtschaftsstudium handelt, stehen Finanz- und Wirtschaftsthemen nicht besonders hoch im Kurs. Das heißt, wer sich selbstständig macht, hat meistens wenig unternehmerisches Wissen.

Die Gründe für das Scheitern vieler Start-ups

Gutes Finanzwissen spielt bei der Gründung eine wichtige Rolle. Laut einem Report der KfW ist das Finanzwissen ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Erst an zweiter Stelle folgt die Finanzierungskraft. Dem Bericht zufolge liegt die Abbruchquote bei Gründern mit gutem Finanzwissen bei zwölf Prozent, während sie bei Gründern mit schlechtem Finanzwissen bei 21 Prozent liegt. Einerseits gibt es dank dem Internet ein ganzes Füllhorn an Möglichkeiten, sich über diese Themen umfassend zu informieren. Das Internet ist gerade bei den Jüngeren, in der Altersgruppe bis 29 Jahre sehr beliebt als Informationsquelle. Die Schwierigkeit liegt häufig darin, zu erkennen, welche Informationsquellen seriös und vertrauenswürdig sind. Seiten wie die Informationsseite der Deutschen Bank zu Investment- und Finanzmarktthemen sind dabei sehr hilfreich. Dort finden sich neben vielen Informationen auch Expertenmeinungen zu den verschiedensten Themen.

Mangelndes Finanzwissen hat weitere Auswirkungen

Die Studie der KfW belegt noch mehr. Mangelndes Finanzwissen hemmt grundsätzlich das Gründungsinteresse. Etwa 65 Prozent der Gründungsinteressierten scheuen eine Unternehmensgründung, weil sie Angst vor dem finanziellen Risiko haben. Nur bei etwa 40 Prozent fehlt es an der passenden Gründungsidee. Gründer, die schon in der Planungsphase sind oder zuvor schon einmal ein Unternehmen erfolgreich gegründet haben, sind da wesentlich gelassener. Das rührt meist daher, dass sie das finanzielle Risiko besser einschätzen können.

Woher kommt das Finanzwissen?

Bereits im Jahr 2011 hat die IHK in einer Studie bemängelt, dass Gründer große Defizite im Bereich kaufmännisches Wissen haben. Falsche Umsatzeinschätzung, zu geringe Startinvestition und unzureichendes Verständnis für finanzielle Zusammenhänge sind die Hauptursachen für gescheiterte Unternehmensgründungen. Dies lässt sich in dieser Übersicht nachlesen. Daraus zogen Bildungseinrichtungen die richtigen Schlüsse. Öffentliche und private Institute bieten heute zahlreiche Fortbildungen für Gründer an. Dabei stehen nicht nur Finanzthemen auf dem Plan, sondern auch die Themen Steuern, Geschäftsplanung und Unternehmensfinanzierung. Aber weniger als 30 Prozent der Gründer nutzen tatsächlich die Weiterbildungsmöglichkeiten. Dabei liegt das Thema Steuern ganz vorn.

Ein paar Tipps, wie sich das Finanzwissen erweitern lässt

Bild graphixchon Thinkstock Wissenslücken müssen kein unüberwindliches Hindernis darstellen. Sie lassen sich mithilfe zahlreicher Informations- und Bildungsangebote schließen.
Wissenslücken müssen kein unüberwindliches Hindernis darstellen. Sie lassen sich mithilfe zahlreicher Informations- und Bildungsangebote schließen.

Eine erfolgreiche Gründung macht Finanzwissen unabdingbar. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich das entsprechende Finanzwissen anzueignen und Wissenslücken zu schließen. Zum Finanzwissen gehört es auch, sich mit den Zahlen im eigenen Unternehmen auszukennen und sich damit auseinanderzusetzen. Unternehmer, die ihre Einnahmen und Ausgaben im Blick haben und wichtige Kennzahlen ihres Unternehmens wissen, wie beispielsweise den Umsatz oder den Gewinn, können auf lange Sicht erfolgreich wirtschaften. Sie merken sehr früh, wenn sich diese Zahlen zum Negativen verändern und können entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

In aller Kürze gibt es nun noch diese Praxistipps:

  • Beratungszentren und Netzwerke für Gründer haben viele Tipps parat, wo und wie sich Fortbildungen realisieren lassen.
  • Weiterbildungszentren, wie beispielsweise von den IHKs, haben ein umfangreiches Angebot für die berufliche Bildung. Dazu gehören Kurse über wenige Tage bis hin zu berufsbegleitenden Studienangeboten mit einer Dauer von einem Jahr und mehr.
  • Ratgeberbücher können auch sehr hilfreich sein, um sich mit komplizierten Themen wie den Unternehmenssteuern oder Gründungsfinanzierung auseinanderzusetzen
  • Auch fachspezifische Plattformen im Internet bieten viele Informationen rund um Unternehmensfinanzierung, Förderung oder Buchhaltung.
  • Für die kniffligen Fragen stehen viele Experten, wie der Steuerberater, zur Verfügung.

 

 

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