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04.04.18

Unterstützungsform für Gründungsvorhaben

Company-Buildings

Der aus dem Englischen stammende Begriff des Company-Buildings beschreibt eine bestimmte Unterstützungsform für Gründungsvorhaben. Company-Builder beteiligen sich mit Ideen oder als Investoren an der Entstehung eines Start-ups oder jungen Unternehmens. Ziel ist es, unter geringen Aufwendungen ein erfolgreiches Unternehmen zu erschaffen und auf dem Markt zu etablieren. Abzugrenzen ist das Company-Building zu anderen Inkubator-Programmen wie beispielsweise Accelerator-Programmen oder Business-Angels.

Quelle: Thinkstock.com © Yue734

Überblick, Definition und Abgrenzung

Company-Building stellt eine Form von Inkubator-Programm für Start-ups dar. Als eine Art Brutkasten begleitet das Company-Building verschiedene Gründungsvorhaben mit teils eigenen und teils von außen zugetragenen Ideen. Company-Builder sind von anderen Arten von Inkubatoren zu unterscheiden, beispielsweise von Accelerator-Programmen, Venture-Kapitalgebern und Business Angels. Ein wesentliches Unterscheidungskriterium ist der zeitliche Horizont. Während Accelerator-Programme meist nur in der frühen Gründungsphase während der ersten wenigen Monate aktiv sind, begleiten Company-Builder das Start-up auch mittel- bis langfristig.

Das Company-Building kann sich sowohl auf einzelne Gründer beziehen und sie mit geeigneten Geschäftsideen unterstützen als auch auf bereits in Gründung befindliche junge Unternehmen. Hierbei können eigene Geschäftsmodelle entwickelt werden oder auf bereits etablierte Geschäftskonzepte aus dem In- und Ausland zurückgegriffen werden. Ein prominentes Beispiel ist in Deutschland der Inkubator Rocket-Internet.

Das Company-Building zeichnet sich insofern als erfolgsversprechend aus, als ein guter Company-Builder bereits eine funktionsfähige Struktur aufgebaut hat. Basierend auf diesem Raster können auch neue Unternehmen und Vorhaben effizient begleitet werden. Dies geschieht schneller und unter höherer Flexibilität als dies die Gründer selbst könnten. Auch gegenüber kleineren Konkurrenten haben Gründer, die Company-Building in Anspruch nehmen, einen Wettbewerbsvorteil. Eine beliebte Strategie ist die teilweise Kopie eines erfolgreichen Geschäftsmodells, wobei nur noch Details an das konkrete neue Gründungsvorhaben angepasst werden.

Company-Builder als Investor

Der Gründer kann das Company-Building selbst vorantreiben und das Unternehmen Schritt für Schritt ausbauen und gedeihen lassen. Ist ein Investor am Company-Building beteiligt, so kann dieser zu einem effizienteren, schnelleren und flexibleren Unternehmensaufbau beitragen. Ein guter Company-Builder wie z.B. die Spezialisten der Kohler Group übernehmen zentrale Aufgaben von der Ideenfindung über die Zusammenstellung des Teams bis zur Beteiligung am betrieblichen Tagesgeschäft. Ein Company-Builder ermöglicht also nicht nur die Entstehung eines neuen Unternehmens sondern treibt Gründung und Entwicklung aktiv voran.

Leistung und Auswahl eines Company-Builders

Leistung und Tätigkeiten verschiedener Inkubatoren unterscheiden sich erheblich und in mehreren Eckpfeilern voneinander. Die Wahl des richtigen Company-Builders für das eigene Vorhaben ist daher nach mehreren Faktoren abzuwägen. Gründer sollten sich im Klaren darüber sein, wo ihr Vorhaben steht und welcher Leistungsumfang benötigt wird. Dazu gehört die Frage, welche Herausforderungen sie selbst meistern können und an welchen Punkten Unterstützung durch einen Company-Builder benötigt wird.

Bei der Auswahl wird die Frage zentral, ob der Company-Builder diejenigen Leistungen anbietet, die Gründer für ihr Unternehmen benötigen. Weiterhin sind solche Builder zu bevorzugen, die über hinreichend Erfahrung mit Gründungen in der eigenen Branche verfügen. Weitere wichtige Kriterien sind das Wissen und die Kompetenz des Company-Builders im Hinblick auf den jeweiligen Markt, die Art des Geschäftsmodells sowie die Unternehmensprozesse.

Zudem sollte der Fokus auch auf dem Netzwerk des Inkubators liegen. Hier sind etwa Kontakte zu Investoren, anderen Gründern, der Presse oder zu Anwälten von Vorteil. Das Netzwerk sollte gleichfalls die vom Gründer angestrebte Ausrichtung haben. Dies bezieht sich sowohl auf die fachliche Expertise als auch auf die Reichweite (insbesondere bei internationaler Geschäftsausrichtung). Schließlich runden bestimmte Support-Leistungen ein gutes Angebot eines Company-Builders ab. Hierzu gehört etwa Unterstützung in der HR sowie im Online-Marketing.

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