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13.01.12

Zuse-Museum Hünfeld Teil 1/2: Alte Computer, Radios, Trockenhauben - und Selbstschussanlagen

Zuse-Museum Hünfeld (Bild: wor)

Schon manchem ist auf der A7 bei der Durchfahrt der Rhön das grosse +Z- aufgefallen, das zu einem Abstecher ins Zuse-Museum nach Hünfeld locken soll. neuerdings.com war neugierig, ob sich ein Besuch lohnt.

Die Maschinen des Computererfinders Konrad Zuse sind an verschiedenen Orten ausgestellt, unter anderem in Berlin, wo Zuse seine ersten Rechner entwickelte und im Deutschen Museum München.

Seine Firma hatte Zuse jedoch in der Rhön aufgebaut, dort verbrachte er auch seine letzten Lebensjahre. Sein Lebenswerk wird deshalb in zwei großen Räumen im Heimatmuseum Hünfeld gewürdigt, das sich deshalb auch «Konrad-Zuse-Museum» nennt und, was Nichttechnisches betrifft, unter anderem Fundstücke aus der Steinzeit sowie aus der Zeit zwischen 1933 und 45 ausstellt.

Hünfeld war ebenso «Grenzgebiet», weshalb das Museum auch Ausstellungsstücke technischer und nicht-technischer Natur zum Thema deutsch-deutsche Grenze zeigt.

Hinzu kommen historische Rundfunkgeräte sowie - von Wella zur Verfügung gestellt - ebensolche Haarpflegemaschinen, deren Anblick einem heute die Haare auch ohne tatsächliche Anwendung zu Berge stehen lassen wird und die Friseurrechnung der weiblichen Familienmitglieder zumindest einige Wochen nach dem Museumsbesuch spürbar senken dürfte. Es lohnt sich also, für nur EUR 2,50 Eintritt pro Nase die ganze Familie ins Zuse-Museum mitzunehmen.

Da das Museum wie die meisten Heimatmuseen von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut wird, ist es nur Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 15 bis 17 Uhr geöffnet, was man beim spontanen Abstecher nur einige Kilometer von der A7 oder bei der Anreise mit der Bahn berücksichtigen sollte, um nicht vor der Türe zu stehen. Wer noch mehr Zeit hat, kann zuvor den «Point Alpha» in Geisa, noch einmal einige Kilometer weiter besuchen, einen ehemaligen Grenzposten zwischen Ost- und Westdeutschland.

Die für Elektroniker und Computerfans interessantesten Exponate sind natürlich die diversen Zuse-Rechner. Diese stellen wir in Teil 2 noch genauer vor.

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