Was die Website für Early-Stage Startups beinhalten sollte

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Early-Stage Startups stehen vor großen Herausforderungen

Early-Stage Startups stehen vor großen Herausforderungen: Es gilt bei geringem Kapital das Geschäftsmodell zu prüfen und die ersten Kunden zu gewinnen. Das alles erfolgt in der Regel mit Eigenfinanzierung, was den Druck weiter erhöht.

Es gilt so effektiv wie möglich zu arbeiten, um mit den verfügbaren Ressourcen einen möglichst großen Effekt zu erzielen. Da müssen klare Prioritäten gesetzt werden.

Eine Möglichkeit, die eigene Zeit und Geld gut zu investieren, ist durch eine minimale Website. Der minimale Online Auftritt für Early-Stage Startups erfüllt eine Funktion: Er weckt das Interesse der Besucher.

Damit die Website die besten Resultate liefert, sollten die Inhalte auf die Unternehmensziele des Startups zielen. Das sind in der frühen Phase in der Regel: 1. Produkt-Market Fit erreichen, 2. Erste Kunden und Vertriebspartner gewinnen, 3. Interesse erster Investoren gewinnen. Um diese drei Ziele anzusprechen, empfiehlt es sich auf zwei mögliche Besuchergruppen zu fokussieren: Kunden und Investoren.

Die folgenden Komponenten sind somit meiner Meinung nach der beste Weg, für Early-Stage Startups, bei geringstem Aufwand den größten Effekt durch die eigene Website zu erzielen.

Bild Maximilian Wolf, Foldfocus
(Bild Maximilian Wolf, Foldfocus)

Hero

Der erste Eindruck der Website ist entscheidend. Neue Besucher beurteilen in Sekunden, ob das Angebot den Erwartungen entspricht. Eine gute Möglichkeit, um Vertrauen zu gewinnen und das eigene Produkt zu bewerben.

Es ist eine Wissenschaft für sich, die perfekte Landingpage zu erstellen. Darum geht es aber für Early-Stage Startups überhaupt nicht. Der Fokus liegt darauf, mit möglichst wenig Ressourcen den größten Effekt zu erzielen. Stelle aber sicher, dass deine Website Responsive Webdesign nutzt, um ca. +55% der Besucher passend anzusprechen (Quelle: Foldfocus, Responsive Webdesign).

Der Trick liegt darin, die richtige Balance aus Informationen zu treffen. Es soll das Interesse der Besucher angeregt werden, aber nicht durch eine Flut an Eindrücken überfordert werden. Dieses Schema hat sich bewährt, um einfache und funktionierende Hero Sektionen zu entwickeln:

  1. Titel: Eine Zusammenfassung des Startups, ca. 2 bis 10 Wörter
  2. Untertitel: Eine Erklärung des Produktes und Marktes, ca. 5 bis 30 Wörter
  3. CTA: Ein Button oder Link, um Besucher zu konvertieren (im Design oben wären das z. B. die Social Media Icons oder in der Navigation das “contact us”)
  4. Unterstützende Informationen: Entweder Bilder oder kleine Textblöcke, welche die Absichten der Besucher adressieren. Ca. 1 bis 2 Bilder oder Textblöcke
Bild Maximilian Wolf, Foldfocus
(Bild Maximilian Wolf, Foldfocus)

Navigation

Eine klare, simple Navigation ermöglicht den Besuchern sich direkt auf der Website zurechtzufinden. Die Website eines Early-Stage Startups ist meistens der berühmt “Onepager”, sie besteht nur aus einer Webpage. Trotzdem ist eine interne Verlinkung nützlich, um Nutzer schneller zu ihrem Ziel zu leiten.

Ein weiterer Vorteil einer klaren Navigation ist, dass mögliche Absichten der Besucher direkt angesprochen werden. Es ist klar, welche Informationen auf der Website zur Verfügung stehen. Es können direkt die verschiedenen Nutzer (Kunden oder Investoren) abgeholt werden.

Ein weit verbreiteter Fehler ist zu viele Links in der Navigation einzubauen. Die Absicht ist richtig, man möchte dem Besucher helfen und alle Möglichkeiten anzeigen. Jedoch führen zu viele Informationen zum Gegenteil: Chaos. Eine Limitierung auf max. 5 Menüpunkte hat sich daher als sinnvoll erwiesen.

Auch hier muss man das Rad nicht neu erfinden. Für die beiden Zielgruppen empfiehlt es sich folgende Punkte im Menü einzubauen:

  1. Über uns / Team
  2. Service / Produkt
  3. Partner
  4. Kontakt
Bild Maximilian Wolf, Foldfocus
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Über Uns

Das Team ist für jedes Startup entscheidend. Deshalb legen Investoren großen Wert auf ein starkes Gründungsteam. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, sich stark zu präsentieren und einen professionellen Eindruck zu machen. Das macht Sinn wenn man Alleine oder auch im Team gründet.

Bei Early-Stage Startups ist das Team meist klein - was ein Vorteil ist. Es können die einzelnen Mitglieder und die individuellen Stärken besser hervorgehoben werden. Das so aufgebaute Vertrauen fließt auf das Beziehungskonto der möglichen Investoren.

Auch für mögliche Kunden ist das Gründungsteam interessant. Schließlich kauft man ein neues Produkt und möchte wissen, wer hinter der Idee steckt. So bietet die “Über Uns” Sektion eine gute Möglichkeit die Besucher für das Startup zu begeistern.

