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13.06.12

Zoom Q2HD: Kompakte HD-Videocam vom Audio-Spezialisten

Der Zoom Q2HD nimmt Full HD auf und besticht vor allem durch seine Audio-Features. (Foto: Zoom)

Mit der kompakten HD-Videocam Q2HD von Zoom kann man nicht nur Video aufnehmen oder live streamen, vor allem hat das ungewöhnlich designte Gerät einige interessante Kniffe bei der Aufnahme in petto.

Das japanische Unternehmen Zoom ist vielen durch seine handlichen Audio-Aufnahmegeräte bekannt, die durch hohe Qualität und Flexibilität bei gleichzeitig teils schrägem Design hervorstechen. Seit geraumer Zeit macht sich Zoom aber auch im Markt der kompakten Videocams breit, die einst durch Geräte wie die Flipcam geprägt wurden. Neuester Vertreter ist der Q2HD, der schon durch sein prominent als Kugel platziertes Mikrofon zeigt, dass der Klang hier eine wesentliche Rolle spielt. Einige Features zielen dabei auf Konzerteaufnahmen. Aber der Zoom Q2HD lässt sich auch für andere Zwecke einsetzen.

Audio-Aufnahme für viele Situationen anpassbar

Eine interessante Fähigkeit in Sachen Audio-Aufnahme nennt sich "Mid-Side Stereo". Der Nutzer soll präzise einstellen können, wie breit das Mikrofon aufnimmt. Man kann also entscheiden, ob man den Ton auf das Objekt der Aufnahme fokussiert oder ob und wie viel man von der Atmosphäre drumherum aufnehmen möchte. Dazu sind in der Kugel am oberen Ende des Geräts zwei Kondensator-Mikrofone verbaut, die den Ton von vorn und von beiden Seiten aufnehmen. Der Nutzer kann den Winkel der Audio-Aufnahme zwischen 30 und 150 Grad wählen.

Darüber hinaus kann das Gerät selbst auch unerwünschte Hintergrundgeräusche herausfiltern und der Nutzer kann die generelle Empfindlichkeit der Mikrofone über ein Einstellrad bestimmen. Drei Voreinstellungen für verschiedene Anlässe namens "Konzert", "Solo" und "Meeting" sowie eine Automatik sollen dabei helfen, schnell die richtige Einstellung zu finden.

Übersicht der Videofunktionen

Aber auch der Videoteil kann ein paar Tricks. Der Modus "Concert Lighting" soll dafür sorgen, dass das Bild nicht von der hellen Beleuchtung überstrahlt wird, so dass die Gesichter der Musiker gar nicht mehr zu erkennen sind. Technisch gesehen findet sich im Innern ein 5-Megapixel-CMOS-Sensor, der Full-HD-Video mit 30fps aufnehmen kann. In den Auflösungen 720p und WVGA sind sowohl 30fps als 60fps möglich.

Wer will, kann die Q2HD-Kamera per USB mit einem Computer verbinden und sie dann fürs Livestreaming nutzen. Sie sei kompatibel mit Ustream Producer, Flash Media Live Encoder, Skype und anderen, heißt es auf der Website. Dank HDMI kann man sich die Videos direkt auf einem passenden Flach-TV anschauen. Und falls es den Bedarf gibt, kann man seine Werke auch direkt auf dem Q2HD bearbeiten – ob das auf dem gerade einmal 2 Zoll Diagonale messenden Display auf der Rückseite wirklich Freude macht, sei aber mal dahingestellt. Die Funktionen sind hier allerdings sowieso beschränkt: Man kann die Videos beschneiden und teilen und überflüssiges Material löschen, um wieder Platz auf der SD-Karte zu schaffen. Apropos Karte: Der Zoom versteht sich mit SD/SDHC/SDXC-Karten bis hin zu 64 GB Kapazität. Eine 2-GB-SD-Karte wird mitgeliefert.

Übrigens: Man kann den Q2HD auch ganz ohne Videofunktion einfach als Audio-Aufnahmegerät nutzen – wie es sich praktisch für ein Zoom-Gerät gehört.

Preis und Verfügbarkeit für den Zoom Q2HD

Wer eine kompakte und universell einsetzbare Videokamera sucht, die hohen Wert auf den Audioteil legt, scheint mit dem Q2HD gut bedient zu werden. Nach eigenen Worten hat Zoom auch Mühe investiert, um Bedienung und Menüs zu verbessern. Das wäre eine gute Sache, denn nach meinen eigenen Erfahrungen ist die Nutzerführung eine deutliche Schwäche früherer Geräte. Der Q2HD soll im August 2012 für rund 200 US-Dollar (umgerechnet rund 160 Euro) auf den Markt kommen.

Weitere Informationen hier auf der offiziellen Produktseite zum Zoom Q2HD. Bereits seit 2012 erhältlich ist der "große Bruder" Q3HD, der bspw. eine andere Mikrofonanordnung und mehr Anschlüsse aufweist. Man findet den Q3HD z.B. hier auf Amazon für rund 250 Euro.

Gefunden bei gizmag.

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