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28.04.16

Diese Ratschläge sollten Sie beherzigen

Erfolgreich Unternehmer werden

Ohne Startups würde der deutsche Mittelstand schnell alt aussehen. Gründungen bringen Wachstum, Fortschritt und Schwung in den Wettbewerb. Die gesamte Volkswirtschaft profitiert von neuen Betrieben, denn sie schaffen Arbeitsplätze. Zur Freude vieler Gründer stehen die Chancen in Deutschland erfolgreich ein Unternehmen zu gründen, überaus gut.

Im internationalen Vergleich sind die zentralen Rahmenbedingungen überdurchschnittlich positiv zu beurteilen. Neben der öffentlichen Förderung trägt die gute Verfügbarkeit von beratenden Fachkräften dazu bei. Damit Gründer keine Eintagsfliege bleiben, sondern dauerhaften Erfolg erzielen, sollten vor der Gründung einige Punkte geklärt sein. Die folgenden Ratschläge machen auf wesentliche Überlegungen aufmerksam.

• Angebot und Nachfrage prüfen

Ohne eine gute Geschäftsidee macht eine Gründung wenig Sinn. Ein Unternehmen muss Hand und Fuß haben, um sich am Markt zu etablieren. Eine der wichtigsten Fragen zu Beginn sollte daher lauten: Wie hoch ist die Nachfrage und lässt sich diese angemessen bedienen? Es gilt zu klären, was die künftige Kundschaft im Detail erwartet und ob sich daraus eventuell eine Anpassung der ursprünglichen Geschäftsidee ergibt. Neben der Kundenanalyse muss der bereits bestehende Wettbewerb genauestens unter die Lupe genommen werden. Wer sind Mitbewerber und wie sieht ihr Angebot aus? Kann mit der eigenen Geschäftsidee eine Marktlücke geschlossen werden und welches Alleinstellungsmerkmal gibt es?

Möglicherweise ergibt sich aus diesen Überlegungen eine weitere Lösung: Alternativ zur Gründung könnte ein Franchise-Konzept vielversprechend sein. Nicht immer muss die Gründung die perfekte Lösung sein. Wenn es für den entsprechenden Markt bereits ein erfolgreiches Produkt beziehungsweise eine Dienstleistung gibt, kann es durchaus Sinn machen, sich mit der Position als geschäftsführender Franchise-Nehmer auseinanderzusetzen.

• Kompetenzen analysieren

Zwar entscheidet der bisherige berufliche Werdegang nicht allein über den Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung, jedoch dürfen die Vorteile, die aus passenden Vorkenntnissen in der jeweiligen Branche hervorgehen, auch nicht unterschätzt werden. Wer sich beispielsweise schon in jungen Jahren mit dem Thema Selbstständigkeit auseinandersetzt, sollte sich das Spektrum kaufmännischer Berufe genauer anschauen. Die Vielfalt an beruflichen Perspektiven für Kaufleute ist enorm: „Ob klassisch im Büro, Autohaus oder Flugzeug – oder doch lieber in einem IT-Unternehmen in der Marketingkommunikation – kaufmännische Berufe bieten für jedes Interesse das Richtige“, fasst die Schnäpchen-Plattform Mein-Deal in einem Leitfaden zum Thema Kaufmännische Berufe zusammen. Diese Vielfalt ist in Hinblick auf eine Gründung sehr wertvoll. Denn egal für welche Branche sich ein angehender Kaufmann entscheidet, die während der Ausbildung erlangten kaufmännischen Kompetenzen sind für Unternehmer sehr hilfreich und teilweise unverzichtbar.

Allerdings sollte der Wunsch nach der Selbstständigkeit den eigentlichen Berufswunsch nicht negativ beeinflussen. Wer beispielsweise regelrecht dafür brennt Möbel zu bauen und Hölzer mit den eigenen Händen zu bearbeiten, sollte sich von einer Schreinerlehre oder einer anderen geeigneten Ausbildung im Möbeldesign nicht abbringen lassen. Die nötigen kaufmännischen Kenntnisse, die später für die Gründung eines eigenen Betriebs nötig werden, lassen sich auch in Weiterbildungsmaßnahmen oder durch ein ergänzendes Studium aneignen. Doch zunächst müssen die Grundlagen gelegt werden, um aus den individuellen Talenten das Beste herauszuholen. Auf eine solide Basis kann jederzeit aufgebaut werden.