Die wichtigsten Informationen sollten zu den jeweiligen Mitgliedern aufgeführt werden. Ein individueller Ansatz, passend auf die Persönlichkeit des Teams hat sich bewährt. Die folgenden Punkte sollte über die Teammitglieder dargestellt sein:

  1. Name
  2. Position
  3. Kurzer Lebenslauf und Motivation zum Startup (beim Design oben als Hover über den jeweiligen Bildern)
  4. Kontaktmöglichkeiten (z.B. LinkedIn, Facebook, Twitter, E-Mail etc.)
Bild Maximilian Wolf, Foldfocus
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Service / Produkt

Das Herz eines Startups ist das Produkt und die Kunden. Deshalb ist es umso wichtiger, gerade für junge Gründungen sich auf den Produkt-Market Fit zu konzentrieren. Man möchte ein Produkt entwickeln, welches die Zielgruppe begeistert.

Gerade deshalb ist es wichtig, das Angebot des Unternehmens auf der Website richtig darzustellen. Die Herausforderung liegt darin, die Website auf dem aktuellen Projektstand zu halten. Denn während der Entwicklung wird konstant weiterentwickelt und neue Features hinzugefügt.

Aus diesem Grund sollte die Service-Sektion nicht zu umfangreich sein, da mit hoher Wahrscheinlich häufig Änderungen vorgenommen werden. Es empfiehlt sich, eine kurze aber prägnante Präsentation zu wählen.

Bonus Tipp: Auch wenn noch kein fertiges Produkt vorliegt, kann ein “Buy Now”-Button Sinn ergeben. Die Käufer werden dann auf eine Seite zur Registrieren weitergeleitet und können so auf eine Warteliste gelangen. Gut für die Kunden, da sie das Produkt später erwerben können, und gut für das Startup, da so das tatsächliche Interesse gemessen werden kann.

Bild Maximilian Wolf, Foldfocus
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Partner

Eine wichtige Komponente der meisten Startups sind Investoren. Nur durch Fremdfinanzierung kann ein rapides Wachstum umgesetzt werden, um schnell Marktanteile zu sichern. Early-Stage Startups haben selten Investoren, jedoch empfiehlt es sich bereits früh das Interesse der Finanzierungspartner zu sichern. Denn: “Venture Capital wird in unterschiedlichen Phasen eines jungen Unternehmens benötigt. In der „Early Stage“ setzen es die Gründer ein, um beispielsweise Prototypen zu finanzieren.” (Quelle: Förderland, Investoren und Investment)

Wenn bereits Investoren oder Berater das Startup unterstützen, ist es sehr hilfreich diese auf der Website darzustellen. Es schafft weiteres Vertrauen in die Expertise der Gründung und zeigt, dass bereits andere Investoren die Gelegenheit erkannt haben.

Falls noch keine Unterstützung von außerhalb existiert, ist das kein Problem. Es empfiehlt sich aber eine Sektion mit Kennzahlen zum Startup, Markt und Produkt einzubauen. Abschließend eine Kontaktmöglichkeit, um Interessenten direkt zu konvertieren.

Die Inhalte der Partner Sektion sollten die Ziele des Early-Stage Startups unterstützen: Vertrauen von potenziellen Kunden und Investoren gewinnen und die Unternehmensentwicklung zu beschleunigen.

Bild Maximilian Wolf, Foldfocus
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Kontakt

Eine der wichtigsten Sektionen für die Early-Stage Startup Website ist die Kontaktmöglichkeit. Es bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich mit dem Startup auszutauschen und sich so einzubringen.

Mögliche Kunden sind in der Lage, ihre Begeisterung und Rückmeldung zum Produkt zu geben. Dieses wertvolle Feedback kann im weiteren Entwicklungsverlauf berücksichtigt werden. Auch können weitere Ideen so gesammelt werden, welche das Produkt bereichern könnten.

In der Regel nehmen Investoren über andere Wege den Kontakt auf. Trotzdem ist es eine gute Idee, das Kontaktformular für den Fall einzurichten. Da Finanzierungen wichtiger Teil sind, ist es bereits ein sehr großer Gewinn, wenn auch nur eine Anfrage über die Website kommt.

Ein weit verbreiteter Fehler ist, das Kontaktformular zu komplex zu gestalten. Oftmals werden Informationen abgefragt, wie Betreff oder Firma, welche keinen wirklichen Mehrwert bieten. Denn jede zusätzlich geforderte Information schafft etwas mehr Widerstand, was die Nachrichten reduziert. Die Lösung: Ein einfaches Kontaktformular, welches mehr Rückmeldung schafft.

Fazit

Diese 5 verschiedenen Sektionen sind essenzielle Bestandteile jeder Early-Stage Startup Website. Mit den jeweiligen Tipps umgesetzt, wird der Produkt-Market Fit beschleunigt und die Suche nach Investoren vorbereitet.

Jedes Startup ist individuell und hat eigene Anforderungen. Am Ende des Tages sollte die eigene Website, gerade für frühe Gründungen, keinen Mehraufwand bedeuten und das Startup zielführend unterstützen.

Maximilian Wolf
Maximilian Wolf

Maximilian Wolf unterstützt Startups durch Webdesign und Webentwicklung. Sein Ziel ist es, junge Unternehmen beim Steigern des Umsatzes durch eine wohlüberlegte Website zu unterstützen. Mit Firmensitz in Berlin sitzt Maximilian am Puls der modernen Gründerszene.

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