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03.07.08

Praxis-Tipps

Marktanalyse: Wichtiger Check für Ihre Geschäftsidee

Eine gute Geschäftsidee kann der erste Schritt in die erfolgreiche Selbstständigkeit sein. Ein Garant dafür ist sie jedoch nicht: Denn wenn es keinen Markt für Ihr Angebot gibt, werden Sie auch auf keinen grünen Zweig kommen. Deshalb ist eine ausführliche Marktanalyse für den Unternehmensstart unentbehrlich. Folgende Punkte sollten Sie dabei unbedingt beachten:

Marktanalyse: Wichtiger Check für die GeschäftsideeBild: iStockphoto

1. Potenzielle Kundschaft:
Definieren Sie Ihre Zielgruppe! Wichtig sind vor allem Merkmale wie Alter, Familienstand und Einkommen. Finden Sie die Probleme, Wünsche und Bedürfnisse Ihrer künftigen Kunden heraus!

2. Tatsächliche Kaufkraft der potenziellen Kunden:
Das Interesse an einem Produkt bedeutet nicht automatisch, dass es tatsächlich gekauft wird. Sie müssen wissen, wie viele Leute tatsächlich bereit sind, dafür zu zahlen. Darüber hinaus sollten Sie in Erfahrung bringen, welchen Preis die Kunden für ihr Produkt ausgeben würden.

3. Kaufverhalten der Verbraucher:
Finden Sie heraus, welche Kriterien für Ihre Kunden bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen; ob sie zum Beispiel mehr Wert auf Qualität oder auf den Preis legen. Untersuchen Sie, wie viel und wie oft Ihr Produkt gekauft werden wird. Außerdem sollten Sie für Ihre Marketingstrategie unbedingt klären, ob der Käufer auch der Nutzer des Produktes sein wird und wer (zum Beispiel innerhalb einer Familie) die Entscheidung für den Kauf trifft. Zuletzt müssen Sie noch wissen, über welche Kanäle Ihre künftige Kundschaft den Bedarf decken wird. Dies kann über den Einzelhandel, den Großhandel oder aber direkt durch den Werksverkauf geschehen.

4. Konkurrenz:
Stellen Sie fest, wie viele andere Anbieter es in Ihrem Marktsegment gibt. Analysieren Sie die Stärken und Schwächen Ihrer Wettbewerber! Dazu gehören neben den Preisen auch das Leistungs- und Produktangebot. Sie sollten formulieren können, warum Sie die Bedürfnisse Ihrer Kunden besser befriedigen können als die Konkurrenz. Finden Sie heraus, wie die Stellung der anderen Anbieter auf dem Markt ist und wie es um deren Image bestellt ist.

5. Veränderungen bei der Konkurrenz:
Nicht nur die aktuelle Wettbewerbssituation ist bedeutsam. Prüfen Sie, ob sich die Zahl der Anbieter in letzter Zeit verändert hat und ob es Neueinsteiger gibt. Falls viel Bewegung auf Ihrem künftigen Markt herrscht, sollten Sie die Gründe für diese Veränderungen kennen und bei Ihrer Planung berücksichtigen.

6. Vertrieb:
Zunächst gilt es zu entscheiden, wie Sie Ihr Produkt vertreiben wollen - entweder per Direktverkauf oder über sogenannte Groß- oder Einzelhändler (auch "Absatzmittler" genannt). Klären Sie, ob eine spezielle Vertriebsform notwendig ist - etwa wegen besonderer Transportfähigkeit oder Lagerbedingungen für Ihr Produkt. Beziehen Sie für die Herstellung Ihres Produktes bestimmte Waren, so müssen Sie einen zuverlässigen Lieferanten finden.

7. Rahmenbedingungen:
Viele Märkte zeichnen sich durch bestimmte Eigenheiten aus. Die sollten Sie bereits im Vorfeld kennen und keinesfalls unterschätzen. Erkundigen Sie sich zum Beispiel nach Eintrittsbeschränkungen in den Markt, nach Preisgrenzen oder Qualitätsauflagen. Darüber hinaus können auch Umweltschutzbestimmungen, Rohstoffbegrenzungen oder gesetzliche Auflagen entscheidend sein. Ziehen Sie daraus gegebenenfalls die entsprechenden Konsequenzen!

8. Stetiger Wandel:
Eine Menge Faktoren können einen Markt beeinflussen. Bei gesellschaftlichen Veränderungen spielen beispielsweise die demographische Entwicklung und andere Trends eine wichtige Rolle. Technologische Veränderungen, wie zum Beispiel Internet oder Mobilfunk, wandeln die Lebensgewohnheiten einer Gesellschaft gravierend. Auch globale Faktoren wie der Klimawandel lassen neue Märkte entstehen und beeinflussen bestehende Märkte. Berücksichtigen Sie solche Veränderungen möglichst schon in Ihrer Planung!

9. Marktpotenzial:
Damit ist die Menge an verkauften Waren gemeint, die erreicht werden kann, wenn alle potenziellen Käufer auch die notwendige Kaufkraft aufweisen. Diese Größe ist wichtig, weil Sie damit die maximale Absatzmenge auf einem Markt beschreiben können.

10. Marktvolumen:
Im Gegensatz zum Marktpotenzial beschreibt das Marktvolumen die Summe der tatsächlich erzielten Umsätze. Ist der Markt gesättigt, liegen Marktpotenzial und Marktvolumen nah beieinander. Bei einem größeren Unterschied zwischen Nachfrage und Bedarf muss es das Ziel sein, diese Differenz mithilfe von geeigneten Marketingmaßnahmen zu verringern. In diesem Fall sollten Sie Ihre potenziellen Kunden zum Kauf bewegen.

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