Ist die Entscheidung für die Gründung gefallen, gilt es die persönlichen Kompetenzen und fachlichen Lücken realistisch einzuschätzen. Egal welche berufliche Bildung vorliegt oder wie viel Erfahrung. Wer seine Stärken und Schwächen kennt, ist in der Lage entsprechend zu handeln. Das Weiterbildungsangebot ist in Deutschland so groß, dass es kaum einen Bereich gibt, der sich nicht nachträglich aufarbeiten lässt.

• Wissen ist Macht!

Umso gründlicher eine Gründung geplant wird, desto höher stehen die Chancen erfolgreicher Unternehmer zu werden. Daher ist es elementar vor der Gründung alle erdenklichen Informationen einzuholen und möglichst jedes Detail ausführlich zu klären. Nicht nur die Marktanalyse, sondern auch die finanziellen Rahmenbedingungen, Einschätzungen des unternehmerischen Risikos und die regionalen Standortbedingungen müssen thematisiert sein. Wer sich beim Informieren schwer tut, muss sich vor Augen führen, dass Informationsdefizite verantwortlich für viele gescheiterte Gründungen sind. Hilfe bekommen angehende Unternehmer von einer Vielzahl an Experten.

• Der Businessplan

Ein Businessplan ist zum einen unerlässlich wenn es darum geht, Geldgeber zu überzeugen und Fördergelder zu beantragen. Zum anderen dient er dazu die Gedanken zu ordnen und als frischgebackener Unternehmer alle wichtigen Faktoren schriftlich festzuhalten und planerisch vorzugehen. Ein sorgfältig erarbeiteter Businessplan gibt Sicherheit und hilft das Business durchdacht aufzubauen. Alles rund um den Businessplan haben wir in unserer separaten Themensammlung übersichtlich aufgeführt.

• Das Kapital

Viele Gründer müssen einige Monate, oft sogar Jahre der Gründungsphase ohne konkrete Einnahmen überbrücken. Die finanzielle Belastung kann enorm sein. Hinzu kommen Gelder, die für Material, Raumausstattung, Fahrzeuge und vieles mehr benötigt werden. Nur Unternehmer, die das Startkapitel realistisch berechnen und großzügig einschätzen, ersparen sich böse Überraschungen und ein frühzeitiges Aus der Unternehmung. Sobald feststeht, wie viel Kapital fremd finanziert werden muss, kann die Finanzplanung und Finanzbeschaffung angegangen werden. In diesem Beitrag wurden die wichtigsten Fakten zur Unternehmensfinanzierung zusammengefasst.

Was bei der Finanzplanung eines Betriebes nicht vernachlässigt werden darf, sind die Steuern. Aufgrund einer unzureichenden Finanzplanung mussten schon viele Startups ihr frühes Ende verkünden. Nicht selten war die unterschätzte Steuerschuld der Grund des Scheiterns. Daher sollte mit einem Steuerberater (hier können Sie ein Angebot anfordern) geklärt werden, welche Steuern künftig einzuplanen und wann diese fällig sind.

Fazit

Diese Liste mit Ratschlägen ist keinesfalls vollständig. Sie soll vielmehr dazu dienen auf einige der ausschlaggebenden Faktoren einer Gründung aufmerksam zu machen und angehende Unternehmer vor der Vernachlässigung warnen. Langfristiger Erfolg kann immer nur Derjenige haben, der sich mit seinen Risiken beschäftigt, realistische Lösungen erarbeitet und stets an seine Idee glaubt.

Quelle: pixabay.com (Bilder von: PourquoiPas, Unsplash, Negativespace, edar)

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