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02.04.12

Kreativität: 20 Ideen zur Ideenfindung

Ideen generiert man nicht auf Knopfdruck. Allerdings gibt es Tricks, wie man die eigene Kreativität zumindest anregen kann.

(Bild: Tony Dowler bei flickr.com)Gute Ideen sind wertvoll und der Treibstoff vieler erfolgreicher Unternehmen. Sie entstehen nicht auf Befehl und meistens auch nicht dann, wenn man gerade dringend eine brauchen würde. Aber Kreativität lässt sich anregen. Wir haben hier 20 Tipps und Tricks für bessere Ideen.

1. Zeitreise. Was würdest du tun, wenn du in einer anderen Zeit leben würdest? Vor 10, 100 oder vor 1000 Jahren? Oder wie sieht die Zukunft wohl aus?

2. Ortswechsel. Wie würdest du das Problem lösen, wenn du an einem anderen Ort wärst, in einem anderen Land? In den Bergen, am Meer oder in der Wüste? Oder gar auf dem Mond?

3. Seitenwechsel. Wie würdest du denken, wenn du eine Frau / ein Mann wärst? Wenn du viel älter oder jünger wärst? Einer anderen Rasse angehören würdest? Grösser, kleiner, dicker, dünner wärst? Mit jedem Wechsel betrachtet man die Sache aus einem ganz neuen Blickwinkel.

4. Perspektivenwechsel. Die Idee aus der Sicht der Mutter, der Kinder, des Partners, der Nachbarin oder der Putzfrau zu betrachten, eröffnet neue Ansätze. Welche Wünsche und Anforderungen stellen diese Personen an ein Produkt oder an eine Dienstleistung? Was ist unverzichtbar, was weniger wichtig?

5. Helden. Funktioniert ähnlich wie das Rollenspiel, aber mit bekannten Persönlichkeiten, Ikonen. Wie würdest du handeln, wenn du Buddha, Mutter Theresa, Jesus, Barack Obama oder Bill Gates wärst? Wie würdest du dann über die Situation denken?

6. Superkräfte. Stell dir vor, du hättest Superkräfte wie Spiderman, Wonderwoman oder Hulk. Wie würdest du deine Superkräfte einsetzen?

7. Lückenfüller. Was braucht es um die Lücke zu schliessen, um ans Ziel zu gelangen?

8. In der Gruppe denken. Gemeinsam statt einsam denkt es sich leichter. Wichtig beim Brainstorming: Die 4 Grundregeln beachten:

1. Ausschalten von Kritik: Ideenbewertungen müssen auf später aufgeschoben werden, um den Ideenfluss nicht zu hemmen.

2. Freies Assoziieren wird begrüsst: «Je wilder die Idee desto besser.» Es ist einfacher runter zu schrauben, als eine Idee aufzubauschen.

3. Quantität ist erwünscht: Je grösser die Ideenvielfalt, desto wahrscheinlicher ist das Hervorbringen einer nützlichen Idee.

4. Kombinationen und Verbesserungen sind erwünscht: Ideen der einen Person dienen als Spielball für die andere Person und können modifiziert werden.

9. Mind Map. Das Mind Map ist eine gute Möglichkeit, so viele Ideen wie möglich aufzuschreiben und zu visualisieren. Das Ziel kommt in die Mitte des Blattes, alles andere schreibst du um dieses Ziel herum.

10. SWOT Analyse. Eine «Stärken – Schwächen»- und «Chancen – Risiken»-Analyse führt zu neuen, bisher unerkannten Ideen.

11. Brain Writing ist eine tolle Möglichkeit, um Ideen weiterzuentwickeln.

Eine Gruppe von Leuten (ideal sind 6 Personen) schreibt ihre Ideen auf ein Blatt Papier. Nach zehn Minuten wird das eigene Blatt weitergereicht und die eigene Idee wird von den anderen Personen weitergeführt. Das geht solange bis jeder wieder sein eigenes Blatt vor sich hat.

12. Entwickler-Methode. Kreiere so viele Ideen wie möglich. Wähle dann die beste aus und entwickle sie immer weiter und weiter bis du die allerbeste Lösung gefunden hast.

13. Herausforderer. Liste alle Grundlagen auf und fordere diese heraus. Als Beispiel: Dein Ziel ist es Ideen für dein nächstes Buch, sagen wir eine Liebesgeschichte, zu finden. Diverse Grundlagen sind gegeben: 1. Das Genre: Romantik. Warum soll es eine Liebesgeschichte sein? Könnte es auch ein Thriller werden? 2. Länge der Story. Roman. Warum soll es ein Roman sein? Könnte es auch eine Kurzgeschichte sein? Oder eine Serienreihe? 3. Medium: Buch. Warum ein Buch? Tut es auch ein e-book oder Mp3 oder sogar ein Video? Und so weiter.

14. Anders denken. Mache das Gegenteil von dem, was andere Leute typischerweise tun würden.

15. Ressourcen. Was wäre, wenn Geld, Zeit und Arbeitskräfte keine Rolle spielen würde? Was, wenn du alles tun könntest, jede noch so schräge Idee umsetzen könntest? Was würdest du dann tun?

16. Kräfte messen. Welche Kräfte bringen dich zum Ziel? Was haltet dich davon ab, fortzuschreiten? Wer oder was behindert die Umsetzung deiner Idee? Wie kann man die Kräfte verstärken und das vermindern, was einem zurückhält?

17. Übertreiben. Auch Übertreibungen können zu interessanten Lösungsansätzen führen. Du planst einen Team-Ausflug und hast keine Ahnung wohin es gehen soll? Stelle eine Luxus -und eine Billigst-Variante zusammen. Plane etwas Absurdes und etwas ganz Banales. Übertriebene Ansätze lassen sich weiterdenken, bis die ideale Variante steht.

18. Inspiration. Besorge dir einen Inspirations-Helfer. Das kann ein Wort oder ein Bild aus einem Buch, einer Zeitschrift, aus dem Fernsehen oder dem Internet sein. Oder wähle einen Gegenstand aus deiner Wohnung, dem Büro oder aus der Nachbarschaft. Was löst das Bild, das Wort, der Gegenstand bei dir aus?

19. Meditieren. Konzentriere dich auf die Schlüsselfrage wie zum Beispiel «Wie löse ich das Problem XY?» oder «Wie erreiche ich das Ziel XY?» ziehe dich an einen ruhigen Ort zurück und meditiere. Halte ein Blatt Papier und einen Stift bereit und notiere alles, was dir in den Sinn kommt. Meditiere für 30 Minuten oder solange wie du eben brauchst. Die 9-Minuten-Meditation kann auch hilfreich sein.

20. 101 Ideen. Öffne eine Worddatei und schreibe 101 Ideen nieder. Alles, was dir in den Sinn kommt, ist erlaubt. Lass deinen Gedanken und deiner Kreativität freien Lauf. Aufhören darfst du erst, wenn 101 Ideen dein Blatt füllen.

 

Bild: Tony Dowler bei flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

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